• 21.04.2010
      07:00 Uhr
      Schicksal Wirtschaftskrise Angst vor dem Absturz | tagesschau24
       

      Können Regierungen Lebensretter für Unternehmen sein? Weshalb sollen gerade kleine Unternehmen in der Krise kreditunwürdig sein? Welche Mentalität braucht ein Arbeitsloser, um in der Krise seine Chance zu suchen? Experten geben Antworten.

      Mittwoch, 21.04.10
      07:00 - 07:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Können Regierungen Lebensretter für Unternehmen sein? Weshalb sollen gerade kleine Unternehmen in der Krise kreditunwürdig sein? Welche Mentalität braucht ein Arbeitsloser, um in der Krise seine Chance zu suchen? Experten geben Antworten.

       

      Die Menschen spüren immer mehr, dass die milliardenschweren Fonds und Finanzspritzen der Regierung angeschlagenen Unternehmen nur begrenzt helfen können. Gerade in harten Krisenzeiten bleibt der Wettbewerb auf dem Markt unberechenbar und gnadenlos. Die Bürger sind unruhig geworden. Rund dreieinhalb Millionen Arbeitslose und über eine Million Kurzarbeiter gibt es bis jetzt, dazu düstere Pleiten-Prognosen. Kein Wunder, dass das Gefühl der Unsicherheit mehr und mehr die Gesellschaft durchdringt. Existenzängste breiten sich bis in die gehobene Mittelschicht aus. Die Furcht vor Entlassungen ist allgegenwärtig. In vielen Firmen liegen die Nerven blank. Die Dokumentation wendet sich Menschen zu, die Opfer der Weltwirtschaftskrise werden oder geworden sind. Spürbar wird, was es bedeutet, unverschuldet und hilflos am Abgrund zu stehen oder schon abgestürzt zu sein. Wie der Autobauer Jens Köhring im thüringischen Eisenach, der zwölf Monate lang einen Psycho-Thriller durchleben musste. Sein oder Nichtsein des Opel-Werks, das war die Frage. Die publikumswirksame Einmischung der Politik hat eher geschadet als genutzt. Ist die Rückkehr zum amerikanischen Mutterkonzern General Motors nun die Rettung? Köhring bleibt skeptisch. Im baden-württembergischen Bruchsal kämpft Handwerksmeister Gerhard Feldmann um sein 55 Jahre altes Familienunternehmen. Dem Zulieferer für den stark gebeutelten Maschinenbau sind Aufträge weggebrochen. Eine Zwischenfinanzierung über die Durststrecke wäre eine Lösung. Doch die Hausbank sperrt sich. Was tun? Feldmann verzichtet schon auf seinen Lohn. Thomas Kühn und Maik Hagemeyer haben es satt, keinen Job mehr zu finden. Sie wollen in der Krise die Flucht nach vorn antreten. Der gelernte Maurer und der gelernte Maler setzen sich ein kühnes Ziel: Am Rande von Nordhausen wollen sie einen Schnäppchenmarkt eröffnen. Dazu brauchen sie Geld, das sie nicht haben und von einer Bank leihen müssen. 80 000 Euro. Und das in Zeiten, in denen gerade kleine Unternehmer die Kreditklemme zu spüren bekommen.

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      Mittwoch, 21.04.10
      07:00 - 07:45 Uhr (45 Min.)
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