• 18.11.2019
      09:15 Uhr
      45 Min - Depression kann jeden treffen Robert Enke - 10 Jahre danach | tagesschau24
       

      Am 10. November 2009 erschütterte ein Ereignis die Öffentlichkeit: Deutschlands damaliger Fußballnationaltorwart Robert Enke setzte seinem Leben ein Ende. Er litt an Depressionen, was er der Öffentlichkeit verheimlichte. Bis heute ist er in Deutschland eines der prominentesten Opfer dieser tückischen Krankheit, die immer noch tabuisiert und missverstanden wird. Das Versteckspiel rund um die Erkrankung hat ihn tiefer in die Depression getrieben. Die Angst, seinen Beruf zu verlieren und die damit verbundene Weigerung, sich seinem Verein zu offenbaren und sich stationär behandeln zu lassen, hat ihn das Leben gekostet.

      Montag, 18.11.19
      09:15 - 10:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Am 10. November 2009 erschütterte ein Ereignis die Öffentlichkeit: Deutschlands damaliger Fußballnationaltorwart Robert Enke setzte seinem Leben ein Ende. Er litt an Depressionen, was er der Öffentlichkeit verheimlichte. Bis heute ist er in Deutschland eines der prominentesten Opfer dieser tückischen Krankheit, die immer noch tabuisiert und missverstanden wird. Das Versteckspiel rund um die Erkrankung hat ihn tiefer in die Depression getrieben. Die Angst, seinen Beruf zu verlieren und die damit verbundene Weigerung, sich seinem Verein zu offenbaren und sich stationär behandeln zu lassen, hat ihn das Leben gekostet.

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Michael Schinschke
      Autor Henning Rütten
      Redaktion Kuno Haberbusch

      Am 10. November 2009 erschütterte ein Ereignis die Öffentlichkeit: Deutschlands damaliger Fußballnationaltorwart Robert Enke setzte seinem Leben ein Ende. Er litt an Depressionen, was er der Öffentlichkeit verheimlichte.

      Bis heute ist Robert Enke in Deutschland eines der prominentesten Opfer dieser tückischen Krankheit, die immer noch tabuisiert und missverstanden wird. Rund um Robert Enkes Tod sind viele Missverständnisse und Spekulationen entstanden. Der Druck des Profifußballs habe ihn in den Suizid getrieben, der Tod seiner kleinen Tochter Lara habe die Krankheit ausgelöst. Beides ist falsch.

      Zwischen zwei klinischen Depressionen in den Jahren 2004 und 2009 war Robert Enke ein extrem druckresistenter Leistungssportler. "Nach dem Tod von Lara war er stabil", sagt die Witwe Teresa Enke. Was allerdings stimmt: Das Versteckspiel rund um seine Krankheit hat Robert Enke tiefer in die Depression getrieben. Die Angst, seinen Beruf zu verlieren und die damit verbundene Weigerung, sich seinem Verein zu offenbaren und sich stationär behandeln zu lassen, hat ihn das Leben gekostet. "Die Klinik wäre seine Rettung gewesen, das glaube ich", sagt Teresa Enke.

      Sie und die damaligen Freunde von Robert Enke kämpfen seit seinem Tod dafür, dass mit der Krankheit Depression in Deutschland offener umgegangen wird.

      Die Leute sollen verstehen, dass es sich um eine Krankheit handelt und nicht um einen permanenten Geisteszustand. Depressionen sind in den allermeisten Fällen heilbar und nur die allerwenigsten Patienten begehen Suizid. Die Krankheit gehört aber in die Hände eines Psychiaters und kann nie alleine bewältigt werden. Das Wichtigste bei Depressionen: sich offenbaren, Hilfe suchen. Und als Angehöriger oder Freund: die Symptome wie Antriebsschwäche oder Gefühlskälte erkennen und als Teil der Krankheit akzeptieren und nicht als Lustlosigkeit oder Faulheit abtun.

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      Montag, 18.11.19
      09:15 - 10:00 Uhr (45 Min.)
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