• 30.01.2021
      23:17 Uhr
      Die Nordreportage: Tristesse am Terminal Rostocks Hafen im Ausnahmejahr | tagesschau24
       

      Das Coronajahr 2020 war auch für den Rostocker Hafen außergewöhnlich. Statt erwarteter 220 Kreuzfahrtschiffe kam genau eines. Derweil wurden auf der anderen Hafenseite gute Umschlagszahlen bei Kohle und Getreide erzielt. Die Seemannsmission hat so viel zu tun wie nie, denn viele Seeleute dürfen seit Monaten nicht von Bord. Ein Lieferdienst der Seemannsmission sorgt für Zahnpasta, Schokolade, Telefonkarten. Und vor allem hat sie ein offenes Ohr für die Sorgen der Seeleute. Der Hafenkapitän beobachtet all dies. Er, der erst ein Jahr im Amt ist, sagt, in diesem Coronajahr hätte er alles erlebt.

      Samstag, 30.01.21
      23:17 - 23:45 Uhr (28 Min.)
      28 Min.
      VPS 23:20

      Das Coronajahr 2020 war auch für den Rostocker Hafen außergewöhnlich. Statt erwarteter 220 Kreuzfahrtschiffe kam genau eines. Derweil wurden auf der anderen Hafenseite gute Umschlagszahlen bei Kohle und Getreide erzielt. Die Seemannsmission hat so viel zu tun wie nie, denn viele Seeleute dürfen seit Monaten nicht von Bord. Ein Lieferdienst der Seemannsmission sorgt für Zahnpasta, Schokolade, Telefonkarten. Und vor allem hat sie ein offenes Ohr für die Sorgen der Seeleute. Der Hafenkapitän beobachtet all dies. Er, der erst ein Jahr im Amt ist, sagt, in diesem Coronajahr hätte er alles erlebt.

       

      Stab und Besetzung

      Autor Jana Schulze
      Redaktion Birgit Müller
      Caty Baran
      Produktion Virginia Maassen

      Das Coronajahr 2020 war auch für den Rostocker Hafen außergewöhnlich. Es ist das erste Mal, dass der Kreuzfahrtriese "Mein Schiff 4" im Überseehafen Rostock liegt. Doch es sind keine Gäste an Bord, denn die Branche steht weltweit seit Mitte März still. Das Schiff überwintert hier. Hafenbetreiber Rostock Port freut sich, weil er so wenigstens einige Einnahmen mit Kreuzfahrtschiffen macht. Denn ihm fehlen mehrere Hundert Millionen Euro. Rund 220 Schiffe sollten 2020 an Rostocks Kaikanten anlegen, nur eines kam mit Passagieren. Im März wurde ein zweites Kreuzfahrtterminal eröffnet: Baukosten rund zehn Millionen Euro.

      Auf der anderen Seite des Hafens wird kräftig umgeschlagen, Kohle, Trailer, Getreide und Windkraftanlagen. Auch wenn die Hafenanrainer hier die Auswirkungen des Weltmarktes im Coronajahr spüren, der Handel läuft gut. Auf den Frachtern aus aller Welt, die hier anlegen, arbeiten die Seeleute mitunter schon seit Monaten ohne Landgang. Um sie kümmert sich die Rostocker Seemannsmission. Weil immer weniger Crews von Bord dürfen, um in die Anlaufstelle der Seemannsmission zu kommen, hat sie einen Lieferdienst eingerichtet für Zahnpasta, Schokolade, Telefonkarten. Und vor allem hat sie ein offenes Ohr für die Sorgen der Seeleute.

      Der Hafenkapitän beobachtet all dies. Er, der erst ein Jahr im Amt ist, sagt, in diesem Coronajahr hätte er alles erlebt: normale, alltägliche Dinge, aber auch Havarien, zweimal gab es Unfälle bei einem Schwerlastkranhersteller, sodass der komplette Verkehrsfluss in die Hafenbecken neu koordiniert werden musste.

      Film von Jana Schulze

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      Samstag, 30.01.21
      23:17 - 23:45 Uhr (28 Min.)
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      VPS 23:20

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 18.06.2021