• 19.02.2011
      13:15 Uhr
      Das Prinzip Lernen (7/7) LernVisionen | ARD-alpha
       

      "Wir müssen lernen, auf neue Weise zu denken", fordert der Quantenphysiker Hans-Peter Dürr. Hier einige Ansätze, die neue Lernwege, Kreativität und Fantasie fördern sollen.

      Samstag, 19.02.11
      13:15 - 13:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      "Wir müssen lernen, auf neue Weise zu denken", fordert der Quantenphysiker Hans-Peter Dürr. Hier einige Ansätze, die neue Lernwege, Kreativität und Fantasie fördern sollen.

       

      Stab und Besetzung

      Redaktion Jörg Lösel

      Lernen - viele verbinden damit nervtötende Paukerei in der Penne. Lernen - wie kann man es in Zukunft attraktiver gestalten? Neue Ansätze gäbe es zuhauf ...

      Ein Ansatz ist die Abkehr vom Frontalunterricht, bei dem der Wissensvermittler den Lernenden gegenübersteht. Heinz Mandl vom Lehrstuhl für Empirische Pädagogik an der Universität München kritisiert an diesem traditionellen Modell, dass sich die Schüler nur passiv und rezeptiv verhalten könnten. So entstehe bei ihnen nur "träges Wissen", das nicht zur Anwendung komme und daher wieder verschwinde. Mandl fordert dagegen einen "konstruktivistischen" Ansatz: Wissen solle vom Lernenden konstruiert werden. Das funktioniere aber nur, wenn er eine aktive, selbstbewusste und kooperative Rolle spielen kann.

      • Kooperativ lernen

      In Finnland sind Konzepte, wie sie Mandl fordert, längst umgesetzt. Seit einigen Jahren richtet sich der Blick zum Dauersieger der PISA-Studien, wenn es um modernen Unterricht geht. In allen Bereichen belegen finnische Schüler Spitzenplätze. Das Land ist das erfolgreichste bei der Integration von lernschwachen Kindern, Defizite werden dort individuell aufgearbeitet. In Finnland gewährt man den Schülern auch mehr Autonomie im "Stundenplan". Sie können selbst entscheiden, wann sie was lernen wollen. Dabei beträgt der Zeitaufwand für Schule und Hausaufgaben im Schnitt 30 Stunden, liegt also unter dem anderer Länder. Und - vielleicht überraschend: der Bildungsetat liegt nur knapp über dem Durchschnitt.

      Finnland achtet in allen Bildungsaspekten auf ein förderndes Klima. Das beginnt schon beim Bau der Schulgebäude, die offen und transparent wirken und den Kindern Freiräume lassen müssen. Ein gesundes und schmackhaftes Schulessen ist selbstverständlich. Besondere Aufmerksamkeit legt man auch auf die Ausbildung der Lehrer. Sie sind frei in der Wahl ihrer Lehrmethoden und sollen den Unterricht möglichst flexibel gestalten. Ein Schlüsselbegriff für finnischen Unterricht ist kooperatives Lernen: Im Klassenzimmer kommen Kinder unterschiedlichen Alters zusammen.

      • Kreativ lernen

      Modelle moderner Pädagogik beschränken sich in Deutschland bislang auf Einzelprojekte. Eines davon wurde am Lehrstuhl für Schulpädagogik der Universität Jena gestartet. 1997 entstand auf dem Gelände eines ehemaligen Umspannwerks die "Imaginata", eine Institution, die mehr auf Fantasie und kreativen Verstandesgebrauch setzt als auf Faktenwissen. Die "Imaginata" ist ein weitläufiger Stationenpark, der zu Spiel und Spaß einlädt. Die Initiatoren des Projekts sind überzeugt davon, dass die Vorstellungskraft die wichtigste geistige Ressource sei. Sie zu fördern, sei die Aufgabe der "Imaginata".

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      Samstag, 19.02.11
      13:15 - 13:45 Uhr (30 Min.)
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