• 24.08.2019
      16:30 Uhr
      Weltbilder Moderation: Julia-Niharika Sen | tagesschau24
       

      Themen:

      • Polen: Wölfe - Zwischen Artenschutz und Jagd
      • Schweiz: Frauen kämpfen für Gleichberechtigung
      • Japan: Entführt von der eigenen Mutter
      • Österreich: Zu viele Touristen in Hallstadt
      • Ägypten: Moderatorin mit Down-Syndrom
      • Indien: Warum stehen Flugzeuge auf den Dächern?

      Samstag, 24.08.19
      16:30 - 17:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Polen: Wölfe - Zwischen Artenschutz und Jagd
      • Schweiz: Frauen kämpfen für Gleichberechtigung
      • Japan: Entführt von der eigenen Mutter
      • Österreich: Zu viele Touristen in Hallstadt
      • Ägypten: Moderatorin mit Down-Syndrom
      • Indien: Warum stehen Flugzeuge auf den Dächern?

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Tobias Jahn
      Moderation Julia-Niharika Sen
      Redaktionelle Leitung Clas Oliver Richter
      Redaktion Nicole Bölhoff
      Christiane Justus
      • Polen: Wölfe - Zwischen Artenschutz und Jagd

      Schafzüchterin Renata Kozdeba blickt bange auf die kommenden Wochen: Ende August Anfang September beginnen die Wölfinnen, ihrem Nachwuchs das Jagen beizubringen. Und für Renata Kozdeba bedeutet das, besonders auf ihre Tiere aufpassen zu müssen. Denn ihre Schafe sind für die Wölfe leichte Beute: "Hier auf dieser Weide wurden einige meiner Schafe gerissen. Einmal kam das sogar in Anwesenheit von meiner Schwiegermutter vor, die mir hilft. Sie stand hier, und auf einmal, aus diesem Gebüsch, kam ein Wolf und hat eins der Schafe getötet. Die Wölfe sind überall." Zwischen 1950 und 1970 gab es in Polen offiziell nur 56 Wölfe. Doch ihr Bestand hat sich im Laufe der Jahre deutlich gesteigert. Heute schätzt man ihre Zahl auf fast 3.000 Wölfen. Mit spürbaren Folgen für Mensch und Wolf: Sie kommen sich zunehmend ins Gehege. Seit 2001 steht der Wolf in Polen unter Naturschutz. Er darf deshalb nicht gejagt werden. Nur in Ausnahmefällen.

      • Schweiz: Frauen kämpfen für Gleichberechtigung

      Bäuerin Lotti lebt im Aargau, ein Postkarten-Idyll. Trotzdem - sie hat zum Frauen-Streik aufgerufen, in die Kantons-Hauptstadt. Lotti Baumann geht es um Selbstverständliches, eigentlich. Ein fairer Lohn, finanzielle Unabhängigkeit. Doch auf den Höfen der Ehemänner arbeiten viele Frauen ohne Gehalt und Sozialversicherung. Mit allen Risiken, wie sie erklärt: "Es gibt Probleme bei Scheidungsfällen. Man verliert ja dann erstens das Zuhause, der Betrieb ist meistens von den Eltern des Mannes übernommen und die Frau ist eingeheiratet, also sie geht weg und kann nicht ausweisen, dass sie gearbeitet hat." Sie selbst hat vorgesorgt, mit Nebenjob und Ehevertrag. Dass Lottis Mann sie in ihrem Kampf unterstützt, ist wichtig für sie. Der Kampf um Frauenrechte verbindet viele Schweizerinnen. 100.000 streikten im Sommer schweizweit, forderten bessere Löhne, bezahlbare Kitas, mehr Frauen in Führungspositionen.

      • Japan: Entführt von der eigenen Mutter

      Björn Echternach sucht seine Kinder, seit zwei Jahren sind sie verschwunden, entführt von der eigenen Mutter, einer Japanerin. Nach dem "Haager Kindesentführungsübereinkommen" hätte Japan die Rückführung der Kinder herbeiführen müssen, binnen sechs Wochen. Japan hat das Abkommen unterschrieben, doch behilflich sind die Behörden dem verzweifelten Vater nicht. Uwe Schwreing hat den verzweifelten Vater bei der Suche nach seinen Kindern in Japan begleitet.

      • Österreich: Zu viele Touristen in Hallstadt

      Das Örtchen Hallstadt, idyllisch gelegen am Hallstätter See im Salzkammergut, ist längst zum Sinnbild für "Overtourism" geworden. Gut 700 Einwohner zählt Ort, über eine eine Million Touristen besuchen den Ort jährlich, zwischen zwei- und dreitausend sind das täglich. Vor allem asiatische Besucher sind wie wild auf den Ort. Seit dem Dreh einer koreanischen TV-Serie steht der Ort in ganz Asien hoch im Kurs. In China gibt es sogar eine Nachbildung. Für die Einheimischen des Weltkulturerbe-Örtchens sind die täglichen Massen zur Belastungsprobe geworden. Ein normales Leben scheint nicht mehr möglich. Aus Euphorie über das lukrative Geschäft mit den Touristen ist Skepsis geworden. Viele möchten ihr ruhiges Leben zurück. Um die Touristenmassen künftig besser in den Griff zu bekommen, denkt die Gemeinde nun über Auflagen und Regeln nach, sogar eine Maximalzahl von Touristen pro Tag ist im Gespräch. Doch nicht alle ziehen mit. Die Frage, wie man künftig mit den vielen Touristen umgehen soll, spaltet den Ort.

      • Ägypten: Moderatorin mit Down-Syndrom

      Sie hat sich im wahrsten Sinne freigeschwommen: die 23jährige Rahma mit dem Downsyndrom. Das Wasser ist ihr Metier. Hier fand sie eine neue Familie. "Der glücklichste Moment in meinem Leben ist, wenn ich hier bin und mit meinen Freunden trainiere. Ich plaudere mit ihnen, spiele mit ihnen. Und mit ihnen fühle ich mich als Champion." Doch auch außerhalb des Beckens feiert die junge Frau mittlerweile aufsehenerregende Erfolge. Nach ihrem Studium hat sie es ins Rampenlicht geschafft. Seit ein paar Monaten ist sie Moderatorin beim bekannten ägyptischen Sender DMC und moderiert die Morgensendung. Der Sender hat mit Rahma als Moderatorin neue Wege beschritten und etwas gewagt.

      • Indien: Warum stehen Flugzeuge auf den Dächern?

      Im Norden Indiens gibt es im Bundesstaat Punjab ein ganz besonderes Dorf: Jahaj Village, das Flugzeugdorf. Auf vielen Dächern stehen große Flugzeugmodelle oder Schiffe, auf einigen sogar Kängurus. Santok Singh hat das größte Flugzeugmodell auf seinem Dach installieren lassen. "Wir Punjabis sind dafür bekannt, dass wir hart arbeiten. Egal, wo wir auf der Welt hinkommen, wir sind immer erfolgreich." Und das zeigen die Punjabis auch gerne. Santok Singh lebt eigentlich seit vielen Jahren in Großbritannien, sein Haus im Heimatdorf besucht er nur einmal pro Jahr. Aber das Modell auf dem Dach zeigt allen, dass er es geschafft hat im fernen Europa. Und das Flugzeug zeigt, dass er sich die teuren Reisen leisten kann.

      Die Weltbilder blicken Woche für Woche bis zum Horizont und weiter. Sie erzählen die wichtigen Geschichten aus dem Ausland: bildstark und informativ. Julia-Niharika Sen zeigt zusammen mit den ARD-Korrespondenten weltweit den Alltag der Menschen im nahen und fernen Ausland: in packenden Reportagen, spannenden Geschichten und berührenden Porträts.

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      16:30 - 17:00 Uhr (30 Min.)
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