• 05.11.2011
      12:15 Uhr
      alpha-Campus Alles Facebook oder Fake - Sind soziale Netze revolutionär? | ARD-alpha
       

      750 Millionen Menschen sind Mitglied beim größten sozialen Netzwerk der Welt. Es wäre bereits die drittgrößte Nation - wenn es denn eine Nation wäre: Facebook, das Medium, ohne das viele junge Leute kaum mehr den Tag verbringen können.

      Samstag, 05.11.11
      12:15 - 12:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      750 Millionen Menschen sind Mitglied beim größten sozialen Netzwerk der Welt. Es wäre bereits die drittgrößte Nation - wenn es denn eine Nation wäre: Facebook, das Medium, ohne das viele junge Leute kaum mehr den Tag verbringen können.

       

      Erst seit sechs Jahren existiert es, aber seine Bedeutung könnte kaum größer sein: Barak Obama besucht das Unternehmen an seinem Sitz in Kalifornien und scherzt mit dem Gründer Mark Zuckerberg. Und auch andere Netzwerke machen Politik: Twitter, der Dienst für schnelle und kurze Nachrichten, hat nicht nur in Kairo manchem Machthaber den Schlaf geraubt, weil er plötzlich dem Protest eine Stimme verliehen hatte.

      Campus DOKU untersucht, wie das Web 2.0 mit seiner digitalen Wolke unsere Gesellschaft verändert und wie sich unsere Vorstellungen vom Leben dadurch bereits gewandelt haben.

      Der Partyveranstalter Simon Pearce hat auf Facebook fast 1600 Freunde. Für ihn kein Problem, er kennt alle und hat mit allen schon mal ein Wort gewechselt. Welche Rolle die Netzwerke in der arabischen Welt gespielt haben, weiß ein Augenzeuge. Richard Gutjahr ist Blogger und er arbeitet als Journalist. Bloggen und Journalismus, das sind seine Themen und er würde sich wünschen, dass beide Seiten ihre Möglichkeiten besser nutzen würden. Und vor allem mehr miteinander arbeiten.

      Die Literaturwissenschaftlerin Prof. Aleida Assmann sieht in Facebook einerseits eine Form, das menschliche Urbedürfnis nach Gemeinschaft zu bedienen, andererseits einen guten Nährboden für ein neues Menschenbild - eines, das die Fähigkeit zur Empathie und zur Kooperation betont. Die Abkehr vom Begriff Massenmedien hin zu einer interpersonellen Kommunikation beobachtet der Kommunikationswissenschaftler Prof. Hans-Bernd Brosius von der Uni München. Eine verwandte Seite des Netzes beleuchtet der Kommunikationsberater Klaus Eck. Er sieht nicht nur eine Chance für Unternehmen sondern auch für Kunden: Bisher sprachen die Firmen über Werbung zu den Kunden, jetzt können die Kunden antworten - im Internet und alle können es lesen.

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      Samstag, 05.11.11
      12:15 - 12:45 Uhr (30 Min.)
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