• 30.11.2020
      23:35 Uhr
      Kulturjournal Moderation: Julia Westlake | tagesschau24
       

      Themen:

      • Islamismus an Schulen: Wie steht es um die Meinungsfreiheit?
      • Flucht aus dem muslimischen Glauben: Die Autobiografie von Amed Sherwan
      • Hand in Hand für Norddeutschland: Mitmachzirkus ABRAX KADABRAX für benachteiligte Kinder
      • Vom Wiederaufbau zur Studentenrevolte: Der neue Roman von Christian Berkel

      Montag, 30.11.20
      23:35 - 00:05 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Themen:

      • Islamismus an Schulen: Wie steht es um die Meinungsfreiheit?
      • Flucht aus dem muslimischen Glauben: Die Autobiografie von Amed Sherwan
      • Hand in Hand für Norddeutschland: Mitmachzirkus ABRAX KADABRAX für benachteiligte Kinder
      • Vom Wiederaufbau zur Studentenrevolte: Der neue Roman von Christian Berkel

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Julia Westlake
      • Islamismus an Schulen: Wie steht es um die Meinungsfreiheit?

      Am 16. Oktober 2020 ist der französische Lehrer Samuel Paty auf offener Straße in einem Pariser Vorort enthauptet worden. Er hatte in seinem Unterricht zum Thema Meinungsfreiheit die Mohammed-Karikaturen verwendet, den Schüler*innen dabei freigestellt, den Klassenraum zu verlassen oder den Blick abzuwenden. Die Ermordung des Lehrers, für Experten kein Zufall. Denn schon lange fühlen sich Lehrkräfte in Frankreich von Islamisten eingeschüchtert. Wie sieht es in Deutschland aus? Hierzulande sei man von französischen Verhältnissen noch weit entfernt. Aber es mehren sich Anzeichen, dass es zu massiven Einflussnahmen auf Lehrerinnen und Lehrer kommt. Das reicht von Versuchen, den Essensplan zu beeinflussen, bis hin zu Versuchen, Unterrichtsgegenstände für tabu zu erklären. Darunter das Thema Israel oder auch die Evolutionslehre, so Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes. Das "Kulturjournal" spricht mit ihm und einem Schulleiter und dem Psychologen Ahmad Mansour, der sich mit Projekten gegen Radikalisierung beschäftigt, über die Gründe und die Mittel dagegen.

      • Flucht aus dem muslimischen Glauben: Die Autobiografie von Amed Sherwan

      Es ist eine ungewöhnliche Fluchtgeschichte: Amed Sherwan musste seine Heimat Nordirak nicht wegen Krieg, Terror oder einer Naturkatastrophe verlassen. Er musste fliehen, weil er nicht mehr an den Islam glaubte und sich öffentlich dazu bekannte. Sherwan wuchs in einer streng muslimischen Familie auf, aber als Jugendlicher bekam er Zweifel an der Religion. Zum Test, ob Allah ihn bestrafen würde, zündete er mit 14 Jahren sogar den Koran an. Als er seine Abkehr von der Religion auf Facebook verkündete, ließ sein Vater ihn verhaften: Amed wurde gefoltert, musste ins Gefängnis. Nach seiner Freilassung flüchtete er, denn ein Leben im Irak als "Kafir", als "Ungläubiger", war nicht mehr möglich. Inzwischen wohnt Amed Sherwan in Flensburg und engagiert sich für Diversity. Seine Geschichte erzählt er in dem Buch "Kafir. Allah sei Dank bin ich Atheist" (Edition Nautilus).

      • Hand in Hand für Norddeutschland: Mitmachzirkus ABRAX KADABRAX für benachteiligte Kinder

      Ein rot-gelbes Zirkuszelt, darin lernen Kinder Akrobatik, Jonglage, Luftartistik und Balance. Ein Ort der Freude mitten im Osdorfer Born, einer Großwohnsiedlung in Hamburg, wo viele Kinder in Armut leben, vernachlässigt werden und kaum Freizeitangebote haben. Doch ABRAX KADABRAX bietet jedes Jahr über 1.000 Kindern und Jugendlichen Ablenkung. Der Zirkus macht die Kinder vom Osdorfer Born stolz. Und das Publikum lacht, staunt und applaudiert. Im Rahmen der Spendenaktion "Hand in Hand für Norddeutschland" des NDR wird auch für dieses so wichtige Angebot für Kinder in Coronazeiten gesammelt.

      • Vom Wiederaufbau zur Studentenrevolte: Der neue Roman von Christian Berkel

      Noch so ein schreibender Promi? Nein! Christian Berkel ist Schauspieler und er ist gleichzeitig ein guter Schriftsteller. In seinem ersten Roman "Der Apfelbaum" erzählt er die Geschichte seiner deutsch-jüdischen Familie und hat damit einen Bestseller gelandet. Jetzt hat er die Fortsetzung veröffentlicht: "Ada", geschrieben aus der Perspektive einer Frau, einer für den Roman erfundenen Schwester. Sie wächst auf im Schweigen der 1950er-Jahre, begehrt auf in den 1960er-Jahren: Rolling Stones, Drogen, Studentenrevolte. Die Geschichte einer Frau auf der Suche nach einem besseren Leben und nach ihrer wirklichen Identität zwischen Judentum und Christentum. Und gleichzeitig ist "Ada" ein starker Roman über die deutsche Nachkriegszeit, die bis ins Heute nachwirkt.

      Das Kulturjournal berichtet über Neues aus der norddeutschen und internationalen Kulturszene.

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      Montag, 30.11.20
      23:35 - 00:05 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

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