• 15.04.2018
      11:15 Uhr
      Der Oregon Trail Backroads - Amerikas legendäre Straßen | ARD-alpha
       

      Über den Oregon Trail machten sich die Siedler Mitte des 19. Jahrhunderts auf den Weg nach Westen. Mehr als 400.000 Menschen nahmen monatelange Strapazen im Planwagen in Kauf auf der Suche nach dem erhofften Paradies an der Westküste. Mit der Zeit gelang es den Siedlern, die Strecke stetig zu verbessern und auch zu verkürzen. Filmemacherin Katja Esson zeigt Städte und Ortschaften, die entlang der damals verlegten Eisenbahngleise entstanden und die an die abenteuerliche Besiedlung des Westens erinnern.

      Sonntag, 15.04.18
      11:15 - 12:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Über den Oregon Trail machten sich die Siedler Mitte des 19. Jahrhunderts auf den Weg nach Westen. Mehr als 400.000 Menschen nahmen monatelange Strapazen im Planwagen in Kauf auf der Suche nach dem erhofften Paradies an der Westküste. Mit der Zeit gelang es den Siedlern, die Strecke stetig zu verbessern und auch zu verkürzen. Filmemacherin Katja Esson zeigt Städte und Ortschaften, die entlang der damals verlegten Eisenbahngleise entstanden und die an die abenteuerliche Besiedlung des Westens erinnern.

       

      Über den Oregon Trail machten sich die Siedler Mitte des 19. Jahrhunderts auf den Weg nach Westen. Mehr als 400.000 Menschen nahmen monatelange Strapazen im Planwagen in Kauf auf der Suche nach dem erhofften Paradies an der Westküste. Von Missouri aus ging es durch karge Steppen, über steile Gebirgsketten und durch ausgedehnte Wüsten.

      Nach zwei Dritteln der Strecke trennten sich die Wege. Die Abenteurer und Goldsucher zogen südwärts nach Kalifornien, die Farmer strebten Richtung Norden nach Oregon. Mit der Zeit gelang es den Siedlern, die Strecke stetig zu verbessern und auch zu verkürzen. Die Eisenbahn brauchte der Route dann nur noch zu folgen.

      Filmemacherin Katja Esson zeigt Städte und Ortschaften, die entlang der damals verlegten Eisenbahngleise entstanden und die an die abenteuerliche Besiedlung des Westens erinnern.

      Kaum ein Land ist so berühmt für seine Straßen wie die USA. Endlose Highways ziehen sich wie Lebensadern durch das Land. Wer es eilig hat, nutzt die modernen Autobahnen, die „Interstates“. Was aber gibt es zu entdecken, wenn man sich die Zeit nimmt und den alten legendären Straßen folgt? Regisseurin Katja Esson ist tausende Meilen gereist, um den Mythos der amerikanischen Landstraßen zu „erfahren“. Ob weltberühmt wie die Route 66 oder längst vergessen wie der Mohawk Trail - die legendären Strecken erzählen von der Geschichte und vom Leben der Menschen.

      Noch heute umgibt sie ein Hauch von Abenteuer und Freiheit. Sie zeichnen den Weg der ersten Einwanderer von der Ostküste landeinwärts nach und folgen den Spuren der Siedler durch den Wilden Westen bis ins „gelobte Land" Kalifornien. Eine Reise durch atemberaubende Landschaften, vorbei an alten Diners, Postämtern und Tante-Emma-Läden, verlassenen Minenstädten, wo einst das Leben pulsierte und heute nur noch ein paar Häuser stehen, an schummrigen Spelunken, in denen schon morgens um sieben Uhr zu Cajun-Musik getanzt wird.

      Einst wurden die Straßen entlang der alten Indianerpfade gebaut in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Heute zeugen sie vom industriellen Aufschwung und Niedergang, erzählen von Glücksrittern und Goldsuchern, aber auch von Sklaverei, Rassentrennung und Überlebenswillen: „The land shaped the music and the music shaped the land“, heißt es über den Blues Highway entlang des Mississippi.

      In ihrer fünfteiligen Dokumentation zeichnet Katja Esson ein intimes und humorvolles Stimmungsbild der amerikanischen Provinz. Auf ihrer außergewöhnlichen Reise trifft sie ganz unterschiedliche Menschen, die voller Charme und mit großer Offenheit von ihrem Leben abseits der großen Städte erzählen: Farmer, Kellnerinnen, Aussteiger, Cowboys. Wie zum Beispiel Larry McPhearson: Der inzwischen 80-jährige gehört zu den gut 500 Reitern, die den Mythos des Pony Express' am Leben erhalten.

      McPhearson hat sich in Dayton, Nevada nahe einer ehemaligen Pferdewechsel-Station des Pony Express niedergelassen, um dafür zu sorgen, dass die einst schnellste Postverbindung des 19. Jahrhunderts niemals in Vergessenheit gerät. Oder Geno Delafose aus Louisiana: Er ist Kreole und Cowboy aus Leidenschaft. Nur mit dem Lasso arbeitet er nicht gerne. Denn seine Finger braucht er, um am Wochenende in den Clubs Akkordeon zu spielen. „Work hard, play hard”, lautet sein Credo. Und für Rinker Buck, der im Planwagen den Oregon Trail bereist, steht fest: „Das ist der Geist Amerikas: Zieh los ins Abenteuer! Erst dann wirst du erkennen, wonach du suchst.“

      alpha-expedition

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