• 27.02.2021
      21:50 Uhr
      alpha-retro: "Herzliche Grüße vom Nanga Parbat" (1983) Eine Reiseerzählung aus Pakistan | ARD-alpha
       

      Diese Reiseerzählung ist kein Film über eine Berg-Expedition, sondern beschreibt den 20-tätigen Aufenthalt einer Gruppe um Hermann Magerer und Eugenie Buhl in Pakistan im Jahr 1983, also 30 Jahre nach der Erstbesteigung des Nanga Parbat durch Hermann Buhl. Die Ausgrabungsstätten in Taxila, die Millionenstadt Lahore, der Basar in Peschawar, die Märchenwiese unterhalt des Nanga Parbat auf 3000 Meter Höhe und das Hunzatal sind Stationen dieser Reise.

      Mit Eugenie Buhl, der Witwe von Hermann Buhl, in Pakistan am Nanga Parbat.

      Samstag, 27.02.21
      21:50 - 22:35 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Diese Reiseerzählung ist kein Film über eine Berg-Expedition, sondern beschreibt den 20-tätigen Aufenthalt einer Gruppe um Hermann Magerer und Eugenie Buhl in Pakistan im Jahr 1983, also 30 Jahre nach der Erstbesteigung des Nanga Parbat durch Hermann Buhl. Die Ausgrabungsstätten in Taxila, die Millionenstadt Lahore, der Basar in Peschawar, die Märchenwiese unterhalt des Nanga Parbat auf 3000 Meter Höhe und das Hunzatal sind Stationen dieser Reise.

      Mit Eugenie Buhl, der Witwe von Hermann Buhl, in Pakistan am Nanga Parbat.

       

      Der Nanga Parbat in der Region Kaschmir in Pakistan ist der neunhöchste Berg der Welt und ganz sicher ein Schicksalsberg für deutsche Bergsteiger. 1953 bestieg Hermann Buhl im Alleingang als erster Mensch den Nanga Parbat. Hermann Magerer begab sich 1983 mit einer Reisegruppe nach Pakistan, den Nanga Parbat wollten sie nicht erklimmen, aber einen "kleinen" Fünftausender an der Nordseite dieses Riesen sehr wohl. Mit dabei war auch Eugenie Buhl, die Witwe von Hermann Buhl, der 1957 in den Bergen Pakistans tödlich verunglückte.

      Diese Reiseerzählung ist kein Film über eine Berg-Expedition, sondern beschreibt den 20-tätigen Aufenthalt dieser Gruppe um Hermann Magerer und Eugenie Buhl in Pakistan im Jahr 1983, also 30 Jahre nach der Erstbesteigung des Nanga Parbat. Am Beginn der Reise werden die Ausgrabungsstätten in Taxila besucht, der historischen Hauptstadt des Reiches Gandhara. Anschließend geht es in die Millionenstadt Lahore, Hauptstadt der pakistanischen Provinz Punjab. Lahore hatte damals drei und hat heute elf Millionen Einwohner. Die kaiserlichen Gärten von Shalimar wären ja schön anzuschauen, sagt Magerer, aber es hat dort in diesen Tagen 48 Grad im Schatten. Die Gruppe fuhr weiter nach Peschawar und besuchte dort den weltberühmten Basar. Hermann Magerer meint dazu: "Hier pulsiert orientalisches Leben seit über zweieinhalb Tausend Jahren nahezu unverändert." Dies sagte er mitten auf dem Basar zu Beginn der 1980er-Jahre - und damit noch vor der Zeit des Terrorismus, der diese Gegend der Welt später massiv heimsuchte. Auf dem Karakorum Highway ging es dann per Bus 650 Kilometer weit in Richtung Nanga Parbat: "Diese Fahrt bereichert unsere Phantasie um eine drastische Vorstellung vom Fegefeuer," so Magerer zum Komfort dieser Fahrt. Am Ende der Fahrt geht es zu Fuß weiter. Im Prinzip ginge es von dort, vom Industal aus, quasi in einer Linie bis hinauf zum Gipfel des Nanga Parbat. das wären über 7000 Meter Höhenunterschied. Aber das haben Magerer und seine Gruppe nicht vor, vielmehr geht es um Eindrücke und Erinnerungen, um Geschichte und Geschichten rund um die Erstbesteigung 30 Jahre zuvor. Die Höhe über dem Meeresspiegel, die diese Gruppe dabei maximal erreicht, liegt zwischen 5000 und 6000 Metern - sie ist damit viel höher als der höchste Gipfel der Alpen. Und dann erreichen Sie die berühmte Märchenwiese unterhalb des Nanga Parbat auf über 3000 Meter Höhe: "Ohne Übertreibung einer der attraktivsten Plätze auf unserer Erde." Das danach erreichte Basislager bei der Besteigung des Nanga Parbat von der Nordseite her ist ebenfalls ein geschichtsträchtiger Ort - und auch so etwas wie ein kleiner Friedhof. 1983 ist das allerdings ein von Bierdosen und anderem westlichen Zivilisationsmüll verdreckter Friedhof. Von dort aus geht es dann doch in Eis und Schnee auf weit über 5000 Meter Höhe, wobei dem Kameramann wunderbare Aufnahmen gelingen. Zum Abschluss der Reise gibt es dann noch eine Wanderung durch das ebenfalls weltberühmte und fruchtbare Hunzatal. Am Ende der Reise bleibt Magerer und seiner Gruppe nur, allen Menschen, denen sie begegnet sind, "shukriya" zu sagen: Dankeschön.

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      Samstag, 27.02.21
      21:50 - 22:35 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 08.05.2021