• 18.11.2020
      20:45 Uhr
      Panorama 3 tagesschau24
       

      Themen:

      • Der Streit um den Wolf in Niedersachsen
      • Wie ist es in Coronazeiten, jung zu sein?
      • Die Coronakrise als Chance?
      • Viele Corona-Infektionen: die Herausforderungen auf

      Intensivstationen

      Mittwoch, 18.11.20
      20:45 - 21:15 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Der Streit um den Wolf in Niedersachsen
      • Wie ist es in Coronazeiten, jung zu sein?
      • Die Coronakrise als Chance?
      • Viele Corona-Infektionen: die Herausforderungen auf

      Intensivstationen

       

      Stab und Besetzung

      Redaktion Maike Rudolph
      • Der Streit um den Wolf in Niedersachsen

      Nach wie vor erhitzt der Wolf die Gemüter im Norden. Die einen beklagen gerissenes Vieh und fürchten auch die Gefahr für den Menschen. Die anderen wollen die Tiere schützen und Abschüsse der Wölfe möglichst verhindern. Nun liegt ein neuer Vorschlag auf dem Tisch: Das Land Niedersachsen will den Wolf ins Jagdrecht aufnehmen, möchte so das Problem in den Griff bekommen. Denn pro Jahr werden hier rund 1.000 tote Nutztiere gezählt, die Wölfen zum Opfer gefallen sein sollen. Wird sich die Lage jetzt also durch den Vorstoß der Politik wieder entspannen? Panorama 3-Reporter sind dieser Frage nachgegangen und haben Wolfsgegner wie Wolfsbefürworter getroffen.

      • Wie ist es in Corona-Zeiten jung zu sein?

      Stefanie ist 16 Jahre alt und wollte in diesem Jahr die 10. Klasse schaffen und damit einen mittleren Schulabschluss. Dann kam Corona, es fiel Unterricht aus, sie verschlechterte sich. Ihr Abschluss fand dann nicht statt. Jetzt kann sie nur noch ihren ersten Schulabschluss machen (früher Hauptschule). Damit sind ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz gesunken. Zudem gibt es in diesem Jahr 14% weniger Ausbildungsplätze als im Jahr davor. Kim ist 24, hat letztes Jahr ihre Ausbildung beendet, arbeitete als Veranstaltungskauffrau auf großen Messen. Doch entgegen früherer Signale wurde ihr Vertrag nicht verlängert, jetzt ist sie arbeitslos, vertreibt sich den Tag mit Haushalt und Serien gucken. Dabei sollte 2020 ihr Jahr werden, sie wollte durchstarten für ein eigenes Unternehmen sparen. Die Zeit zwischen 16 und 25 ist eigentlich die Zeit der Freiheit, in der alles los geht und leicht sein sollte. Doch wie ist es unter Corona jung zu sein? Wir treffen drei junge Menschen aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Irgendwie fühle sich ihr Leben an wie eingefroren, sagen sie.

      • Die Corona-Krise als Chance?

      Frauen und ihre eigenen Finanzen – ein Thema, das sich noch immer viel zu häufig ausschließe, beobachtet Katrin Wilkens. Sie berät Mütter, die nach der Babypause einen neuen Job suchen. Vor der Corona-Krise ging es vielen Frauen vor allem um Selbstverwirklichung: „Gestrickte Wärmflaschen, die ich im Internet verkaufe, haben viel mit mir selbst zu tun, füllen aber nicht unbedingt den Geldbeutel“, so Wilkens. Sie macht klar, Frauen müssten endlich anfangen, sich mit ihren eigenen Finanzen auseinanderzusetzen. Denn statistisch gesehen liegt die Quote der Frauen zwischen 35 und 65 Jahren, die in Teilzeit arbeiten bei über 50 %. Außerdem verdienen mehr als die Hälfte aller weiblichen Beschäftigten im Alter von 25 bis 55 Jahren zu wenig, um ihre Existenz langfristig zu sichern. Was dies für die eigene Rente bedeute, machten sich viele gar nicht klar, sagt die Beraterin. Aus eigener Erfahrung weiß sie, was es bedeutet, wenn plötzlich der Hauptverdiener der Familie ausfällt. „Mein Mann war Arzt, bis er schwer krank wurde und plötzlich ich die fünfköpfige Familie ernähren musste.“ Doch ausgerechnet in der Corona-Pandemie liege nun eine große Chance, sagt Katrin Wilkens. Denn gerade weil jetzt bei vielen Männern die Jobs wegfallen oder unsicher sind, müssen die Frauen zum Hauptverdiener werden. "Ich finde, das einzig Gute an dieser scheiß Corona-Krise, dass die Frauen tatsächlich eine große Emanzipation durchmachen", so Katrin Wilkens.

      "Panorama 3" ist das Politikmagazin im NDR Fernsehen.
      Moderatorin Susanne Stichler und Reporter*innen gehen in
      Norddeutschland unhaltbaren Zuständen auf den Grund,
      decken politische Fehlentwicklungen auf und dokumentieren
      die Folgen. "Panorama 3" bietet dazu Hintergründe, engagiert,
      pointiert und kritisch.

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      20:45 - 21:15 Uhr (30 Min.)
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