• 20.01.2018
      00:45 Uhr
      Kunstraum Zimmer Frei im Hotel Mariandl | ARD-alpha
       

      Seit 15 Jahren beherbergt das denkmalgeschützte Hotel Mariandl in der Goethestraße in München das Künstlerprojekt „Zimmer frei“, das zu einem beliebten Bestandteil der Münchner Ausstellungsszene herangewachsen ist. Internationale KünstlerInnen haben im Oktober 2014 insgesamt 10 Zimmer bezogen und mit ihren Projektionen, Installationen und Performances den Hotellalltag kreativ durcheinander gebracht, wie Rudi Bayer vom Hotel Mariandl begeistert feststellt. Betreut wird die Ausstellung vom Kurator Mehmet Dayi, der jedes Jahr neue Arbeiten auswählt.

      Nacht von Freitag auf Samstag, 20.01.18
      00:45 - 01:00 Uhr (15 Min.)
      15 Min.
      Stereo

      Seit 15 Jahren beherbergt das denkmalgeschützte Hotel Mariandl in der Goethestraße in München das Künstlerprojekt „Zimmer frei“, das zu einem beliebten Bestandteil der Münchner Ausstellungsszene herangewachsen ist. Internationale KünstlerInnen haben im Oktober 2014 insgesamt 10 Zimmer bezogen und mit ihren Projektionen, Installationen und Performances den Hotellalltag kreativ durcheinander gebracht, wie Rudi Bayer vom Hotel Mariandl begeistert feststellt. Betreut wird die Ausstellung vom Kurator Mehmet Dayi, der jedes Jahr neue Arbeiten auswählt.

       

      Seit 15 Jahren beherbergt das denkmalgeschützte Hotel Mariandl in der Goethestraße in München das Künstlerprojekt „Zimmer frei“, das zu einem beliebten Bestandteil der Münchner Ausstellungsszene herangewachsen ist. Internationale KünstlerInnen haben im Oktober 2014 insgesamt 10 Zimmer bezogen und mit ihren Projektionen, Installationen und Performances den Hotellalltag kreativ durcheinander gebracht, wie Rudi Bayer vom Hotel Mariandl begeistert feststellt. Betreut wird die Ausstellung vom Kurator Mehmet Dayi, der jedes Jahr neue Arbeiten auswählt.

      "Die Künstler und Künstlerinnen sollen sich mit den Gegebenheiten des Hotels auseinandersetzen, das Hotel ist kein Museum! Darauf kommt es an. Die Künstler sollen jede Mal auf neue Ideen stoßen, vielleicht auch an ihre Grenzen“, fordert der Kurator.

      Sophia Süßmilch, eine exzentrische Performerin, lädt die Besucher zum Mit-Bewohnen ein: Wir müssen reden, steht an der Eingangstüre. Künstlerbingo. Künstlertreff. Was ist Leben, was ist Kunst?

      Stanislav Vajce hat seine LED-Skulpturen genau an den Stellen aufgehängt, an denen in herkömmlichen Hotelzimmern oft nicht gerade die geschmackvollsten Bilder hängen: über dem Doppelbett, neben dem Waschbecken, über dem Lichtschalter. Seine Arbeiten sind flächig angebrachte LED-Kaskaden, die grobe Bildmuster generieren.

      Sophie Schmidt beschäftigt sich mit dem Schlaf, sie verwandelt sich in einen kafkaesken Schlaf-Käfer und begleitet das Einschlafen nicht mit einem süßen Schlaflied, sondern mit dem Knarzen des Kleiderschranks. Alles ist Maschine: Schlafmaschine. Atem-Maschine. Traum-Maschine. Der Surrealismus wird hier in Szene gesetzt.

      Korbinian Jaud: Minds. Im Bett liegen zwei in Decken eingehüllte Gestalten, darauf projiziert: zwei abgefilmte Gesichter des Künstlers, zwei Ichs, die miteinander sprechen. Links ahnungslos, rechts nicht. Elektronisches Theater. „Zwei Avatare von mir“, meint der Künstler.

      Niko Abramidis ist krank, hat Fieber, liegt im Bett. Nein, er ist nicht krank, aber er beschäftigt sich mit dem Krank-sein, mit Fieber, mit Fieber-wahn und damit, dass auch der Fieberwahn sehr kreativ sein kann. Zwischen-Situation zwischen Wohnen, Arbeiten und krank sein. Arbeiten heißt zeichnen, zeichnen heißt fiebern. Der ideale Ort dafür: Zimmer 12 im Hotel Mariandl.

      Von der Idee zum Kunstwerk ist es nicht immer ein leichter Weg - Kunstraum macht diesen Weg transparenter.

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      Nacht von Freitag auf Samstag, 20.01.18
      00:45 - 01:00 Uhr (15 Min.)
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      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 27.01.2020