• 20.10.2011
      05:30 Uhr
      Abrechnung mit Stalin 1956 - Aufbruch im Osten | tagesschau24
       

      Der Film rekonstruiert die dramatischen Ereignisse des Jahres 1956. Im Februar kritisierte Chruschtschow seinen Vorgänger, stellte Stalin an den Pranger als Massenmörder.

      Donnerstag, 20.10.11
      05:30 - 06:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      VPS 20:15
      Stereo

      Der Film rekonstruiert die dramatischen Ereignisse des Jahres 1956. Im Februar kritisierte Chruschtschow seinen Vorgänger, stellte Stalin an den Pranger als Massenmörder.

       

      Budapest im Oktober 1956 - Zehntausende Menschen versammeln sich am monumentalen Stalin-Denkmal. In Ungarn herrschte jahrelang das wohl brutalste stalinistische System außerhalb der Sowjetunion. Doch an diesem Tag stürzen die Ungarn die Stalin-Statue: Der Ungarn-Aufstand hat begonnen. Noch in der Nacht fordert die kommunistische Regierung militärische Hilfe aus Moskau an. Und am nächsten Morgen rollen die sowjetischen Panzer durch Budapest. Die Abrechnung mit Stalin hat bereits Monate zuvor begonnen. Am Ende des XX. Parteitags der sowjetischen Kommunisten, im Februar, hält Kremlchef Nikita Chruschtschow in Moskau eine "Geheimrede". Er redet über seinen Vorgänger, stellt den Gottgleichen an den Pranger: Stalin - ein Verbrecher, ein Wahnsinniger, ein Massenmörder. Chruschtschow stürzt den Tyrann vom Sockel. Kurz darauf veröffentlicht die New York Times die "Geheimrede". So hofft man im Westen, wird der Ostblock destabilisiert. Inzwischen wird die Rede auch Millionen Parteimitgliedern in der Sowjetunion verlesen. Chruschtschow hofft mit der "Entstalinisierung" einen neuen Sozialismus aufbauen zu können. Doch das "Tauwetter" verursacht gefährliches Hochwasser. Ende Juni 1956 gehen 100.000 Arbeiter in Poznan auf die Straßen. Anfangs fordern sie nur "Brot", dann "Weg mit den Russen". Das Gefängnis wird gestürmt, die Stasi-Zentrale in Brand gesetzt. Die Regierung lässt die Revolte blutig niederschlagen. Doch drei Monate später kommt in Polen ein neuer Mann an die Macht: der Reformer Wladisloaw Gomulka. Als im Oktober in Ungarn ein Volksaufstand ausbricht, greift Moskau brutal ein. Aus dem Reformer Chruschtschow wird wieder der gelehrige Zögling Stalins.

      Der Film rekonstruiert die dramatischen Ereignisse des Jahres 1956. Wie kam es zur Abrechnung mit dem Diktator? Welche Motive hatte Chruschtschow? Welche Folgen hatte die Rede? Zeitzeugen aus aller Welt erinnern sich noch einmal an das Schicksalsjahr 1956. An die historische Zäsur, die ihr Leben, das von Millionen Menschen und das Jahrhundert selbst in ein "Davor" und ein "Danach" teilte.

      Film von Daniel und Jürgen Ast

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