• 30.06.2018
      17:00 Uhr
      alpha Österreich: treffpunkt medizin Atem des Lebens - mit neuer Lunge am Kilimandscharo | ARD-alpha
       

      Im Juni 2017 machte sich eine bislang einzigartige Expedition auf den Weg zum Gipfel des Kilimandscharo, mit 5895 Metern Höhe der höchste Berg des afrikanischen Kontinents. Mit dabei: 10 Menschen, mit tödlichen Lungenerkrankungen. Sie alle leben nur, weil ihnen eine Spenderlunge das Leben gerettet hat."treffpunkt medizin" erzählt die Geschichte dieser Expedition vor allem aber jene von Teilnehmern, die noch vor ein paar Jahren befürchten mussten, dass ihnen der "Atem des Lebens" für immer wegbleibt und die jetzt trotz aller Leiden zum Gipfel vordrangen.

      Samstag, 30.06.18
      17:00 - 17:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      VPS 16:59
      Neu im Programm
      Stereo HD-TV

      Im Juni 2017 machte sich eine bislang einzigartige Expedition auf den Weg zum Gipfel des Kilimandscharo, mit 5895 Metern Höhe der höchste Berg des afrikanischen Kontinents. Mit dabei: 10 Menschen, mit tödlichen Lungenerkrankungen. Sie alle leben nur, weil ihnen eine Spenderlunge das Leben gerettet hat."treffpunkt medizin" erzählt die Geschichte dieser Expedition vor allem aber jene von Teilnehmern, die noch vor ein paar Jahren befürchten mussten, dass ihnen der "Atem des Lebens" für immer wegbleibt und die jetzt trotz aller Leiden zum Gipfel vordrangen.

       

      Im Juni 2017 machte sich eine bislang einzigartige Expedition auf den Weg zum Gipfel des Kilimandscharo, mit 5895 Metern Höhe der höchste Berg des afrikanischen Kontinents. Mit dabei: 10 Menschen, mit tödlichen Lungenerkrankungen. Sie alle leben nur, weil ihnen eine Spenderlunge das Leben gerettet hat."treffpunkt medizin" erzählt die Geschichte dieser Expedition vor allem aber jene von Teilnehmern, die noch vor ein paar Jahren befürchten mussten, dass ihnen der "Atem des Lebens" für immer wegbleibt und die jetzt trotz aller Leiden zum Gipfel vordrangen.

      Einen Berg mit fast 6000 Meter Höhe zu besteigen ist immer eine außergewöhnliche Leistung, aber für jemanden mit einer tödlichen Lungenerkrankung ist es eine Art Wunder. Die Luft oberhalb von 4000 Metern ist wegen des abnehmenden Sauerstoffpartialdrucks so dünn, dass sich auch viele Gesunde fühlen, als wären sie lungenkrank. Und trotzdem schafften acht von zehn Teilnehmern mit einer Spenderlunge den Gipfelsieg.

      Der Hauptprotagonist der Dokumentation, Helmut Steigersdorfer, erreichte noch vor dem Morgengrauen als erster Transplantierter den Gipfel, es hätte ihn aber auch nicht überrascht, wenn er schon auf halbem Wege unter akuter Atemnot gelitten hätte - so wie in seinem früheren Leben, als "seine" Krankheit, die Cystische Fibrose oder auch Mukoviszidose die Lunge fast vollständig zerstörte. In Rückblenden erinnert sich der 42-jährige Oberösterreicher an die Zeit vor der lebensrettenden Lungentransplantation und er erzählt die Geschichte seiner Rückkehr ins Leben und den Aufstieg auf den Kilimandscharo.

      "treffpunkt medizin" erzählt aber auch die Erfolgsgeschichte der Lungentransplantation, die früher ein hochriskanter Eingriff mit zweifelhaften Erfolgsaussichten war und seit einigen Jahren - auch dank neuer, spezieller Operationstechniken - hervorragende Ergebnisse erzielt, mit langfristigen Überlebensraten, die mittlerweile zwischen 80 und 90 Prozent liegen. Während früher deshalb viele Erkrankungen der Lunge ein Todesurteil durch langsames Ersticken waren, können heute immer mehr Menschen durch eine Spenderlunge gerettet werden. Und genau das war auch die Motivation der Ärzte, des Wiener AKH und der medizinischen Universität Wien, die die einzigartige Expedition auf den Kilimandscharo initiierten, planten und gemeinsam mit etwa zwei Dutzend Krankenschwestern und Pflegern durchführten: Das Leben nach einem solchen Eingriff erfordert zwar dauerhafte Medikamenteneinnahme, ist aber trotzdem ein Leben mit erstaunlicher Qualität.

      Immer mehr Menschen treiben mit ihrem Spenderorgan auch Sport - sogar Extremsportarten wie Fallschirmspringen oder auch Bergsteigen in großen Höhen. Wie reagieren die Lungen und der Rest des Körpers auf solche Belastungen? Wie wirken etwa die Medikamente gegen die Abstoßungsreaktionen in großen Höhen? Erstmals wurden diese Fragen in einem großangelegten Experiment erforscht, mit Ultraschalluntersuchungen, Blutabnahmen und zahlreichen weiteren medizinischen Tests während des Aufstiegs zum Gipfel.

      Die Abteilung für Thoraxchirurgie des Wiener AKH unternahm dieses Forschungsabenteuer auch deshalb, weil die Wiener Klinik in den letzten Jahrzehnten eines der weltweit führenden Transplantationszentren geworden ist. Weit mehr als 100 Lungentransplantation werden an der Wiener Universitätsklinik pro Jahr durchgeführt, damit liegt das Spital am Wiener Gürtel weltweit auf dem dritten Platz. Die Teilnehmer wie Helmut Steigersdorfer (auch seine Spenderlunge stammt wahrscheinlich nicht aus Österreich) haben sich deshalb für das einzigartige Experiment (es erfolgte auf freiwilliger Basis und ohne Haftung durch die Klinik) zur Verfügung gestellt.Sie alle haben mit der Transplantation buchstäblich ein neues Leben geschenkt bekommen und wollten nun der medizinischen Wissenschaft etwas zurückgeben und (auch sich selbst!) beweisen, dass der "Atem des Lebens" trotz fremder Lungen auch in großer Höhe und bei extremer Anstrengung funktioniert.

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      Samstag, 30.06.18
      17:00 - 17:45 Uhr (45 Min.)
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