• 09.04.2021
      02:20 Uhr
      Eltern im Stress - Kinder in Gefahr? - Unterwegs im Westen Eine Reportage über häusliche Gewalt in der Coronzeit | tagesschau24
       

      Durch geschlossene Schulen und eingeschränkten Kita-Betrieb fallen viele Gewalttaten an Kindern nicht auf, weil keiner die blauen Flecke oder anderen Verletzungen sieht und Verdacht schöpft. "Wir befürchten, dass häusliche Gewalt während des Lockdowns in ein Dunkelfeld abgerutscht ist", so Prof. Ritz-Timme, Direktorin des rechtsmedizinischen Institutes der Uniklinik Düsseldorf.
      Rebecca Kirkland spürt dem Stress nach, den der Lockdown für viele Familien bringt, schaut in die Familien und macht sich auf die Suche nach den unsichtbaren Kindern - bei den Jugendämtern, Kinderschutzambulanzen, Schulen, rechtsmedizinischen Instituten.

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 09.04.21
      02:20 - 02:50 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      VPS 02:19

      Durch geschlossene Schulen und eingeschränkten Kita-Betrieb fallen viele Gewalttaten an Kindern nicht auf, weil keiner die blauen Flecke oder anderen Verletzungen sieht und Verdacht schöpft. "Wir befürchten, dass häusliche Gewalt während des Lockdowns in ein Dunkelfeld abgerutscht ist", so Prof. Ritz-Timme, Direktorin des rechtsmedizinischen Institutes der Uniklinik Düsseldorf.
      Rebecca Kirkland spürt dem Stress nach, den der Lockdown für viele Familien bringt, schaut in die Familien und macht sich auf die Suche nach den unsichtbaren Kindern - bei den Jugendämtern, Kinderschutzambulanzen, Schulen, rechtsmedizinischen Instituten.

       

      Drei tobende Kinder, eine zu kleine Wohnung, dazu Homeschooling, Homeoffice und Geldsorgen. Gerade die Familien, die bereits vorher am Anschlag waren, werden jetzt durch Corona und die Lockdowns an ihre Grenzen gebracht: schreiende und streitende Kinder auf der einen, gestresste, überforderte und hilflose Eltern auf der anderen Seite.

      Einige Jugendämter berichten von steigenden Zahlen der Meldungen zu Kindeswohlgefährdungen - andere von sinkenden Zahlen. Aber alle sind in Sorge, weil die Kinder teilweise aus dem sichtbaren System verschwinden.

      Durch geschlossene Schulen und eingeschränkten Kita-Betrieb fallen viele Gewalttaten an Kindern schlicht nicht mehr auf, weil keiner die blauen Flecke oder anderen Verletzungen sieht und Verdacht schöpft. "Wir befürchten, dass häusliche Gewalt während des Lockdowns in ein Dunkelfeld abgerutscht ist", so Prof. Ritz-Timme, Direktorin des rechtsmedizinischen Institutes der Uniklinik Düsseldorf.

      Sichtbar wird dann erst wieder die Spitze des Eisberges - etwa das Kleinkind, das von der Mutter als Strafe mit dem Spülschwamm abgerubbelt wurde, oder der kleine Junge, auf dessen Arm Zigaretten ausgedrückt wurden, und die am Ende zum Beispiel in der Kinderschutzambulanz in Remscheid landen. "Leider sehen wir hier Dinge, von denen man sich kaum vorstellen mag, dass Eltern zu solchen Dingen fähig sind", so Leiterin Birgit Köppe-Gaisendrees. "Für uns ist das leider Alltag."

      Oder der Fall Fabio - der 5-jährige Junge starb im Lockdown im April 2020 an einem Schädelhirntrauma und inneren Verletzungen.

      Reporterin Rebecca Kirkland spürt dem Stress nach, den der Lockdown für viele Familien bringt, schaut in die Familien hinein und macht sich auf die Suche nach den für die Gesellschaft unsichtbaren Kindern - bei den Jugendämtern, Kinderschutzambulanzen, Schulen, rechtsmedizinischen Instituten.

      Film von Rebecca Kirkland

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      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 09.04.21
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 15.05.2021