• 09.06.2013
      20:30 Uhr
      Deutschland, deine Krimis (3/3) Thema: Historische Fernseh Highlights | tagesschau24
       

      Knapp ein Jahr nach dem Fall der Mauer im November 1989 kam es auf den Fernsehschirmen in Deutschland West und Deutschland Ost zu einem denkwürdigen Ereignis: Die "Tatort"-Kommissare Horst Schimanski (Götz George) und Christian Thanner (Eberhard Feik) spielen zusammen mit den DDR-"Polizeiruf 110" Kommissaren Leutnant Thomas Grawe (Andreas Schmidt-Schaller) und Hauptmann Peter Fuchs (Peter Borgelt) in der gemeinsamen Produktion "Unter Brüdern".
      Die populärsten Kommissare aus Ost und West in einem Film - eine filmische Wiedervereinigung der besonderen Art.

      Sonntag, 09.06.13
      20:30 - 21:13 Uhr (43 Min.)
      43 Min.
      VPS 20:15
      Stereo

      Knapp ein Jahr nach dem Fall der Mauer im November 1989 kam es auf den Fernsehschirmen in Deutschland West und Deutschland Ost zu einem denkwürdigen Ereignis: Die "Tatort"-Kommissare Horst Schimanski (Götz George) und Christian Thanner (Eberhard Feik) spielen zusammen mit den DDR-"Polizeiruf 110" Kommissaren Leutnant Thomas Grawe (Andreas Schmidt-Schaller) und Hauptmann Peter Fuchs (Peter Borgelt) in der gemeinsamen Produktion "Unter Brüdern".
      Die populärsten Kommissare aus Ost und West in einem Film - eine filmische Wiedervereinigung der besonderen Art.

       

      Sie führte zusammen, was sich seit 1957 parallel, aber nicht unabhängig voneinander, über drei Jahrzehnte hinweg im Fernsehen der beiden deutschen Staaten zur Freude des Publikums entwickelt hatte.
      Begonnen hatte die Tradition der eigenständigen deutschen Fernsehkrimis 1957 mit zwei Hamburger Journalisten, Wolfgang Menge und Jürgen Roland. Sie berichteten in fiktionaler Form über die Arbeit der Polizei und begründeten damit ein Genre, das bis heute weltweit hohes Ansehen genießt: der deutsche Fernsehkrimi. "Stahlnetz" war von Anfang an ein Straßenfeger - in Ost und West.
      Das Fernsehen der DDR in Berlin Adlershof reagierte schnell auf diesen Erfolg und schuf das ostdeutsche Pendant "Blaulicht". Ebenfalls eine fiktionale Serie, die über die Arbeit der Volkspolizei berichtete. "Blaulicht" hatte in der DDR eine ähnlich hohe Zuschauerakzeptanz wie "Stahlnetz".
      Zwei große Unterschiede der beiden Formate gab es jedoch: "Stahlnetz" berichtete über die Kriminalität des Wirtschaftswunderlandes und "Blaulicht" über die Kriminalität, die aus dem Westen in den Osten schwappte, denn als überlegene Gesellschaftsform gab es keine systemimmanente Kriminalität. Eine ideologische Vorgabe, die sich schnell zum Bumerang entwickelte, als die DDR unter dem Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht die Mauer, die fortan Deutschland trennte, bauen ließ. Den Machern ging schlicht und einfach der Stoff aus. Die Krimis Made in DDR beschäftigten sich fortan nur noch mit Kaninchendiebstahl oder leicht verwirrten Einzeltätern.

      Film von Thomas Hausner - Aus der Reihe "Fernsehlieblinge"

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