• 08.06.2013
      11:30 Uhr
      Weltbilder Auslandsmagazin mit Julia-Niharika Sen | tagesschau24
       

      Themen:

      • Tschechien: Hochwasserlage angespannt
      • Vietnam: die blutige Spur der Nashorn-Mafia
      • Afghanistan: Herat unter dem Einfluss Teherans
      • Polen: Aus für die Danziger Werft?
      • Türkei: was steckt hinter den Protesten?

      Samstag, 08.06.13
      11:30 - 12:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Themen:

      • Tschechien: Hochwasserlage angespannt
      • Vietnam: die blutige Spur der Nashorn-Mafia
      • Afghanistan: Herat unter dem Einfluss Teherans
      • Polen: Aus für die Danziger Werft?
      • Türkei: was steckt hinter den Protesten?

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Julia Sen
      Redaktion Claudia Buckenmaier Christiane Justus

      Tschechien: Hochwasserlage angespannt
      Tschechien kämpft gegen das schlimmste Hochwasser seit mehr als zehn Jahren. Der Notstand ist längst ausgerufen, und noch scheint der Höhepunkt der Flut noch nicht überstanden. Experten des tschechischen Wetterdienstes warnen, dass die Elbe im Laufe des Dienstag auf einen Pegel von bis zu elf Metern steigen könnte. Eine extreme Gefährdung. Neben den zahlreichen Kellern und Erdgeschossen, Straßen und Feldern steht auch die berühmte Prager Innenstadt bereits unter Wasser.

      Polen: Werft Danzig vor dem Aus?
      Die ukrainischen Eigentümer der angeschlagenen Danziger Werft hoffen auf mehrere Hundert Millionen Zloty Hilfe vom polnischen Schatzministerium. Denn im Augenblick haben sie nicht genug Geld, um die Löhne der Mitarbeiter zu zahlen. Am Zahltag hatten die Mitarbeiter statt ihrer Löhne nur das Versprechen erhalten, ihr Geld in Raten zu bekommen. Die erste sollte es am 17. Mai geben, obwohl die Firmenkasse leer ist. Aber daraus wurde nichts. Die Betriebsorganisation der Solidarnosc ist bereits in den Arbeitskampf getreten. Von privaten Banken sind keine Kredite zu erwarten. Seit Monaten warten Geschäftspartner der Werft und die Sozialversicherung ZUS auf ihr Geld. Die Schiffsbau-Branche steht auch in Polen vor großen Veränderungen, doch die Gewerkschafter wollen die alten Zeiten zurück. Steht die traditionsreiche Werft vor dem Aus?

      Afghanistan: Herat unter dem Einfluss Teherans
      Herat ist eine der friedlichsten Städte in Afghanistan. Dort ist eigentlich kein Platz für religiöse Extremisten. Doch beim Freitagsgebet in der schiitischen Moschee klingt das ganz anders: Die USA seien der Feind der Moslems und Musik sei unislamisch, predigt der Mullah. Es hört sich nach Taliban-Propaganda an, dabei hat dieser Geistliche - wie viele Schiiten - unter den Taliban gelitten. Doch in Herat erzählen sie uns, Mullahs wie er werden vom Iran bezahlt. Sie sollen einen konservativen Islam in die Stadt bringen. Der Iran investiert kräftig in Herat. Allein ins schiitische Zentrum fließen Hunderttausende Dollars. Die Moschee wird ausgebaut, eine Schule entstand. Eine Hilfsorganisation kümmert sich um die Armen. Auch eine Buchhandlung ist mit iranischer Hilfe entstanden. Hier gibt es zwischen einer Menge Kitsch, Kinderbücher über die Geschichte des Irans und Bücher, die den Heiligen Krieg loben. Der Buchhändler sagt es auch klar: Wenn es sein muss, werde wieder ein Heiliger Krieg geführt. In Afghanistan geht es längst um Macht und Einfluss. Der Iran will nicht zulassen, dass sich der Westen - besonders die USA - dauerhaft in Afghanistan breit macht. Deswegen werden sogar Waffen an die einst verfeindeten Taliban geliefert.

      Vietnam: Der Nashornmafia auf der Spur
      Sie werden abgeschlachtet in Südafrika. In Vietnam wandert ihr Horn für viele Tausend Dollar über die Ladentheke, wird dann in eigens dafür hergestellten Tellern pulverisiert und soll gegen Krebs helfen, hohes Fieber senken und potent machen. Doch die Nashörner fallen einem furchtbaren Irrglauben zum Opfer. Denn ihr Horn besteht aus demselben Stoff wie menschliche Fuß- und Fingernägel und ist wirkungslos. 2012 wurden in Afrika 668 Tiere gewildert und abgeschlachtet.

      Türkei: Proteste in Istanbul
      Die Bilder vom Taksim-Platz in der Innenstadt Istanbuls sehen nach Krieg aus: ausgebrannte Fahrzeuge, Absperrungen, überall Polizei und Sicherheitskräfte. In mehreren türkischen Großstädten liefern sich Demonstranten und Polizisten Straßenschlachten. Wogegen richtet sich die Wut der Türken? Warum geht die Polizei so radikal vor? Die Proteste hatten vor einer Woche mit Kundgebungen gegen die Errichtung eines Einkaufszentrums - dem ein Park weichen sollte - beim Taksim-Platz im Herzen Istanbuls begonnen. Aber mittlerweile zeigt sich: Es geht hier um viel mehr. Diejenigen, die nicht hinter der Regierungspartei von Ministerpräsident Erdogan stehen, fühlen sich drangsaliert und in ihren Bürgerrechten beschnitten.

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      Samstag, 08.06.13
      11:30 - 12:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

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