• 14.01.2012
      12:30 Uhr
      alpha-Campus VORLESUNG Von Kriechen bis Galopp: Über die erfolgreiche Bewegung der Gletscher - Dr. Ludwig Braun | ARD alpha
       

      Wie bewegen sich die Eismassen der Gletscher? Wie kommt die Eisbewegung zustande? Welche Auswirkungen hat die Bewegung für die Gletscher und für die Landschaft? Diesen Fragen geht Dr. Ludwig Braun in seinem Vortrag nach.

      Samstag, 14.01.12
      12:30 - 13:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Wie bewegen sich die Eismassen der Gletscher? Wie kommt die Eisbewegung zustande? Welche Auswirkungen hat die Bewegung für die Gletscher und für die Landschaft? Diesen Fragen geht Dr. Ludwig Braun in seinem Vortrag nach.

       

      Als Gletscher werden Eismassen bezeichnet, die sich bewegen. Das Nährgebiet (Akkumulationsgebiet) ist der Bereich des "ewigen" Eises, in dem mehr Schnee fällt, als verdunsten oder abtauen kann. Der gefallene Schnee verdichtet sich dann zu Eis: Unter dem Druck neuer Schichten wird es plastisch und fließt ins Tal. Im Zehrgebiet (Ablationsgebiet), im unteren Bereich des Gletschers, ist das Eis am dünnsten. Im Tal schmilzt es und füllt die Flüsse mit Wasser. Die Eisgeschwindigkeit ist dabei ganz unterschiedlich. Der Große Aletschgletscher in der Schweiz, der längste und flächenmäßig größte Gletscher der Alpen, bewegt sich im Jahr 200 m, während das Amery Ice Shelf in der Antarktis eine Eisgeschwindigkeit von 4700 m pro Jahr hat. In der Eiszeit bis vor ca. 15.000 Jahren war die Landschaft, z.B. im Alpenraum, mit riesigen Gletschern überzogen. Durch die gewaltige Kraft, mit der sich die kilometerdicken Eismassen bewegten, wurden Berge und Täler aufgeschüttet, Seen bildeten sich. Wassergefüllte Senken, eine charakteristische Hügellandschaft und Schotterflächen: das Gebiet der Osterseen südlich des Starnberger Sees ist eine typische Landschaft, die beim Abschmelzen der Gletscher der letzten Eiszeit entstanden ist. Die Reliefformen sind bis heute fast unverändert geblieben. Auch Norddeutschland wurde von Gletschern geprägt, einzelne große, rundliche Steine, so genannte Findlinge, zeugen davon. Die Findlinge waren in den Eismassen der Gletscher eingeschlossen, als das Eis schmolz, blieben sie zurück. Zu den bekanntesten Findlingen zählt der "Alte Schwede", der 1999 in Hamburg in der Elbe gefunden wurde und ca. 360 t wiegt.

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      Samstag, 14.01.12
      12:30 - 13:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

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