• 23.04.2019
      21:27 Uhr
      Kindertafel: Haben unsere Kinder nicht genug zu essen? Eine Reportage von Diana Ahrabian | tagesschau24
       

      Für den ersten Hunger stehen schon Schüsseln mit Gemüse und Obst bereit. Ein warmes Mittagessen gibt es um 14 Uhr, wenn alle da sind. Viele Kinder haben noch nichts gegessen, bevor sie mittags zur Wuppertaler Kindertafel kommen. Warum ist das so? Warum bekommen Kinder in Deutschland nicht genug zu essen?

      Dienstag, 23.04.19
      21:27 - 22:00 Uhr (33 Min.)
      33 Min.

      Für den ersten Hunger stehen schon Schüsseln mit Gemüse und Obst bereit. Ein warmes Mittagessen gibt es um 14 Uhr, wenn alle da sind. Viele Kinder haben noch nichts gegessen, bevor sie mittags zur Wuppertaler Kindertafel kommen. Warum ist das so? Warum bekommen Kinder in Deutschland nicht genug zu essen?

       

      Für den ersten Hunger stehen schon Schüsseln mit Gemüse und Obst bereit. Ein warmes Mittagessen gibt es um 14 Uhr, wenn alle da sind. Viele Kinder haben noch nichts gegessen, bevor sie mittags zur Wuppertaler Kindertafel kommen. Warum ist das so? Warum bekommen Kinder in Deutschland nicht genug zu essen?

      Bundesweit gibt es etwa 40 Kindertafeln, eine davon befindet sich seit 2007 in Wuppertal, einer Stadt, in der überdurchschnittlich viele Menschen arbeitslos sind und Hartz 4 beziehen. Die Kindertafel liegt gleich neben der Tafel für die Erwachsenen, beide bekommen Lebensmittelspenden von Supermärkten. Ehrenamtliche Helfer kümmern sich um die Kinder, geben ihnen zu essen, spielen mit ihnen und machen Hausaufgabenbetreuung.

      Da ist zum Beispiel der achtjährige Dean, der eigentlich nach der Schule lieber nach Hause als zur Tafel möchte, was seine alleinerziehende Mutter nicht erlaubt. Jasmin ist ebenfalls acht Jahre alt und ein kleines Mathegenie. Wenn sie gefördert würde, könnte sie das Abitur schaffen, sagen die ehrenamtlichen Helfer der Kindertafel. Und Nettmia kommt eigentlich immer ausgehungert bei der Tafel an. "Wuppertal ist relativ strukturschwach, wir haben eine relativ große Arbeitslosigkeit und wir haben dementsprechend ein höheres Armutsrisiko bei Kindern", erklärt Miriam Kusebauch, die Leiterin der Kindertafel. Manchmal seien den Eltern oder alleinerziehenden Müttern die Verpflegungskosten in der Schule einfach zu hoch oder aber sie haben keinen Platz in der Ganztagesbetreuung der Schule bekommen. Daher müssen sie zur Kindertafel gehen.
      Autorin Diana Ahrabian zeigt in ihrer Reportage eindrücklich, welche Probleme die Kinder der Wuppertaler Kindertafel haben und was sie sich vom Leben wünschen.

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