• 01.12.2012
      22:00 Uhr
      puzzle Viele Kulturen - ein Land - Moderation: Özlem Sarikaya | ARD alpha
       

      Themen:

      • Wohnzimmer-Erwartungen - Das Jugendprojekt "CariMigra" in Nürnberg
      • Die letzte Reise zurück - Migranten und ihre letzten Ruhestätten
      • Nah am Publikum - Der Straßenmusiker Alex Jacobowitz
      • Expedition zu den Polen - Der Kabarettist Steffen Möller
      • 20 Jahre Lichterkette - Ein Gespräch mit Peter Probst

      Samstag, 01.12.12
      22:00 - 22:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Wohnzimmer-Erwartungen - Das Jugendprojekt "CariMigra" in Nürnberg
      • Die letzte Reise zurück - Migranten und ihre letzten Ruhestätten
      • Nah am Publikum - Der Straßenmusiker Alex Jacobowitz
      • Expedition zu den Polen - Der Kabarettist Steffen Möller
      • 20 Jahre Lichterkette - Ein Gespräch mit Peter Probst

       
      • Wohnzimmer-Erwartungen - Das Jugendprojekt "CariMigra" in Nürnberg

      Kuckucksuhr oder Hirschkopf? Wie sieht ein typisch deutsches Wohnzimmer aus? Der Nürnberger Theaterpädagoge Jean-François Drozak bringt jugendliche Migranten und deutsche Familien zusammen - mit überraschenden Erkenntnissen.
      Viel wissen Migranten und Deutsche nicht voneinander. Das stellt Jean-François Drozak immer wieder fest. Deshalb hat der Theaterpädagoge das Projekt "CariMigra" entwickelt, das junge Migranten an Nürnberger Hauptschulen mit Orten vertraut machen soll, die ihnen unbekannt sind: mit dem Staatstheater, dem Rathaus oder den Wohnzimmern deutscher Familien zum Beispiel. Drozak kann sich gut in seine Schützlinge hineinversetzen, denn als "belgo-brasilianischer Bayer", wie er sich selbst nennt, hat er erfahren, wie es ist, sich in verschiedenen Kulturen zurechtzufinden. Durch sein Projekt, das 2010 mit dem Zukunftspreis der Nürnberger Sparda-Stiftung ausgezeichnet wurde, will der 38-Jährige den Jugendlichen das Gefühl des Fremdseins nehmen und Orientierungshilfen bieten.

      • Die letzte Reise zurück - Migranten und ihre letzten Ruhestätten

      Meist ist es der Ort der Kindheit, an dem Einwanderer der ersten Generation beerdigt werden wollen. Ihren Kindern und Enkeln stellt sich die Frage nach der letzten Ruhestätte dagegen zunehmend anders. Als Hüseyin Demirkol 1968 als Gastarbeiter aus der Türkei nach Deutschland kam, hätte er nicht gedacht, dass er für den Rest seines Lebens hierbleiben würde. Der Ort seiner letzten Ruhe soll jedoch ein anderer sein: Demirkol möchte in der Türkei begraben werden - in der Nähe seiner Vorfahren, seiner Eltern und seiner Frau. Das, so sagt er, gebiete ihm seine Kultur. Wie viele Einwanderer der ersten Generation zahlt er in den Bestattungsfonds eines türkisch-islamischen Verbandes ein. Sein Sohn Yusuf tut das nicht. Der Filialleiter einer Münchner Bank ist in Deutschland geboren und hat zusammen mit seiner Frau für sich entschieden, sich hier bestatten zu lassen. Ihm ist wichtig, dass seine hier aufgewachsenen Töchter eines Tages sein Grab besuchen können.

      • Nah am Publikum - Der Straßenmusiker Alex Jacobowitz

      Nicht nur sein Instrument erregt Aufsehen: Der Marimba-Virtuose Alex Jacobowitz begeistert die Menschen. Vor 30 Jahren hat der Orchestermusiker den Konzertsaal gegen die Straßen der Welt eingetauscht - wegen der Nähe zum Publikum. Alex Jacobowitz ist ein Kosmopolit. Er liebt die Freiheit, mit seinem riesigen Instrument durch die Welt zu reisen und die Menschen mit seiner außergewöhnlichen Musik zu berühren: mit Stücken von Bach oder Beethoven über Tango und Flamenco bis hin zu Klezmer, für Marimbaphon arrangiert und mit zwei wirbelnden Schlägelpaaren mitreißend interpretiert.

      • Expedition zu den Polen - Der Kabarettist Steffen Möller

      Ein bisschen "Exotik", das war es, was Steffen Möller suchte, als er sich 1993 zu einem Polnischkurs in Krakau anmeldete. Was er fand, war eine Lebensaufgabe: Als Kabarettist bringt der Wuppertaler heute ganz Polen zum Lachen. Zwischen Hoher Tatra und Ostsee, Oder und Frischem Haff ist Steffen Möller ein preisgekrönter Star: Im polnischen Fernsehen spielte er in der populären Telenovela "L wie Liebe" sieben Jahre lang einen trotteligen deutschen Kartoffelbauern. Diese Rolle und seine regelmäßigen Auftritte in der wöchentlichen Comedyshow "Europa lässt sich mögen" machten ihn im ganzen Land bekannt.

      • 20 Jahre Lichterkette - Ein Gespräch mit Peter Probst

      20 Jahre ist es her, dass in Rostock und Mölln Häuser von Asylbewerbern und Migranten brannten. Gegen die massive fremdenfeindliche Gewalt formierte sich damals eine weltweit beachtete Protestinitiative: die Münchner Lichterkette. Es blieb nicht bei dem einen Zeichen, das mehr als 400.000 Bürger am 6. Dezember 1992 in München setzten. Die Idee, mit Lichtern in den Händen gegen Fremdenhass und Rechtsradikalismus zu demonstrieren, fand auch in anderen Städten Nachahmung.

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      Samstag, 01.12.12
      22:00 - 22:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

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