• 20.01.2018
      01:40 Uhr
      Kunstraum Holger Dreissig: Eines lässt sich jetzt schon sagen | ARD-alpha
       

      Die im Jahr 2015 entstandene Performance „Eines lässt sich jetzt schon sagen“ ist die letzte von 24 so genannten „Verwaltungs-Performances“, die innerhalb von 24 Jahren von Holger Dreissig und einem Team von Performern entwickelt und zur Realisierung gebracht wurden. Ein monumentales Werk, das alle Bereiche von „Verwaltung“ umfasst und künstlerisch thematisiert. „Die Idee dazu kam mir im Jahr 1991 beim Schwimmen in Kalabrien, weit draußen im Meer. Ich beeilte mich, schnell wieder an Land zu kommen, und schrieb anschließend alles auf: Ein Zyklus von 24 Performances für 24 Stunden.“

      Nacht von Freitag auf Samstag, 20.01.18
      01:40 - 01:55 Uhr (15 Min.)
      15 Min.
      Stereo

      Die im Jahr 2015 entstandene Performance „Eines lässt sich jetzt schon sagen“ ist die letzte von 24 so genannten „Verwaltungs-Performances“, die innerhalb von 24 Jahren von Holger Dreissig und einem Team von Performern entwickelt und zur Realisierung gebracht wurden. Ein monumentales Werk, das alle Bereiche von „Verwaltung“ umfasst und künstlerisch thematisiert. „Die Idee dazu kam mir im Jahr 1991 beim Schwimmen in Kalabrien, weit draußen im Meer. Ich beeilte mich, schnell wieder an Land zu kommen, und schrieb anschließend alles auf: Ein Zyklus von 24 Performances für 24 Stunden.“

       

      Die im Jahr 2015 entstandene Performance „Eines lässt sich jetzt schon sagen“ ist die letzte von 24 so genannten „Verwaltungs-Performances“, die innerhalb von 24 Jahren von Holger Dreissig und einem Team von Performern entwickelt und zur Realisierung gebracht wurden. Ein monumentales Werk, das alle Bereiche von „Verwaltung“ umfasst und künstlerisch thematisiert. „Die Idee dazu kam mir im Jahr 1991 beim Schwimmen in Kalabrien, weit draußen im Meer. Ich beeilte mich, schnell wieder an Land zu kommen, und schrieb anschließend alles auf: Ein Zyklus von 24 Performances für 24 Stunden.“

      Was ist Verwaltung? Diese Frage wurde von Holger Dreissig und seinem Team minutiös angegangen: Zunächst die Bereiche der eigentlichen Verwaltungswelten, mit einem Betriebsausflug, von dem man nicht mehr zurückkommt, dann die Verwaltung des Körpers: Krankheit, Extremzustände, Rausch, körperliche oder geistige Behinderung. Anschließend die Raumfahrt, das am extremsten verwaltete Projekt, das vom Verlassen des Planeten handelt, und schließlich die Verwaltung von Gedanken: die Sprache.

      Das Besondere dieser Performances ist, dass sie jeweils von zum Thema passenden „Experten“ mit realisiert und interpretiert werden, zum Beispiel von einem Mädchen, das unter dem Down-Syndrom litt, einem ex-Junkie, einem Blinden, und im letzten Stück: einer hochschwangeren Frau.

      Bei allen Performances geht es um die Frage, ob man sich dem Verwaltungswahnsinn entziehen kann, was sich verwalten lässt und was nicht: „Das menschliche Dilemma besteht darin, dass wir uns einer Sache habhaft werden wollen, dessen wir nie habhaft werden können, und das ist unser Leben, denn wir werden sterben. Und weil das so ist, versuchen wir, unser Leben zu verwalten, um dadurch scheinbar dem Tod zu entkommen. Durch die Verwaltung versuchen wir, etwas zu kontrollieren, was sich nicht kontrollieren lässt, und das ist das eigentliche Leben, denn nix is fix, wie der Österreicher sagt,“ meint Muriel Aichberger, ein Performer.

      Jede Performance erforderte eine Recherche von einem halben Jahr, anschließend ein weiteres halbes Jahr intensiver Probenarbeit.

      „Für mich waren und sind diese ganzen Verwaltungs-Performances eine Art Zeitreise. Es ist ein Gerüst meines Lebens“, resümiert der Autor und Regisseur Holger Dreissig.

      Von der Idee zum Kunstwerk ist es nicht immer ein leichter Weg - Kunstraum macht diesen Weg transparenter.

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      Nacht von Freitag auf Samstag, 20.01.18
      01:40 - 01:55 Uhr (15 Min.)
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      Stereo

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