• 17.12.2018
      23:52 Uhr
      Wo ist mein Kind? Zwangsadoptionen in der DDR | tagesschau24
       

      Heidi schließt ihre Tochter Maria in die Arme. 37 Jahre lang konnte sie das nicht, ja sie wusste noch nicht einmal, dass Maria lebt. Sie dachte, ihr Kind sei wenige Tage nach der Geburt gestorben. So wurde es ihr gesagt - das war 1981. Die DDR stellte sich damals gern als Vorzeigestaat bei der Kinder- und Familienpolitik dar.

      Warum wurden Eltern ihre Kinder weggenommen? Wer hat sie bekommen? Ist es denkbar, dass die DDR Kinder in den Westen "verkauft" hat? Und warum haben es Betroffene heute so schwer, ihre Angehörigen wiederzufinden?

      Montag, 17.12.18
      23:52 - 00:22 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Heidi schließt ihre Tochter Maria in die Arme. 37 Jahre lang konnte sie das nicht, ja sie wusste noch nicht einmal, dass Maria lebt. Sie dachte, ihr Kind sei wenige Tage nach der Geburt gestorben. So wurde es ihr gesagt - das war 1981. Die DDR stellte sich damals gern als Vorzeigestaat bei der Kinder- und Familienpolitik dar.

      Warum wurden Eltern ihre Kinder weggenommen? Wer hat sie bekommen? Ist es denkbar, dass die DDR Kinder in den Westen "verkauft" hat? Und warum haben es Betroffene heute so schwer, ihre Angehörigen wiederzufinden?

       

      Heidi schließt ihre Tochter Maria in die Arme. 37 Jahre lang konnte sie das nicht, ja sie wusste noch nicht einmal, dass Maria lebt. Sie dachte, ihr Kind sei wenige Tage nach der Geburt gestorben. So wurde es ihr gesagt - das war 1981. Die DDR stellte sich damals gern als Vorzeigestaat bei der Kinder- und Familienpolitik dar.

      Auch Andreas Laake hat seinen Sohn wiedergefunden - 29 Jahre nachdem ein DDR-Gericht festgelegt hatte, dass sein Neugeborener zur Adoption freigegeben werden darf. Andreas Laake hatte kein Recht auf Widerspruch - er saß wegen Republikflucht im Gefängnis. "Da war jemand am Telefon, und ich hab ihn nur atmen gehört. Da hab ich gefragt: Bist du Marko? - Ja - Und ich hab weiter gefragt: MEIN Marko? Und danach haben wir eine halbe Ewigkeit nicht weitersprechen können."

      Zwei Beispiele von vielen. Manche rechnen mit einigen Hundert Fällen, andere sprechen von 8 000 - 10 000 Kindern, die zu DDR-Zeiten ihren Eltern weggenommen und an andere, oft linientreue Ehepaare weitergegeben wurden.

      Die Interessengemeinschaft "Gestohlene Kinder der DDR" verlangt jetzt in einer Petition an den Bundestag, die Aufklärung solcher Fälle zu erleichtern. Hat es das wirklich gegeben? Warum wurden Eltern ihre Kinder weggenommen? Wer hat sie bekommen? Ist es denkbar, dass die DDR Kinder in den Westen "verkauft" hat? Und warum haben es Betroffene heute so schwer, ihre Angehörigen wiederzufinden?

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