• 08.11.2011
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      Sport inside Das Hintergrundmagazin für den Sport | tagesschau24
       

      Themen:

      • "Das Kommando übernommen": Fußball-EM 2012 in Polen und der Ukraine
      • "Das Schweigen der Männer": Der Kieler Handball-Prozess
      • "Schlechte Perspektive im Seitenwagen": Die Krone des Motorsports - Seitenwagenrennen

      Nacht von Montag auf Dienstag, 08.11.11
      00:00 - 00:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Themen:

      • "Das Kommando übernommen": Fußball-EM 2012 in Polen und der Ukraine
      • "Das Schweigen der Männer": Der Kieler Handball-Prozess
      • "Schlechte Perspektive im Seitenwagen": Die Krone des Motorsports - Seitenwagenrennen

       
      • "Das Kommando übernommen" - Fußball-Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine. Man kann nicht behaupten, dass bei der Organisation der Fußball-Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine alles glatt läuft. Besonders Co-Ausrichter Ukraine ist das Sorgenkind der UEFA. Keines der vier Stadien, in denen im kommenden Sommer Spiele stattfinden sollen, ist in der vorgesehenen Zeit fertig geworden. Auch bei der Infrastruktur, Straßen und Flughafenterminals, kamen die Bauherren nicht hinterher. Mehrfach erging von FIFA und UEFA sogar die Drohung an die Organisatoren, man werde der Ukraine die EM entziehen. Zudem ließ man die Arbeiten in der Ukraine während der vergangenen zweieinhalb Jahre von eigenen Fachleuten überwachen.

      Drohungen und Kontrolle fruchteten: Ende Oktober konnte in Lwiw das vierte und letzte EM-Stadion feierlich eingeweiht werden. Mitte November werden in den Play-Off-Spielen die letzten noch fehlenden Teilnehmer ermittelt und dann soll es auf die Zielgerade gehen. Unterstützung holt sich die UEFA dabei auch bei prominenten ukrainischen Sportlern wie Vitali Klitschko, der mit dem UEFA-Organisationskomitee zusammen arbeitet und unter anderem die freiwilligen Helfer rekrutiert. Und auch mit milliardenschweren Oligarchen arbeitet die UEFA zusammen. Vom Stand der Vorbereitungen - organisatorisch und sportlich - kann sich am kommenden Freitag die deutsche Fußball-Nationalmannschaft überzeugen, wenn sie im umgebauten Olympiastadion von Kiew zum Freundschaftsspiel antritt.

      • "Das Schweigen der Männer" - 29. April 2007: Der deutsche Handball-Meister THW Kiel gewinnt durch ein 29:27 im Rückspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt die Champions League. Es ist der wichtigste Titel der Kieler Vereinsgeschichte. Die Väter des Erfolges: Manager Uwe Schwenker und Trainer Zvonimir "Noka" Serdarusic, der den THW im Sommer 2008 verlässt. Als er einige Monate später das Traineramt beim Ligakonkurrenten Rhein-Neckar-Löwen antreten will, werden plötzlich Vorwürfe laut, Serdarusic und Schwenker hätten Spiele verschoben. Bei mindestens zehn Partien, darunter auch das Champions-League-Finale, sollen die Schiedsrichter gekauft worden sein.

      Urheber der schweren Vorwürfe ist der Däne Jesper Nielsen, ehemaliger Gesellschafter bei den Rhein-Neckar-Löwen. Er behauptet, Schwenker habe die Bestechung im Februar 2009 bei einem Gespräch am Rande der Handball-WM in Kroatien zugegeben. Schwenker bestreitet das, vielmehr seien die Vorwürfe ein Versuch gewesen, den THW Kiel in Misskredit zu bringen und so die Ablösesumme für zwei Spieler, die zu den Löwen wechseln wollten, zu drücken. Auch Serdarusic bestreitet die Bestechungen. Die Wahrheit soll ein Prozess ans Licht bringen, der seit einigen Wochen vor der 5. Großen Strafkammer des Kieler Landgerichts läuft. Es ist das erste Mal, dass ein Fall von vermeintlichem Sportbetrug mit dem Wirtschaftsstrafrecht verfolgt wird, die Anklage lautet auf Bestechung und Untreue.

      • "Schlechte Perspektive im Seitenwagen" - Pekka Päivärinta ist in seiner Heimat Finnland jedem bekannt. Bereits dreimal war er Weltmeister im Seitenwagenrennen, die vergangenen beiden Jahre gemeinsam mit seinem Schweizer Beifahrer Adolf Hänni. Beide sind - wie alle ihre Kollegen - Amateure. Nicht wenige sagen, für diesen Sport müsse man entweder angstfrei oder aber völlig wahnsinnig sein. Bei Geschwindigkeiten von über 300 Sachen lehnt sich der Beifahrer weit vom Motorrad weg, um die Fliehkräfte auszugleichen und ein Abheben des Gefährts zu verhindern.

      Einst galt die Seitenwagenweltmeisterschaft als Krone des Motorsports und war eine deutsche Domäne. Die Rennen lockten über 100.000 Zuschauer an die Strecken. Schon seit 1949 gibt es eine WM - damit ist das Gespannfahren sogar älter als die Formel 1. Allerdings auch viel gefährlicher: In keiner anderen Renndisziplin gab es ähnlich viele Unfälle mit gravierenden Folgen. Auch das ist ein Grund dafür, dass der Sport immer mehr an Interesse verliert und zu einer Nischenveranstaltung geworden ist. Päivärinta ist Protagonist einer aussterbenden Sportart.

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      Nacht von Montag auf Dienstag, 08.11.11
      00:00 - 00:30 Uhr (30 Min.)
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