• 19.01.2020
      23:20 Uhr
      Weltspiegel Auslandskorrespondenten berichten | tagesschau24
       

      Themen:

      • Deutschland/Tschechien: Unterschiede im Erzgebirge
      • Nordirland: Die "Neue IRA" in Derry
      • Russland: Putins Plan für die Zukunft
      • USA: Konservative ziehen weg aus liberalen Staaten
      • Libyen: Der grenzenlose Konflikt?
      • Libyen: Als Milizionär an der Front

      Sonntag, 19.01.20
      23:20 - 00:00 Uhr (40 Min.)
      40 Min.
      Stereo

      Themen:

      • Deutschland/Tschechien: Unterschiede im Erzgebirge
      • Nordirland: Die "Neue IRA" in Derry
      • Russland: Putins Plan für die Zukunft
      • USA: Konservative ziehen weg aus liberalen Staaten
      • Libyen: Der grenzenlose Konflikt?
      • Libyen: Als Milizionär an der Front

       
      • Deutschland/Tschechien: Unterschiede im Erzgebirge

      Neben dem Fichtelberg auf deutscher Seite liegt der Keilberg auf tschechischer Seite. Beides sind im Winter Skigebiete, aber auf der deutschen Seite sieht es völlig anders aus als auf der tschechischen: Marode Liftanlagen und lange Warteschlangen. Ein neuer Sessellift wurde bereits vor sieben Jahren beantragt, genehmigt ist er bis heute nicht. Wegen Naturschutz-Richtlinien.
      In Tschechien dagegen: Moderne Wintersportanlagen, schon vier Monate nach Antrag wurde gebaut. Wie kann das sein mitten in der EU?
      ARD-Korrespondent Danko Handrick hat auf beiden Seiten nachgefragt und überraschende Antworten erhalten.

      • Nordirland: Die "Neue IRA" in Derry

      Der Brexit steht vor der Tür und noch weiß niemand wirklich, was das für Nordirland bedeuten wird. Aber die Iren beiderseits der Grenze sind besorgt. Splittergruppen wie die militante NEW IRA sind bereit, den alten Bürgerkrieg wieder zu entfachen – sollte es wegen des Brexits wieder eine Grenze zwischen Irland und Nordirland geben. Erst im vergangenen Sommer wurde bei gewalttätigen Auseinandersetzungen die Journalistin Lyra McKee erschossen. Bis heute hat die Polizei niemanden festgenommen. Denn niemand traut sich auszusagen. Zu groß ist die Angst vor der NEW IRA in Derry, die hier erfolgreich die Wut gegen die "britischen Besatzer" wachhält.
      Annette Dittert ist diesem Fall nachgegangen, um zu verstehen, warum die NEW IRA so viel Macht aufbauen konnte, und wie mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Karfreitagsabkommen hier weiter nur ein "kalter Friede" herrscht.

      • Russland: Putins Plan für die Zukunft

      Der russische Präsident Wladimir Putin hat seine Landsleute mit plötzlichen Umstrukturierungen an der Spitze der Regierung überrascht. Mit einem Vorschlag für eine Verfassungsänderung, einem neuen Ministerpräsidenten und einem neuen stellvertretenden Chef des präsidialen Sicherheitsrats befeuerte Putin auch die Spekulationen um seine eigene Zukunft. Die Opposition geht davon aus, dass es ihm vor allem um den Erhalt seiner Macht geht, und zwar über das Ende seiner Präsidentschaft 2024 hinaus. Mehr Putin in Russland, heißt auch: mehr Putin auf der internationalen Bühne. Und da zeigen die aktuellen Konflikte in Syrien, Jemen oder auch Libyen, dass schon jetzt ohne Wladimir Putin nur wenig geht.

      • USA: Konservative ziehen weg aus liberalen Staaten

      Ihr Entschluss steht fest: Jay und Channa werden Kalifornien verlassen. Dabei ist Jay in der Nähe von Laguna Beach geboren. Das Meer, die Natur, das Klima – alles nicht Grund genug, um zu bleiben. Das Paar denkt eher konservativ. In den letzten Jahren hat sich bei ihnen das Gefühl immer weiter verstärkt, dass sie mit ihren Überzeugungen in Kalifornien nicht mehr zuhause sind. Die hohen Steuern sind ein Grund, aber es geht ihnen auch um mangelnde Toleranz, mangelnden Respekt. "Über Politik redet man besser gar nicht erst, denn je nachdem, mit wem man spricht, kann es echt heftig werden", erzählt Jay. "Ach, Sie sind konservativ?" höre er dann oft, "dann müssen Sie ein Rassist sein." Im Wahljahr zeigt sich: Die US-Gesellschaft ist tiefer gespalten denn je. Die Immobilienmaklerin Marie Bailey hat daraus eine Geschäftsidee entwickelt: Sie organisiert Bustouren für Interessenten aus liberalen Staaten der USA und zeigt ihnen die potenziell neue Heimat in Texas. Die meisten wollen einfach mehr unter Gleichgesinnten sein.

      • Libyen: Der grenzenlose Konflikt?

      Während sich Russlands Präsident Putin und der türkische Präsident Erdogan gegenseitig als Freunde bezeichnen, stehen sie sich im Libyen-Konflikt als Gegner gegenüber. Die Türkei, wie auch Italien und Katar unterstützen den libyschen Regierungschef Sarraj. Russland dagegen, im Verbund mit Ägypten und den Arabischen Emiraten hat sich auf die Seite des Generals Haftar geschlagen.
      Alle Länder haben vor allem wirtschaftliche Interessen in der Region. Es geht um Öl und um Gas. Für die Europäische Union und mit ihr für Deutschland spielt Libyen eine entscheidende Rolle in der Flüchtlingspolitik. Libyen gilt als Haupttransit-Land auf der afrikanischen Route nach Europa.

      • Libyen: Als Milizionär an der Front

      Kommandeur Hamid al Baqar von der Einheit 166 verteidigt die letzte Bastion: Tripolis. Denn die Kämpfer der Truppen des Generals Haftar stehen vor den Toren der Stadt. Die Front: direkt vor der Haustür. Seine Kampfeinheit hatte in Libyen gegen den Islamischen Staat gekämpft, nun werden sie im eigenen Land bekämpft.
      Hamid lebt in der Küstenstadt Misrata mit seiner Familie und sechs kleinen Kindern. Seine Kinder wissen, dass er, wenn er das Haus verlässt, in den Krieg zieht. Seine Frau unterstützt mit anderen Frauen die Männer an der Front. Sie kochen die Mahlzeiten für den Fronteinsatz. Anders als reguläre Armeen verfügen die Milizen über keine Logistik. Wer am Ende siegreich aus dem Kampf um Tripolis hervorgeht, bestimmt mit über das Schicksal des ganzen Landes.

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      Sonntag, 19.01.20
      23:20 - 00:00 Uhr (40 Min.)
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      Stereo

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