• 20.09.2019
      00:30 Uhr
      Weltbilder Das Auslandsmagazin | tagesschau24
       

      Themen:

      • Schweiz: Patienten leiden unter Ärztefehlern; Autor: Simon Riesche
      • Israel: Es geht um viel bei den Parlamentswahlen; Autorin: Susanne Glass
      • Italien: Kampf gegen Mafia in der Landwirtschaft
      • Türkei: Tod durch gepanschten Alkohol
      • USA: Ausbildung vom Kohlekumpel zum Imker

      Moderation: Julia-Niharika Sen

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 20.09.19
      00:30 - 01:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Schweiz: Patienten leiden unter Ärztefehlern; Autor: Simon Riesche
      • Israel: Es geht um viel bei den Parlamentswahlen; Autorin: Susanne Glass
      • Italien: Kampf gegen Mafia in der Landwirtschaft
      • Türkei: Tod durch gepanschten Alkohol
      • USA: Ausbildung vom Kohlekumpel zum Imker

      Moderation: Julia-Niharika Sen

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Tobias Jahn
      Moderation Julia-Niharika Sen
      Redaktionelle Leitung Clas Oliver Richter
      Redaktion Nicole Bölhoff
      Christiane Justus
      • Schweiz: Patienten leiden unter Ärztefehlern

      Wenn Angela Blaser auf ihre Terrasse tritt, kann sie zwar die Blumen gießen - der Geruch ihrer Pflanzen aber bleibt ihr verborgen. Sie riecht nichts mehr. Von einer eigentlich harmlosen Nasenoperation vor ein paar Jahren hat die Schweizerin große Schäden davongetragen. "Dass sich der Arzt nicht mal entschuldigt hat. Ich habe nie etwas gehört und dieser Arzt ist immer noch tätig. Das nervt mich bis heute, kann ich nicht nachvollziehen." Es ist der Alptraum vieler Patienten: Man muss mit kleinen Beschwerden ins Krankenhaus und kommt mit viel größeren Beschwerden zurück, weil Ärzte oder Pfleger schludern oder ihr Handwerk nicht richtig beherrschen. Mangelnde Hygiene, leichtfertig getroffene Diagnosen, eine Verwechslung mit dem Bettnachbarn. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf schlägt Alarm. Neelam Dhingra-Kumar von der WHO erklärt: "Patientensicherheit ist ein globales Problem. Kein Mensch sollte aufgrund einer medizinischen Behandlung zusätzliches Leid erfahren. Und doch: Hunderten Millionen Patienten passiert genau das."

      • Israel: Es geht um viel bei den Parlamentswahlen

      Langzeit-Premierminister Netanjahu steht extrem unter Druck: Wie stark, dass zeigte er auf den Schlussmetern des Wahlkampfes als er die Annexion des palästinensischen Westjordanlandes in Aussicht stellte. Ein Werben um die von ihm dringend benötigten Stimmen der Siedler und Ultranationalisten. In Israel finden zum zweiten Mal in diesem Jahr Parlamentswahlen statt. Bei der ersten im April gelang es Netanjahu nicht, eine Koalitionsregierung zu bilden.

      • Italien: Kampf gegen Mafia in der Landwirtschaft

      Guiseppe war früher Verwaltungschef in der Provinz Messina, er wirkt unscheinbar und will auf keinen Fall viel Aufmerksamkeit. Denn er kämpft gegen die Machenschaften der Mafia in der Landwirtschaft. Vor drei Jahren überlebt er ein Attentat und fürchtet seitdem umso mehr um sein Leben. Betrug, Erpressung, falsche Etikettierung, gepanschte Lebensmittel: Die Mafia macht große Geschäfte in der Landwirtschaft und in der Lebensmittelbranche. Der aktuelle Agromafia-Bericht zeigt, dass die kriminellen Machenschaften im vergangenen Jahr weiter gestiegen sind und schätzt das Geschäftsvolumen der Kriminellen auf 24,5 Milliarden Euro.
      Autorin: Ilanit Spinner

      • Türkei: Tod durch gepanschten Alkohol

      Alkohol in der Türkei wird immer teuer. In den letzten Jahren stiegen die Bierpreise um bis zu 300 Prozent. Ähnlich sieht es mit dem Nationalgetränk Rakı aus: Kostete 2009 eine Flasche Rakı mit 70cl noch 31 türkische Lira, so kostet sie heute 125. Seit geraumer Zeit brauen die Menschen daher ihre Getränke selbst, oftmals illegal mit Methylalkohol. Doch der Selbstgebrannte kann lebensgefährlich sein: Im Juli sind in drei türkischen Städten 16 Menschen an Methylalkoholvergiftung gestorben.

      • USA: Ausbildung vom Kohlekumpel zum Imker

      Auch den Kohlekumpels hat US-Präsident Trump viel versprochen. Doch immer mehr Kohlebergwerke gehen pleite. Viele Arbeiter stehen ohne Beschäftigung da, einige konnten umschulen, so wie Alvin Farley. Er hat jahrzehntelang in Kohlegruben gearbeitet. Oft waren die Schächte gerade einmal 80 Zentimeter hoch. Dann wurde bei ihm eine schwarze Lunge diagnostiziert, wie bei vielen anderen auch. Er konnte die schwere körperliche Arbeit nicht mehr leisten.

      Nach jahrelangem Kampf bekommt er nun zwar eine kleine Entschädigungszahlung, aber die reicht kaum zum Überleben. Dank des sogenannten Imkerkollektivs hat er ein Hobby zu einer neuen Verdienstquelle gemacht. "Das hier hat nichts mit Kohlebergbau zu tun. Ich genieße das mehr als alles andere", freut er sich über die Chance, die ihm die Organisation gibt. Alvin ist einer von inzwischen 90 Partnern. Chefimker Mark Lilly weiß, dass die Bienenzucht keinen Boom auslösen kann, hofft aber, dass sie wie ein Türöffner wirkt, dass neue Ideen möglich werden. Auf die Hilfe von außen durch Politiker haben sie zu lange vergeblich gehofft. Jetzt wollen sie sich selbst helfen.

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      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 20.09.19
      00:30 - 01:00 Uhr (30 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 29.03.2020