• 15.05.2013
      00:45 Uhr
      alpha-Österreich: Frage China - Frage Österreich Das Qi | ARD-alpha
       

      Das Qi ist ein fundamentales Konzept der chinesischen Kultur und Philosophie. In der Vorstellung des Daoismus ist das Dao der unerkennbare und unnennbare unpersönliche Urgrund allen Seins. Man stellt sich dabei den Entstehungsprozess der Welt als eine Verdichtung oder dunsthafte Verdunkelung des Qi vor. Aus diesem einheitlichen, alles durchdringenden Stoff entstehe Leben durch Ansammlung dieses Stoffes. Das Qi bildet die Grundlage des religiösen Denkens im Daoismus. Der Daoismus kennt als letzte Wirklichkeit keinen Schöpfergott, sondern nur das Unnennbare, das in der Kraft Qi in die fassbaren Dinge übergeht.

      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 15.05.13
      00:45 - 01:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Das Qi ist ein fundamentales Konzept der chinesischen Kultur und Philosophie. In der Vorstellung des Daoismus ist das Dao der unerkennbare und unnennbare unpersönliche Urgrund allen Seins. Man stellt sich dabei den Entstehungsprozess der Welt als eine Verdichtung oder dunsthafte Verdunkelung des Qi vor. Aus diesem einheitlichen, alles durchdringenden Stoff entstehe Leben durch Ansammlung dieses Stoffes. Das Qi bildet die Grundlage des religiösen Denkens im Daoismus. Der Daoismus kennt als letzte Wirklichkeit keinen Schöpfergott, sondern nur das Unnennbare, das in der Kraft Qi in die fassbaren Dinge übergeht.

       

      Im westlichen Kulturkreis hatten die alten Griechen eine ähnliche Erklärung des Lebens: das "Panta Rhei". Der griechischen Philosoph Heraklit prägte den Begriff, der übersetzt, "alles fließt" bedeutet. Er verstand darin die Einheit aller Dinge.

      Auch in der heutigen Philosophie und Psychotherapie ist diese Tradition erkennbar. Österreichische Psychotherapeuten entwickelten die sogenannte Körperpsychotherapie. Wilhelm Reich war ein bekannter Begründer dieser Therapie. Diese besagt, dass psychische Probleme entstehen, wenn der Energiefluss blockiert wird.
      Alles was lebt, lebt nur durch das Qi. Zuweilen wird das Qi auch mit "Energiefluss", "Luft" oder "Atem" übersetzt. Das Atmen ist ein zentrales Element der überlieferten Trainingsmethoden wie Taiji und Qigong. In China sieht man am Morgen und am Abend viele Menschen auf öffentlichen Plätzen bei ihren Qi-Übungen. Ältere Menschen halten dadurch ihren Körper in Schwung und tanken Energie. Auch im westlichen Kulturkreis ist die positive Wirkung von Taiji und Qigong bekannt. Viele Menschen in Österreich praktizieren die Übungen regelmäßig. Bekannt ist auch Feng Shui. Ziel von Feng Shui ist eine Harmonisierung des Menschen mit seiner Umgebung.

      Zu Gast im Studio von CRI in Beijing ist Che Nainiang vom chinesischen Verband des Daoismus. Im Studio in Wien sind die Gesundheitspsychologin und Psychotherapeutin Charlotte Mitsch und der Leiter der österreichischen Taiji & Qigong Gesellschaft Frank Ranz zu Gast.

      In der Sendereihe: "Frage China! - Frage Österreich!" diskutieren Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Forschung über Bildungsthemen in China und Österreich. Das chinesisch-österreichische Diskussionsforum soll zu einem größeren Verständnis der beiden Kulturkreise beitragen.

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