• 02.11.2020
      19:20 Uhr
      Weltspiegel Auslandskorrespondenten berichten | tagesschau24
       

      Themen u.a.:

      • USA: Wahlkampf-Endspurt im Swing State Florida
      • USA: Wer gewinnt die Wahl?
      • USA: Evangelikale ringen um Einfluss
      • USA: New Yorks Reiche und die Krise
      • USA: Abgehängt vom Gesundheitssystem
      • USA: Gestrandet an Mexikos Grenze
      • USA: Das demokratische Gespann Biden - Harris

      Montag, 02.11.20
      19:20 - 20:00 Uhr (40 Min.)
      40 Min.

      Themen u.a.:

      • USA: Wahlkampf-Endspurt im Swing State Florida
      • USA: Wer gewinnt die Wahl?
      • USA: Evangelikale ringen um Einfluss
      • USA: New Yorks Reiche und die Krise
      • USA: Abgehängt vom Gesundheitssystem
      • USA: Gestrandet an Mexikos Grenze
      • USA: Das demokratische Gespann Biden - Harris

       
      • USA: Wahlkampf-Endspurt im Swing State Florida

      Wer Präsident werden will, kommt an Florida schwer vorbei. 29 Wahlgremium-Stimmen hat der Sunshine State zu vergeben und die gehen mal an die Republikaner und mal an die Demokraten. 2016 hat Donald Trump mit gerade mal knapp über einem Prozent der Stimmen gewonnen. Auch diesmal wird es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Wird Donald Trump wieder die Stimmen der Rentner bekommen, die knapp ein Drittel der Wählerschaft Floridas ausmachen, aber besonders unter der Covid-Pandemie leiden? Und wird es Joe Biden schaffen, genügend Schwarze und Latinos zu überzeugen, für ihn zu stimmen? Nur eins scheint bislang sicher: Die Wahlbeteiligung steuert auf ein Rekordhoch zu.

      • USA: Wer gewinnt die Wahl?

      Interview mit Prof. Allan Lichtman, Historiker an der American University in Washington D.C.. Er sagt seit 1984 immer richtig den Sieger der Präsidentschaftswahlen voraus. Grundlage für seine Prognosen sind 13 Indikatoren, mit denen er sich von den Methoden anderer Umfrageinstitutionen absetzt.

      • USA: Evangelikale ringen um Einfluss

      „Ein Präsident kann in den USA nicht gewählt werden, ohne die Stimmen der Evangelikalen,“ sagt Benny Tate selbstbewusst. Er ist Pastor der Rock Springs Church in dem kleinen Ort Milner im Bundesstaat Georgia, nicht weit von Atlanta entfernt. Milner hat etwas mehr als 600 Einwohner, aber jeden Sonntag kommen zusätzlich Hunderte hier her. Auch in Corona-Zeiten. Prediger Benny Tate zieht die Menschen an. Seine Megachurch hat viele Tausend Mitglieder und die strenggläubigen Evangelikalen hier wählen Trump. Er sei für sie ein Garant für ihre Freiheit und konservativen Werte. Ralph Reed betreibt seit vielen Jahren evangelikale Lobbyarbeit in der republikanischen Partei. Sein Job ist es, an entscheidender Stelle in Politik und Administration, Evangelikale auf die Posten zu bringen. Er ist überzeugt, dass die konservativen Richter, die Trump für den Supreme Court, das Oberste Gericht der USA, ernannt hat, für viele wahlentscheidend seien. Einen Konflikt mit dem nicht immer vorbildlichen Lebenswandel von Trump sieht er nicht: „Ich glaube nicht, dass Gott nur perfekte Menschen nutzen kann“, sagt er.

      • USA: New Yorks Reiche und die Krise

      Als die Krise New York erfasste und die Zahl der Corona-Infektionen in die Höhe schnellte, zog Familie Bickley in die Hamptons. Das ist der Strandort der Superreichen, vor den Toren der Stadt.
      Und das war eigentlich die einzige Veränderung, die Corona für die Multimillionäre mit sich brachte. New York ist eine enorm ungleiche Metropole, in der die Schere zwischen arm und reich besonders weit auseinander klafft. Durch die Pandemie vergrößert sich diese Ungleichheit, weil die Armen noch ärmer werden. Vater Ian Bickley, der durch seine Karriere in der Modebranche zum Multimillionär wurde, stimmen die unterschiedlichen Realitäten der Menschen in New York nachdenklich: „Schaut mich an, schaut meine Familie an, welche Art von Leben wir führen können. Uns haben die Folgen der Pandemie kaum berührt, vor allem aus finanzieller Sicht. Wir können uns es schlicht leisten, dem Ganzen zu entfliehen. Viele andere können das nicht.“ Das Coronavirus wirkt wie ein Verstärker der Ungleichheit, an der New York schon lange krankt. Wie sich die Pandemie anfühlt, wie gefährlich sie ist - das bestimmt hier vor allem der Geldbeutel.

      • USA: Abgehängt vom Gesundheitssystem

      Father Paul kümmert sich um die Armen im berüchtigten Viertel „The Hill“ in Pittsburgh, Pennsylvania. Der Irak-Veteran versucht in der armen Nachbarschaft einen Zugang zu Ärzten und Medizin herzustellen und geht mit seinen ausgebildeten Ehrenamtlern von Haus zu Haus. Derzeit geht es auch darum, Freiwillige für die Universität und ihre Forschungen zu gewinnen, die bereit sind, sich impfen zu lassen. Gesucht werden vor allem Schwarze, denn ihre Bevölkerungsgruppe ist traditionell unterrepräsentiert bei solchen Studien. Die Skepsis ist natürlich groß, denn sie wollen nicht Versuchskaninchen sein. Andererseits sind ihre Daten wichtig, denn es gibt bedeutende genetische Unterschiede.
      Die Pandemie hat die Schwächen des amerikanischen Gesundheitssystem offengelegt und verschlimmert. In den USA, als immer noch reichste Industrienation der Welt, haben 27 Millionen Menschen keine Krankenversicherung.

      • USA: Gestrandet an Mexikos Grenze

      Die Mauer zwischen Mexiko und den USA war das populärste Wahlkampfversprechen von Donald Trump. Die bloße Erinnerung daran verdreht Cindy Andrade den Magen vor Zorn. Die ehemalige Lehrerin in Brownsville, Texas sammelt Spenden und kauft Hilfsmittel für die vielen Migranten auf der anderen Seite der Grenze, im mexikanischen Matamorros.
      Hier müssen Migranten wie Caterin aus El Salvador monatelang in einem Flüchtlingscamp ausharren, solange über ihren Asylantrag entschieden wird.
      Sie ist im 9. Monat schwanger. Sie hat sich für ihr Kind einen besseren Start ins Leben gewünscht und weint verzweifelt. Geflohen ist sie vor der Kriminalität in ihrem Land. Dass sie nur wenig Aussicht auf den Flüchtlingsstatus hat, kann sie nicht glauben.
      Jessica Puente hingegen fühlt keine Verantwortung für dieses Schicksal. Die gebürtige Mexikanerin und jetzt US-Amerikanerin meint: die Mauer muss kommen um die illegale Migration einzudämmen. Und wenn Länder auf ihre Bürger nicht aufpassen, sei das nicht ein Problem, das die USA ausbaden müssten.

      • USA: Das demokratische Gespann Biden - Harris

      Die Entscheidung des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Biden für Kamala Harris als Kandidatin für das Amt der Vizepräsidentin wurde als sehr klug bewertet. Sie ist weder eine Gegenspielerin vom linken Rand der Partei noch ein Abbild Bidens selbst. Die Juristin Kamala Harris gilt als moderate Demokratin, erfahren im politischen Geschäft und als leidenschaftliche Kämpferin. Joe Biden setzte mit ihr vor allem auf den Faktor Frau. Einige Beobachter sehen in Kamala Harris schon die nächste Präsidentin der USA - sollte Joe Biden gewählt werden und nicht die gesamte Legislatur im Amt bleiben wollen oder können.

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