• 14.04.2018
      17:00 Uhr
      treffpunkt medizin Klug und schön im Schlaf? | ARD-alpha
       

      treffpunkt medizin wird ausgehend von der Chronobiologie unseres Körpers in die grundlegendeThematik der Schlafforschung einführen. Die technischen High-EndMöglichkeiten der Patientenüberwachung und deren Schlafarchitektur werden in diversen Schlaflaboren veranschaulicht sowie ein medizinische Klassifizierung der Schlafphasen erklärt. Die psychologische Relevanz des Schlafes wird am Institut für Bewusstseins- und Traumforschung untersucht. Ergänzend zeigt tpm verschiedenste Therapieformen aus Medizin und Psychologie aber auch Physiotherapie.

      Samstag, 14.04.18
      17:00 - 17:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      treffpunkt medizin wird ausgehend von der Chronobiologie unseres Körpers in die grundlegendeThematik der Schlafforschung einführen. Die technischen High-EndMöglichkeiten der Patientenüberwachung und deren Schlafarchitektur werden in diversen Schlaflaboren veranschaulicht sowie ein medizinische Klassifizierung der Schlafphasen erklärt. Die psychologische Relevanz des Schlafes wird am Institut für Bewusstseins- und Traumforschung untersucht. Ergänzend zeigt tpm verschiedenste Therapieformen aus Medizin und Psychologie aber auch Physiotherapie.

       

      Der Schlaf: Philosophen des Altertums sahen in ihm einen Zustand zwischen Leben und Tod, aus dem der Mensch jedes Mal neu geboren wird. Die moderne Wissenschaft ist seiner Funktion für unser körperliches und seelisches Wohlbefinden auf der Spur, wenngleich das Rätsel, warum wir schlafen müssen, noch nicht vollends gelöst ist. Eines ist aber gewiss: Schlafentzug trübt die Lebensqualität erheblich. Und Schlaf ist ein dynamischer Prozess, der von speziellen neuronalen Schaltkreisen im Gehirn geleitet wird. Rund ein Drittel seines Lebens verbringt der Mensch im Schlaf. Ein Neugeborenes hat andere Bedürfnisse als ein Teenager, ein Jugendlicher andere als ein Erwachsener.

      Neben physiologischen Aspekten, dient der Schlaf vor allem auch zur Verarbeitung von Eindrücken und Informationen. Lernen wir also im Schlaf? Und, so wird angenommen, wichtige von unwichtigen Eindrücken werden getrennt, um eine Überladung unseres Gehirns zu vermeiden.

      (Ein)Schlafen wird oft als selbstverständlicher Prozess vorausgesetzt - Tatsache ist aber, jeder Vierte hat Schlafstörungen, die je nach Intensität und Dauer ein Gesundheitsrisiko für Körper und Seele werden können. Die Medizin trägt der Bedeutung des Schlafes mittlerweile umfangreich Rechnung. Dennoch erscheint kollektive Bewusstseinsbildung in Hinblick auf die pathologischen Gefahren, wie auch das physiologische wie psychologische Potential erholsamer Schlafphasen, notwendig. Welche Bedeutung gesunder Schlaf für unser Gleichgewicht und unser Äußeres hat, offenbart sich bei einer entsprechenden Störung: Wir fühlen uns schlapp und ausgelaugt. Die moderne Schlafforschung versucht, hier Diagnosen und Lösungsansätze anzubieten.

      treffpunkt medizin wird ausgehend von der Chronobiologie unseres Körpers in die grundlegendeThematik der Schlafforschung einführen. Die technischen High-EndMöglichkeiten der Patientenüberwachung und deren Schlafarchitektur werden in diversen Schlaflaboren veranschaulicht sowie ein medizinische Klassifizierung der Schlafphasen erklärt. Denn der Schlaf ist kein einheitlicher Zustand, sondern setzt sich aus einzelnen, zyklisch wiederkehrenden Phasen zusammen. Die regenerative Bedeutung des Tiefschlafes - Vorgänge des Körpers und im Gehirn, auch aus der Perspektive der Anästhesie - sowie die intensiven Traumerlebnisse in der REM-Phase werden näher beleuchtet.

      Die psychologische Relevanz des Schlafes wird am Institut für Bewusstseins- und
      Traumforschung untersucht. Die Frage, welchen Stellenwert gesunder Schlaf in der aktuellen Gesellschaft einnimmt, die die natürlichen Rhythmen von Tag und Nacht schon lange ignoriert, stellt sich neu. Berücksichtigt werden hier auch Faktoren wie Alter, Physis und Lebenswandel. Anhand von Beispielen Betroffener werden Schlafstörungen und ihre Folgen - Sekundeschlaf, chronischen Erkrankungen, Depressionen - aufgezeigt und auch der Konflikt zwischem medizinischen Anspruch und tatsächlicher Lebensrealität deutlich. Eine häufige Ursache von Schlafstörungen ist die sogenannte Schlafapnoe (Atemaussetzer in Verbindung mit Schnarchgeräuschen), die durch eine verminderte Sauerstoffzufuhr auch chronische Krankheiten nach sich ziehen kann. Entsprechende Forschungsergebnisse werden vorgestellt.

      Ergänzend zeigt tpm verschiedenste Therapieformen aus Medizin und Psychologie aber auch Physiotherapie („Wie liege ich richtig“),wobei der Fokus auf der nicht-medikativen Behandlung von Schlafstörungen liegt, die in den Alltag integriert werden können, vom Powernapping bis zur Atemübung.

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      Samstag, 14.04.18
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