• 10.11.2015
      07:30 Uhr
      Aktion Syrer retten Aus der Reihe "Gott und die Welt" | tagesschau24
       

      Der Hamburger Arzt Thomas Dreyer will nicht mehr länger tatenlos zusehen, wenn Menschen auf der Flucht im Mittelmeer ertrinken. Nach dem Hilferuf eines Syrers beschließt er, ihm eine legale und sichere Flucht aus Damaskus nach Hamburg zu ermöglichen - mit Visum und Flugticket. Martin Keune hat den Verein Flüchtlingspaten Syrien gegründet, um die hohen Kosten auf mehrere Schultern zu verteilen. Der Film zeigt, wie groß das bürgerschaftliche Engagement ist, aber auch, wie schwer es die Politik den Helfern macht. Wird es Martin Keune und Thomas Dreyer gelingen, Flüchtlinge aus der Hölle Syriens herauszuholen?

      Dienstag, 10.11.15
      07:30 - 08:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo HD-TV

      Der Hamburger Arzt Thomas Dreyer will nicht mehr länger tatenlos zusehen, wenn Menschen auf der Flucht im Mittelmeer ertrinken. Nach dem Hilferuf eines Syrers beschließt er, ihm eine legale und sichere Flucht aus Damaskus nach Hamburg zu ermöglichen - mit Visum und Flugticket. Martin Keune hat den Verein Flüchtlingspaten Syrien gegründet, um die hohen Kosten auf mehrere Schultern zu verteilen. Der Film zeigt, wie groß das bürgerschaftliche Engagement ist, aber auch, wie schwer es die Politik den Helfern macht. Wird es Martin Keune und Thomas Dreyer gelingen, Flüchtlinge aus der Hölle Syriens herauszuholen?

       

      Der Hamburger Arzt Thomas Dreyer will nicht mehr länger tatenlos zusehen, wenn Menschen auf der Flucht im Mittelmeer ertrinken. Nach dem Hilferuf eines Syrers beschließt er, ihm eine legale und sichere Flucht aus Damaskus nach Hamburg zu ermöglichen - mit Visum und Flugticket. Dafür muss Dreyer eine Erklärung abgeben, die ihn verpflichtet, unbegrenzt lange alle Lebenshaltungskosten des Flüchtlings zu übernehmen. Das ist ein unübersehbar hohes finanzielles Risiko, das Dreyer nicht allein tragen kann. Deshalb steht ihm eine Kirchengemeinde zur Seite.

      Auch in Berlin bürgt ein Deutscher für Syrer, um sie auf legalem Weg aus dem Krieg ins sichere Deutschland zu bringen. Martin Keune hat den Verein Flüchtlingspaten Syrien gegründet, um die hohen Kosten auf mehrere Schultern zu verteilen. Mit seiner Unterschrift hat er ein altes Ehepaar aus dem vom IS bedrohten Qamishli in Syrien nach Berlin geholt, zahlt ihnen die Wohnung, gibt Deutschunterricht und hilft ihnen, sich in Berlin einzuleben.
      Sogar dann noch, wenn die Flüchtlinge Asyl bekommen haben, müssen die deutschen Helfer weiter zahlen, sie sind lebenslang in der Pflicht. Ein Dilemma: Um ein Leben aus dem Krieg zu retten, müssen die deutschen Helfer fast unmöglich hohe Hürden nehmen.

      Die Flüchtlingspaten kritisieren die Politik als scheinheilig. Europa schotte sich mit Natodraht, Militärbooten im Mittelmeer und neuen Grenzkontrollen weiter ab, gleichzeitig wachse die Empörung über kriminelle Schlepper. Der einzige legale und sichere Weg, Flüchtlinge per Verpflichtungserklärung und Visum zu holen, bürde ihnen, den privaten Helfern, das gesamte Risiko auf. Der Staat ziehe sich aus der Verantwortung. Viele Bundesländer wollen dieses Rettungsprogramm für Syrer zudem in diesem Jahr beenden.

      Die Autorinnen Edith Beßling und Yasemin Ergin haben die dramatischen Rettungsaktionen über Monate mit der Kamera begleitet. Entstanden ist eine sehr persönliche Reportage über zwei mutige Menschen, die viel riskieren, um Gutes zu tun. Der Film zeigt, wie groß das bürgerschaftliche Engagement ist, aber auch, wie schwer es die Politik den Helfern macht. Wird es Martin Keune und Thomas Dreyer gelingen, Flüchtlinge aus der Hölle Syriens herauszuholen?

      Film von Edith Beßling und Yasemin Ergin aus der Reihe "Gott und die Welt"

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      Dienstag, 10.11.15
      07:30 - 08:00 Uhr (30 Min.)
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