• 10.03.2010
      07:15 Uhr
      defacto Das Landesmagazin - Moderation: Robert Hübner | tagesschau24
       

      Themen:

      • Nabelblutbanken für Neugeborene
      • Erst gefördert, dann abgeschoben - Warum Hessen hochbegabte Migranten ausweist
      • Ausstieg aus der Sonnenenergie? - Regierung kürzt Solarsubventionen

      Mittwoch, 10.03.10
      07:15 - 07:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Themen:

      • Nabelblutbanken für Neugeborene
      • Erst gefördert, dann abgeschoben - Warum Hessen hochbegabte Migranten ausweist
      • Ausstieg aus der Sonnenenergie? - Regierung kürzt Solarsubventionen

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Robert Hübner
      • Schimmelskandal in Gießen - Mieter müssen jahrelang mit der schwarzen Gefahr leben
      • Jetzt reicht's: Kein Geld für Arbeitsunfall

      • Nabelblutbanken für Neugeborene

      Die Werbebotschaft klingt vielversprechend: Blut aus der Nabelschnur, das direkt nach der Geburt eingefroren wird, hilft bei Leukämie und könnte eines Tages sogar Krebs, Diabetes oder Querschnittlähmungen heilen helfen. Da scheinen die 2000 Euro, die das Einlagern des Blutes kosten kann, für viele Eltern eine sinnvolle Investition. Doch der Haken steckt wie so oft im Kleingedruckten. Noch sind die therapeutischen Wunderdinge, die das Nabelschnurblut vollbringen soll. Zukunftsmusik. Zwar halten Forscher die Ansätze für durchaus vielversprechend, doch ob es jemals einen erfolgreichen Durchbruch geben wird, steht in den Sternen. Trotzdem haben sich bereits 50.000 Eltern in Deutschland dazu entschieden, das Blut ihrer Kinder einzulagern. Für die Blutbanken ein gutes Geschäft. Aber ist es auch sinnvoll?

      • Erst gefördert, dann abgeschoben - Warum Hessen hochbegabte Migranten ausweist

      Migranten sollen sich integrieren, Deutsch lernen, sich sozial engagieren und weiterbilden. Das sind die Forderungen der Politiker sämtlicher Couleur. Genau solche Migranten bräuchten wir, heisst es allenthalben. Kaum zu glauben, dass für genau solche Migranten der Aufenthalt in Deutschland nicht sicher ist. Wenn die Eltern kein Anrecht auf Asyl haben, ist das rechtlich nicht zu beanstanden. Doch wie steht es um die Kinder? Sie haben den Großteil ihres Lebens in Deutschland verbracht und sind hier verwurzelt. defacto erzählt die Geschichte von drei jungen Menschen, die eigentlich alles richtig gemacht haben: Sie sind allesamt Klassenbeste, sozial engagiert und sprechen fließend Deutsch - und sind hochbegabt. Alle drei haben deshalb Stipendien bekommen. Die Stiftungen und der deutsche Staat haben kräftig in sie investiert und die jungen Schüler würden sich dafür gerne revanchieren. Aber dazu wird es wohl nicht mehr kommen. Einer von ihnen wurde bereits abgeschoben, den zwei anderen droht die Abschiebung unmittelbar. Die Politik äußert sich nicht. Weder zu den Einzelfällen noch dazu ob es generell sinnvoll ist, erst zu fördern und dann abzuschieben.

      • Ausstieg aus der Sonnenenergie? -Regierung kürzt Solarsubventionen

      Das Bundeskabinett hat beschlossen die Solarförderung ab 1. Juli zu kürzen. Hausbesitzer, die auf ihrem Dach eine Photovoltaik-Anlage bauen lassen wollen, sollen ab Juli 15% weniger für die Einspeisung des selbsterzeugten Stromes ins öffentliche Netz bekommen. Großanlagen auf Freiflächen sollen gar nicht mehr gefördert werden. Die Solar-Branche fürchtet nun massive Umsatzeinbußen, weil die Neuregelung die Attraktivität der Solaranlagen auf Hausdächern senkt und die Preise für Solarzellen unter Druck setzt. Die Folge könnte sein, dass Privatleute und Stromversorger weniger in Solartechnik investieren. Die ÜWG Solar in Gross-Gerau hat bereits Konsequenzen gezogen: Die geplante Solaranlage in Riedstadt wird nicht gebaut. Droht jetzt der Ausstieg aus einer Technik, in der Deutschland Weltmarktführer ist und die als besonders klimafreundlich gilt?

      • Schimmelskandal in Gießen -Mieter müssen jahrelang mit der schwarzen Gefahr leben

      Im November 2009 hatte defacto bereits über den Darmstädter Bauverein berichtet, der in Darmstadt Eberstadt eine Menge Wohnungen besitzt, von denen etliche mit Schimmel befallen sind. Die gute Nachricht: Nach unserer Berichterstattung gelobte der Bauverein Besserung, will in den nächsten Jahren 50 Millionen Euro investieren. Einige Mieter aus den Schimmelwohnungen bekommen derzeit eine neue, schimmelfreie Bleibe.
      Auf unseren Bericht hin haben sich aber auch Mieter aus Gießen gemeldet und uns eine ähnliche Geschichte erzählt: heruntergekommene 50er Jahre Bauten, viele davon massiv von Schimmel befallen. Der Vermieter auch hier: der Darmstädter Bauverein. Doch statt Sanierung bekamen die Mieter in Gießen eine unangenehme Nachricht vom Darmstädter Bauverein: Eine satte Mieterhöhung um fast 20 Prozent.

      • Jetzt reicht's: Kein Geld für Arbeitsunfall

      Der Bauarbeiter Roland Erben aus Mainz hat vor rund zwei Jahren einen Arbeitsunfall erlitten. Er stürzte drei Meter tief in einen Betonschacht. Seine Ärzte haben ihn als arbeitsunfähig eingestuft. Daraufhin erhielt er von der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft zunächst ein sogenanntes Verletztengeld, das von seiner Krankenkasse bezahlt wurde. Dann stufte ihn die BG Bau aber wieder als arbeitsfähig ein. Die Ärzte sehen das kritisch. Sie sagen, dass der alleinerziehende Vater von drei Jungs nur sehr eingeschränkt arbeiten kann. Roland Erben kämpft nun um eine erneute Zahlung des Verletztengeldes. Doch die BG Bau sagt nein! Jetzt reicht's hat sich Roland Erben gesagt und uns von defacto eingeschaltet.

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      Mittwoch, 10.03.10
      07:15 - 07:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

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