• 18.08.2019
      23:05 Uhr
      Weltspiegel Auslandskorrespondenten berichten | tagesschau24
       

      Themen:

      • China: Wohin steuern die Proteste in Hongkong?
      • Russland: Moskaus Jugend protestiert für mehr Freiheit
      • Malaysia: Müllhalde für deutschen Plastikmüll
      • Peru: Die Trägerinnen vom Machu Picchu
      • Polen: Das Dorf ohne Jungen
      • Mexiko: Liebe gegen Hass in zwei getrennten Welten

      Moderation: Andreas Cichowicz

      Sonntag, 18.08.19
      23:05 - 23:45 Uhr (40 Min.)
      40 Min.
      Stereo

      Themen:

      • China: Wohin steuern die Proteste in Hongkong?
      • Russland: Moskaus Jugend protestiert für mehr Freiheit
      • Malaysia: Müllhalde für deutschen Plastikmüll
      • Peru: Die Trägerinnen vom Machu Picchu
      • Polen: Das Dorf ohne Jungen
      • Mexiko: Liebe gegen Hass in zwei getrennten Welten

      Moderation: Andreas Cichowicz

       
      • China: Wohin steuern die Proteste in Hongkong?

      Seit Wochen protestieren die Menschen in Hongkong. Was ursprünglich als Widerstand gegen ein neues Auslieferungsabkommen mit China begonnen hat, ist inzwischen zum Widerstand gegen den generellen Einfluss Pekings auf die Sonderzone Hongkong geworden. Und auch für das kommenden Wochenende sind wieder Demonstrationen angekündigt. Was veranlasst die Einwohner der Handelsmetropole, immer wieder auf die Straßen zu gehen? Was ist ihr Ziel? Oder sind es inzwischen viel unterschiedliche Zielsetzungen, die die Protestierer umtreiben? Und wie reagiert die chinesische Regierung in Peking? Der Weltspiegel berichtet über die Hintergründe der Proteste in Hongkong.

      • Russland: Moskaus Jugend protestiert für mehr Freiheit

      Eigentlich ging es „nur“ um die Kandidatenlisten für den Stadtrat von Moskau, inzwischen protestieren die zumeist jungen Menschen für mehr Freiheit und weniger Unterdrückung durch die staatlichen Organisationen. Wegen angeblicher Formfehler wurden viele oppositionelle Kandidaten von der Wahl ausgeschlossen: „Geben Sie Moskau die Wahlen zurück“, stand deshalb auf vielen Plakaten auf den jüngsten Demonstrationen in der russischen Hauptstadt. Die Polizei geht häufig mit Härte gegen die Oppositionellen vor. Der Weltspiegel berichtet über die Hintergründe der Demonstrationen, begleitet die Anführer, um zu erfahren, was deren Ziele sind. Denn „nur“ um die Stadtratswahl geht es in Moskau schon lange nicht mehr.

      • Malaysia: Müllhalde für deutschen Plastikmüll

      Mit Müll aus Deutschland lassen sich gute Geschäfte machen – auch in Malaysia! Wie in Sungai Patani im Norden des Landes. Hier findet man viele Fabriken, die sich mit der Verwertung von deutschem Plastikmüll beschäftigen – legal und auch ohne Genehmigung. Seit China vor einem Jahr den Import von westlichem Müll verboten hat, landet viel altes Plastik in Malaysia. „Die Fabrik hier ist illegal“, schimpft Binti Mahadi, obwohl dort weiterhin Müll verbrannt wird, „warum machen die Behörden nicht mehr dagegen?“ Eine regelrechte Müllmafia hat sich entwickelt. Die schert sich nicht um Gesetze, Bußgelder oder Verwarnungen, sondern verbrennt das giftige Plastik ohne Rücksicht auf die Anwohner. Schlägertrupps bedrohen Nachbarn, die zu den Behörden gehen, um sich zu beschweren. Die schlechte Luft hat bei vielen Kindern in der Nachbarschaft für Atemwegserkrankungen gesorgt. „In der westlichen Welt sehen sie Asien gern als einen Ort, wo die Menschen das weggeworfene Plastik auseinanderklauben und den guten Müll wiederverwerten. Aber das ist nicht die Wahrheit“, sagt der Geschäftsführer einer australischen Müllverwertungsanlage. Eine der wenigen, die sich an die Gesetze halten. Der Müll made in Germany wird in Malaysia zumeist verbannt, ohne Rücksicht auf die Menschen, die dort leben.

      • Peru: Die Trägerinnen vom Machu Picchu

      Im traditionellen Peru haben die Frauen nun eine der letzten Männer-Bastionen gestürmt: Immer mehr weibliche Trägerinnen helfen den Touristen auf den Machu Picchu. Die Inka-Stätte gilt als meistbesuchtes Reiseziel Südamerikas. Bislang waren es vor allem Männer, die den Touristen das Gepäck trugen. Doch jetzt schleppen auch Frauen die Lasten auf die 4.200 Meter hohe Welterbe-Stätte. Eine von ihren ist Marleni Huilca: "Früher haben wir mit dem Verkauf von Gemüse kaum etwas verdient. Jetzt aber, dank dieser Chance, machen wir viel mehr Geld und das ist gut - gerade für unsere Kinder." Drei Tage dauert es, bis die Touristen und die Trägerinnen auf dem Machu Picchu ankommen. Eine körperlich anstrengende Arbeit, die für die Trägerinnen aber auch eine Art Befreiung ist. 90 Euro pro Woche verdienen sie. Damit sichern sie sich wirtschaftliche Unabhängigkeit und können vor allem ihren Töchtern den Schulbesuch möglich machen. Und sie sind stolz auf das, was sie leisten können.

      • Polen: Das Dorf ohne Jungen

      Wenn der katholische Priester Joachim Augustyniok auf der Kanzel um Gottes Beistand bittet, dann hat er jedes Mal noch einen ganz einfachen Extra-Wunsch: Er bittet um männliche Babys für sein Dorf. Pfarrer Augustyniok predigt in Miesice Odrzanskie, zwei Stunden entfernt von Warschau, einem 300-Seelen-Ort auf dem Land. Und dieser Ort ist besonders: Seit zehn Jahren sind alle Neugeborenen weiblich! Kein einziger Junge wurde geboren. Warum – niemand weiß es! Der Gemeindevorsteher Rajmund Frischko stellt inzwischen eine Belohnung in Aussicht für diejenigen, die das Rätsel lösen können, aber alle Experten sind ratlos. In Miejsce Odrzańskie, werden einfach keine Jungs mehr geboren. Viele Aufgaben, die traditionell eher in Männerhand liegen, müssen jetzt von Frauen und Mädchen erledigt werden. So gründete die freiwillige Feuerwehr jüngst beispielsweise eine reine Mädchen-Brigade.

      • Mexiko: Liebe gegen Hass in zwei getrennten Welten

      Die USA und Mexiko trennen Stacheldraht, Mauern, überfüllte Grenzbrücken, an denen die Wartezeiten - durch die neue Grenzpolitik der Trump-Regierung - immer länger werden. Zeitgleich sind beide Seiten seit jeher eng miteinander verbunden, durch die Menschen, die zwischen den beiden Welten leben. Und diese Verbindungen lassen sich nicht so schnell kappen. Viele Paare an der Grenze müssen Barrieren zwischen Mexiko und den USA überwinden, obwohl sie eigentlich nur wenige Kilometer trennen. Nahum und Mayte sind bereits seit zwei Jahren verlobt und würden gerne heiraten, das geht aber nicht: Mayte darf die amerikanische Seite der Grenze nicht betreten, und eine Hochzeit in Mexiko würde in den USA nicht anerkannt. Ihre Lösung: Eine Hochzeit genau auf der Grenze, direkt am Grenzstein auf der Grenzbrücke, zwischen Asylsuchenden und Menschen vor der Passkontrolle. Pfarrer Ruben traut sie, seit Donald Trump US-Präsident ist, nehmen solche Anfragen deutlich zu, erzählt er uns. Marc und Maria sind bereits seit einem halben Jahr verheiratet und warten noch immer auf die Papiere, um endlich ein gemeinsames Leben in den USA beginnen zu können. Eine Geschichte über Romantik zwischen Stacheldraht und Grenzmauer, die zwei sehr nahe und doch so unterschiedliche Lebensrealitäten zusammenbringt.

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      23:05 - 23:45 Uhr (40 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 16.12.2019