• 23.11.2011
      23:00 Uhr
      Orientierung alpha-Österreich | ARD alpha
       

      Themen.

      • Sexueller Missbrauch: Wenn Opfer ihr Schweigen brechen
      • Blindheit als "Strafe der Dämonen"? Hilfe für Blinde in Äthiopien
      • 200 Jahre Franz Liszt - Ein religiöser "Superstar der Romantik"

      Mittwoch, 23.11.11
      23:00 - 23:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Themen.

      • Sexueller Missbrauch: Wenn Opfer ihr Schweigen brechen
      • Blindheit als "Strafe der Dämonen"? Hilfe für Blinde in Äthiopien
      • 200 Jahre Franz Liszt - Ein religiöser "Superstar der Romantik"

       
      • Sexueller Missbrauch: Wenn Opfer ihr Schweigen brechen

      Von sexuellem Missbrauch, begangen an Kindern und Jugendlichen, ist in diesen Tagen wieder oft die Rede, von Missständen in einem ehemaligen Wiener Kinderheim im Schloss Wilheminenberg. Es sind dabei vor allem Fälle von - wie es die Justiz nennt - "schwerem sexuellem Missbrauch", die dabei ans Licht kommen. Doch groß ist die Dunkelziffer, was die Fälle von anderen sexuellen Übergriffen auf Unmündige anbelangt: von 10.000 bis 25.000 Betroffenen reichen da die Schätzungen. Einer der Betroffenen, der sich dazu entschlossen hat, sein Schweigen zu brechen, ist der Oberösterreicher Markus Oirer. "Verletzende Grenzüberschreitungen" hat er als Minderjähriger erlebt und dass kindliche Hilferufe nicht gehört werden. Es hat Jahrzehnte gebraucht, bis er die Übergriffe - geschehen im kirchlichen Umfeld - in Worte fassen und öffentlich benennen konnte: in einem Buch ("Aus Tränen werden Kristalle"), das auch anderen helfen soll, über das "Unfassbare von damals" sprechen zu können.

      • Blindheit als "Strafe der Dämonen"? Hilfe für Blinde in Äthiopien

      Nur etwa hundert Augenärzte für rund 88 Millionen Menschen - so ist die Situation in Äthiopien. Das führt dazu, dass es oft monate- wenn nicht gar jahrelang dauert, bis anstehende Augenoperationen durchgeführt werden können. Was hinzukommt: In der Vorstellungswelt älterer Äthiopier ist Krankheit - auch Blindheit - noch als mögliche "Strafe Gottes" oder "Strafe der Dämonen" existent. "Solide Aufklärung, mehr Augenärzte, raschere Hilfe", das ist das Ziel von Pfarrer Alemo Nega und seiner Mekane-Yesus-Kirche, einer evangelikalen Bewegung, die vor mehr als 50 Jahren aus einer Reformbewegung der traditionsreichen äthiopisch-orthodoxen Kirche entstanden ist. Massive Unterstützung erfährt der engagierte Kirchenmann, dessen fachkundiges Augenärzte-Team kostenfreie Untersuchungen und Operationen im westlichen Hochland von Äthiopien anbietet, durch "Licht für die Welt" in Österreich.

      • 200 Jahre Franz Liszt - Ein religiöser "Superstar der Romantik"

      Franz Liszt: Viele kennen ihn nur als Komponisten romantischer Klavierstücke ("Liebestraum"), doch weniger bekannt ist, dass der Klavier-Virtuose ab 1861 fast zehn Jahre lang vorwiegend in Rom lebte, dort zum "Abbè" geweiht wurde und mit Papst Pius IX. Kontakt pflegte. Für diesen komponierte Liszt eine eigene "Hymne" und war auch sonst kirchenmusikalisch aktiv. In seiner Zeit - im 19. Jahrhundert - war Franz Liszt einer der ersten Künstler im Rang eines "Superstars". Wo er auftrat, flogen ihm die Herzen zu. Und: der Mann aus Raiding - heute ein burgenländischer Ort, damals im ungarischen Kronland des Kaisertums Österreich gelegen - wurde vom Ruf begleitet, ein "Frauenheld" zu sein. Das Wort "Lisztomanie" kreierte der deutsche Dichter Heinrich Heine. Im "Orientierung"-Beitrag über Franz Liszt: die Musikwissenschafterin Cornelia Szabo-Knotik und der Klavierbaumeister und Liszt-Kenner Gert Hecher.

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      Mittwoch, 23.11.11
      23:00 - 23:45 Uhr (45 Min.)
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      Stereo

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