• 31.08.2020
      19:20 Uhr
      Weltspiegel Auslandskorrespondenten berichten | tagesschau24
       
      • Spanien: Warum die Pandemie das Land so hart trifft
      • Mexiko: Schulanfang via TV
      • Großbritannien: Goldrausch in Schottland
      • China: Die Mittelschicht entdeckt das Campen
      • Mali: Hoffnung nach dem Putsch?
      • Finnland: Wie ein kleiner Ort erfolgreich fürs Klima kämpft

      Moderation: Andreas Cichowicz

      Montag, 31.08.20
      19:20 - 20:00 Uhr (40 Min.)
      40 Min.
      Stereo
      • Spanien: Warum die Pandemie das Land so hart trifft
      • Mexiko: Schulanfang via TV
      • Großbritannien: Goldrausch in Schottland
      • China: Die Mittelschicht entdeckt das Campen
      • Mali: Hoffnung nach dem Putsch?
      • Finnland: Wie ein kleiner Ort erfolgreich fürs Klima kämpft

      Moderation: Andreas Cichowicz

       
      • Spanien: Warum die Pandemie das Land so hart trifft

      Noch ist Spanien in der Sommerpause, aber die Anzeichen mehren sich, dass die Pandemie das Land schon bald wieder im Würgegriff hält. Die Fallzahlen steigen weiter an. Die Nachverfolgung der Infektionswege gestaltet sich schwierig, auch weil das Personal fehlt. Anfang September sollen Millionen Kinder wieder in die Schule gehen, ohne dass wirklich klar ist, unter welchen Bedingungen: „Wir haben das Gefühl, dass wir komplett alleingelassen werden“, schimpft César Pérez, Vater von vier Kindern. Nicht nur er hat das Vertrauen in Politiker und Behörden verloren: Angélica Coria betreut ihre 96 Jahre alte Mutter seit Monaten zu Hause. Im Heim würde die alte Dame eine zweite Corona-Welle wohl nicht überleben, fürchtet sie. ARD-Korrespondentin Natalia Bachmayer analysiert, warum die Pandemie Spanien so hart trifft.

      • Mexiko: Schulanfang via TV

      Für 30 Millionen Kinder geht die Schule in Mexiko inmitten der Pandemie wieder los. Aber nicht im Klassenraum, auch nicht via Internet, sondern im TV. Denn nur 34% der Schüler in Mexiko haben zu Hause einen Zugang zum Internet. Für den Rest wurde das TV-Angebot entwickelt. Die Regierung verspricht die besten Lehrer.
      Doch viele Fragen bleiben offen. Und die Schere zwischen Arm und Reich, zwischen denen, die sich Bildung leisten können und denen, die abgehängt werden, wird durch die Pandemie in Mexiko noch deutlicher sichtbar.

      • Großbritannien: Goldrausch in Schottland

      In den Flüssen von Schottland wird wieder nach Gold gesucht. Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie sind Schürfrechte gefragt wie lange nicht. Es ist schon die Rede von einem neuen Goldrausch. Etwa 7,5 Millionen Briten arbeiten gerade nicht, ein Teil von ihnen wurde beurlaubt. Die Goldsuche ist eine willkommene Abwechslung. Außerdem ist der Goldpreis gerade hoch. Und schon ein kleines Klümpchen Gold kann in schwierigen Zeiten glücklich machen.

      • China: Die Mittelschicht entdeckt das Campen

      Der Trend zeichnete sich schon vor Corona ab, aber jetzt geht es richtig los: die chinesische Mittelschicht hat ihre Liebe zum Camping-Urlaub entdeckt. Die Zahl der Campingplätze und Wohnmobile schnellt in die Höhe. In großen Städten bilden sich Camper-Clubs. ARD-Korrespondentin Tamara Anthony hat sich einer Reisegruppe des größten Pekinger Clubs angeschlossen und fährt mit in die Innere Mongolei. Manches erinnert an deutsche Zeltplätze, vieles aber ist anders. Mit neun Wohnwagen geht es in Kolonne los, die meisten Teilnehmer kennen sich vorher nicht. Einige haben einfach nur einen Schlafplatz in einem Wohnmobil gemietet. Abends darf das gemeinsame Karaoke-Singen nicht fehlen. Und auf dem Gasherd brutzelt das Essen im Wok.

      • Mali: Hoffnung nach dem Putsch?

      Vor gut einer Woche putschten sich Militärs in Mali an die Macht und zwangen Präsident Keïta zum Rücktritt. Während die internationale Politik den Coup verurteilt, wird er im Land von einer Mehrheit der Bevölkerung gefeiert. Seit Monaten war eine breite Opposition gegen den Präsidenten auf die Straße gegangen, warf ihm vor, die schlechte Sicherheitslage nicht in den Griff zu bekommen und korrupt zu sein. Auch Mohamed Hamidou Maïga demonstrierte in Malis Hauptstadt Bamako. Jetzt ist der 28-Jährige sehr glücklich: „Wir vertrauen dem Militär. Wir möchten Amerika und der EU sagen, das war kein Coup, sondern eine Hilfe für die Bevölkerung. In Mali kann nichts geschehen, ohne seine Bevölkerung.“ Doch was will die Militär-Junta für das Land erreichen? Und wie soll die Zukunft Malis aussehen? Im Rahmen einer EU- und einer UN-Mission sind rund 900 Bundeswehrsoldaten im Land. Die Entwicklungen in Mali sind entscheidend für die Stabilität der ganzen Region.

      • Finnland: Wie ein kleiner Ort erfolgreich fürs Klima kämpft

      Das Städtchen Ii im Nordwesten Finnlands hat den kürzesten Namen des Landes. Auch seine Bevölkerung ist klein: Sie besteht gerade mal aus rund 9000 Einwohnern. Aber die hatten vor 13 Jahren eine große Idee und haben sich ein gemeinsames Ziel gesetzt: Bis zum Jahr 2020 sollte der CO2-Ausstoß um 80 Prozent reduziert werden. Und das haben sie geschafft. Eine der treibenden Kräfte von Ii ist Leena Vuotovesi: „Uns in Ii ist klar geworden, dass der Klimawandel nicht erst kommt, sondern bereits da ist. Und wir haben verstanden, dass nicht nur die großen Akteure in der Welt handeln müssen, wir müssen selbst etwas tun. Und dann haben wir überlegt, was wir tun können“, erzählt sie. Sie haben bei den städtischen Institutionen angefangen: Wenn Kinder und Erzieher in der Kita Strom gespart hatten, wurden sie dafür belohnt und konnten sich Spielsachen oder Pflanzen kaufen. Das hat funktioniert: mittlerweile ist der Stromverbrauch um die Hälfte gesunken. Die Ölheizungen wurden abgeschafft, Elektrobusse angeschafft. Nun steht schon das nächste Ziel fest: Ii möchte nicht mehr nur die Treibhausgase reduzieren, sondern auch den Müll abschaffen.

      Das in Deutschland wohl beliebteste Auslandsmagazin bringt packende Reportagen, die dem Zuschauer nicht zuletzt bei der Orientierung über die aktuellen Ereignisse auf dem Globus helfen sollen.

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      19:20 - 20:00 Uhr (40 Min.)
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