• 29.08.2012
      14:15 Uhr
      Die Donau (1/7) Von der Quelle bis Ulm - Thema: "Donau" | ARD-alpha
       

      Im ersten Teil Reise von der Quelle der Donau in Donaueschingen bis Ulm: Vorstellung von Land und Leuten mit Landschaftsaufnahmen und Begegnungen und Gesprächen mit Menschen entlang der Donau. "Brigach und Breg bringen die Donau zuweg", so lernt man's in der Schule, aber so einfach ist es nicht, den der dritte Quellfluss ist die Donau selbst, die im Schlosspark von Donaueschingen entspringt und dort als kleines Bächlein nach 200 Metern in die Brigach sprudelt. Diese Donauquelle haben die Kelten verehrt die dem Fluss den Namen ihrer Muttergottheit gaben.

      Mittwoch, 29.08.12
      14:15 - 15:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Im ersten Teil Reise von der Quelle der Donau in Donaueschingen bis Ulm: Vorstellung von Land und Leuten mit Landschaftsaufnahmen und Begegnungen und Gesprächen mit Menschen entlang der Donau. "Brigach und Breg bringen die Donau zuweg", so lernt man's in der Schule, aber so einfach ist es nicht, den der dritte Quellfluss ist die Donau selbst, die im Schlosspark von Donaueschingen entspringt und dort als kleines Bächlein nach 200 Metern in die Brigach sprudelt. Diese Donauquelle haben die Kelten verehrt die dem Fluss den Namen ihrer Muttergottheit gaben.

       

      Plinius hat sie beschrieben und über Jahrhunderte war sie für das Haus Fürstenberg auch geographische Manifestation der politischen Bindung an Wien und Habsburg als Mitglied der Donaumonarchie, wie uns Erbprinz Heinrich von Fürstenberg erzählt.

      Von den vielen Mühlen, die die Donau und ihre Nebenflüsse einmal angetrieben haben gibt es nur noch eine einzige bei Geisingen. Den Müller befällt beim Betrachten des fließenden Wassers das gleiche Fernweh wie den Bruder Schneider im Kloster Beuron. Die Gegend um Beuron ist der wildromantische Höhepunkt des Donaudurchbruchs, mit dem sich der Fluss auf der Strecke von Geisingen nach Sigmaringen 200 Meter tief in die Hochfläche der schwäbischen Alb eingegraben hat, eingesäumt von Burgen, Schlössern und bizarren Felsen. In weiten Teilen Naturschutzgebiet mit allen Nachteilen für die Bauern, die mit dem Leben am Fluss verwachsen sind und heute noch ihre Kühe über die Donau zur Weide treiben.

      Fischreich ist das Wasser und trinkbar, auch Gründe für die Mönche von Beuron sich hier trotz Hochwassergefahr anzusiedeln. Und Grund zur Freude für einen ortsansässigen Fliegenfischer, der vor allem die Äsche schätzt. Schiffbar ist die Donau ab Ulm, das heißt korrekt erst ab Kelheim. Von Ulm aus ist sie nur mit sehr flachen Schiffen befahrbar, die als Ulmer Schachteln in die Geschichte eingingen. Von den Waren, die Ulmer Schachteln nach Wien und Ungarn gebracht haben erzählt uns ein Mitglied der Ulmer Schifferzunft. Und von den vielen Auswanderern, die vor allem im 18. Jahrhundert sich in Ungarn und Rumänien angesiedelt haben, berichten zwei Nachfahren der Ungarndeutschen. Sie sind nach 200 Jahren während der kommunistischen Herrschaft nach Ulm zurückgekehrt, wo einst ihre Vorfahren, versorgt mit Ulmer Zuckerbrot, ihre Reise begonnen hatten. Nachbauten solcher Schiffe fahren jedes Jahr im Sommer beim "Nabada" mit, einem großen Faschingsumzug auf dem Wasser. Bei diesem Spektakel beweisen die Ulmer, dass sie ihrem Wahlspruch "Ulmer Spatze Wasserratze" auch bei zehn Grad Wassertemperatur treu bleiben und sich als Kinder der Donau fühlen, die mit Donauwasser getauft werden.

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      Mittwoch, 29.08.12
      14:15 - 15:00 Uhr (45 Min.)
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