• 20.05.2018
      09:45 Uhr
      So isst Israel (1/3) Von der W├╝ste nach Jerusalem | ARD-alpha
       

      Es gibt kaum einen┬ábesseren Zugang zu der reichen Kultur des Landes als ├╝ber ihre K├╝che: Kulinarik ist der T├╝r├Âffner zum Leben in Israel. Wir begeben uns auf filmische Entdeckungsreise mit Tom Franz quer durch ganz Israel. Eineinhalb Jahre arbeitete die Filmemacherin Mica Stobwasser mit Co-Regisseur Louis Saul an der Realisation der Reihe, die ein anderes Israel zeigt, als wir es aus den Nachrichten kennen. In der ersten Folge von "So isst Israel" reist Tom Franz von der W├╝ste Negev nach Jerusalem. Die kulinarische Tour beginnt in einer W├╝stenoase an der S├╝dspitze des Landes: der Dattelplantage des Kibbuz Samar.

      Sonntag, 20.05.18
      09:45 - 10:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Es gibt kaum einen┬ábesseren Zugang zu der reichen Kultur des Landes als ├╝ber ihre K├╝che: Kulinarik ist der T├╝r├Âffner zum Leben in Israel. Wir begeben uns auf filmische Entdeckungsreise mit Tom Franz quer durch ganz Israel. Eineinhalb Jahre arbeitete die Filmemacherin Mica Stobwasser mit Co-Regisseur Louis Saul an der Realisation der Reihe, die ein anderes Israel zeigt, als wir es aus den Nachrichten kennen. In der ersten Folge von "So isst Israel" reist Tom Franz von der W├╝ste Negev nach Jerusalem. Die kulinarische Tour beginnt in einer W├╝stenoase an der S├╝dspitze des Landes: der Dattelplantage des Kibbuz Samar.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Mica Stobwasser
      Louis Saul

      In der ersten Folge von ÔÇ×So isst IsraelÔÇť reist Tom Franz von der W├╝ste Negev nach Jerusalem. Die kulinarische Tour beginnt in einer W├╝stenoase an der S├╝dspitze des Landes: der Dattelplantage des Kibbuz Samar. Die meisten Kibbuzim sind im modernen Israel privatisiert. In Samar wird die sozialistische noch gelebt. ÔÇ×Tu, was dich gl├╝cklich machtÔÇť, lautet das Lebensmotto in Samar. Jeder kann arbeiten, was und wie viel er will, und alle haben eine gemeinsame Kreditkarte. Klingt wie Utopia? Tom hilft bei der Dattelernte und Freiwillige aus Deutschland erz├Ąhlen ihm dabei begeistert, wie das Leben in der W├╝stenkommune funktioniert.

      ├ťber das Essen ├Âffnet Tom Franz auch das Tor zur Heiligen Stadt: Ist Humus, dieses urorientalische Streetfood, eigentlich ein israelisches Essen oder ein arabisches? Mit Dvir Hollander, dem engagierten F├╝hrer durch den Souk der Altstadt kl├Ąrt Tom die Humus-Frage. Sein Fazit: ÔÇ×Gutes Essen vereint die Menschen, es geh├Ârt niemandem!ÔÇť

      ├ťberall ragen die Glaubenssymbole der drei Weltreligionen in den Himmel: Minarette, Kreuze, Kuppeln soweit das Auge reicht: 1200 Synagogen, 158 Kirchen und 73 Moscheen geben ein Gef├╝hl daf├╝r, warum Jerusalem die Heilige Stadt hei├čt. Wo die Wege zu den Heiligt├╝mern der Christen, Muslime und Juden sich kreuzen, liegt das ├ľsterreichische Hospiz mit seinem Wiener Kaffeehaus, ein Ort der Stille. Dort trifft Tom den deutschen Benediktinerpater Nikodemus, seit mehr als zehn Jahren ein ebenso ├╝berzeugter wie kritischer Bewohner der Hauptstadt Israels.

      Pater Nikodemus l├Ądt Tom zum Besuch seines Klosters, der Dormitio Abtei. Das Stammkloster der M├Ânche liegt auf dem Berg Zion, im Nebengeb├Ąude soll Jesus sein letztes Abendmahl eingenommen haben. Alles in Jerusalem scheint irgendwie mit Religion und Politik zu tun zu haben. Tom trifft die ÔÇ×Chefs for PeaceÔÇť, eine Gruppe j├╝discher, christlicher und muslimischer K├Âche, die sich f├╝r den Frieden im Land engagieren. Die renommierten Chefs nutzen ihre Kochkunst, um Menschen unterschiedlichen Glaubens zusammenzubringen und eine Br├╝cke zur gegenseitigen Akzeptanz zu schlagen.

      Am Mahane Yehuda Markt, einem Eldorado orientalischer Gen├╝sse, kocht Shabi, der Chef des Restaurants Azura, traditionelle j├╝dische Shabbat-Gerichte. Auf winzigen Petroleum-Flammen schmelzen k├Âstlich duftende Kube Suppen vor sich hin. Shabi l├Ądt Tom zu einer kulinarischen Probiertour durch den Nahen und Mittleren Osten ein.

      Nur wenige Schritte entfernt tobt die s├Ąkulare Szene der Heiligen Stadt: Das Machneyuda Restaurant ist Keimzelle der jungen wilden K├Âche Israels und der hei├česte ÔÇ×food and entertainment ÔÇô spotÔÇť der Stadt. Das kulinarische Abenteuer endet vor den Toren Jerusalems: nur ein paar Kilometer entfernt landet Tom in einer einzigartigen Naturlandschaft, den Jud├Ąischen H├╝geln. Mittendrin Israels ├Ąltestes Gourmetrestaurant: ÔÇ×Rama`s kitchenÔÇť.

      Der Israelin Rama Ben Zvi gelang es, Tomer Niv als Chefkoch zu gewinnen. Er hat in den besten Restaurants der Welt in Kopenhagen und London gearbeitet. Rama geht es um Harmonie im Leben: Die k├Âstlichen Gerichte haben ihre Wurzeln in der pal├Ąstinensischen K├╝che. Produkte kennen keine nationalen Grenzen, und das Team in Rama┬┤s kitchen auch nicht: Muslime und Juden kochen hier friedlich am selben Herd und schaffen in ihrer K├╝che das, wovon die Weltpolitik seit Jahrzehnten tr├Ąumt: Ein St├╝ckchen Frieden in Nahost.

      alpha-expedition: Israel

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