• 18.01.2021
      15:05 Uhr
      alpha-retro: Familie 2000 (1972) ARD-alpha
       

      Dieser Dokumentarbericht aus dem Jahr 1972 setzt sich zum Ziel zu untersuchen, "was Wissenschaftler und Architekten heute unternehmen, um für eine spätere Zeit - zum Beispiel das Jahr 2000 - neue Lebensbedingungen innerhalb der Familie zu schaffen. Das Fazit: Mit unserer Kleinfamilie stimmt es nicht mehr." Es werden Beispiele alternativen Wohnens aufgezeigt: u.a. in Berlin und in Dänemark, wo der Staat sogar den Hauskauf durch ein Kollektiv von zehn jungen Menschen mit einem Kredit unterstützt.

      Montag, 18.01.21
      15:05 - 15:50 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Dieser Dokumentarbericht aus dem Jahr 1972 setzt sich zum Ziel zu untersuchen, "was Wissenschaftler und Architekten heute unternehmen, um für eine spätere Zeit - zum Beispiel das Jahr 2000 - neue Lebensbedingungen innerhalb der Familie zu schaffen. Das Fazit: Mit unserer Kleinfamilie stimmt es nicht mehr." Es werden Beispiele alternativen Wohnens aufgezeigt: u.a. in Berlin und in Dänemark, wo der Staat sogar den Hauskauf durch ein Kollektiv von zehn jungen Menschen mit einem Kredit unterstützt.

       

      "Der Film untersucht, was Wissenschaftler und Architekten heute unternehmen, um für eine spätere Zeit - zum Beispiel das Jahr 2000 - neue Lebensbedingungen innerhalb der Familie zu schaffen. Das Fazit: Mit unserer Kleinfamilie stimmt es nicht mehr. Sie ist unökonomisch und hindert die Frauen an ihrer beruflichen und geistigen Entwicklung." An bestehenden Modellen in Holland, Dänemark und der BRD versucht diese Dokumentation aus dem Jahr 1972 die Möglichkeiten eines weiter gefassten familiären Lebens aufzuzeigen. In den Niederlanden wurden z. B. bereits damals Ingenieure mit der Fachrichtung Wohnökologie ausgebildet, die das Bindeglied zwischen Architekten und die Planung mitbestimmenden Bürgern sein sollen. In Berlin in einer Reihenhausstraße in guter Gegend wiederum gibt es eine Wohngemeinschaft von fünf Erwachsenen und vier Kindern, in der sich die Erwachsenen die Erwerbsarbeit und die Betreuung der Kinder abwechselnd teilen. In Dänemark geht man die Sache auch von staatlicher Seite aus anders an. Ein Kollektiv aus zehn jungen Menschen kaufte ein Zweifamilienhaus: Jeder musste als Eigenkapital 3000 Kronen aufbringen, die restlichen 220000 Kronen für den Kauf des Hauses haben sie als Kredit vom dänischen Staat erhalten. Die monatliche Abzahlungsrate beträgt bei einer Laufzeit von 15 Jahren 2150 Kronen. Jeder Kollektivist zahlt monatlich 650 Kronen in die gemeinsame Kasse. Wobei damals vier Kronen circa eine DM wert waren und z. B. ein Mitglied des Kollektives als Volksschullehrerin 4000 Kronen im Monat verdiente. Eingekauft wird gemeinsam, Wäsche gewaschen wird getrennt, und geputzt wird nicht mehr nach Plan, denn das hatte nicht funktioniert. Gruppensex? Findet nicht statt. Die Mitglieder dieses Kollektivs sehen sich als Alternative zu sogenannten Normalfamilien. Heute, 1972 sind sie von dieser Lebensform überzeugt, sie sind sich aber nicht alle sicher, ob sie in 10 oder 20 Jahren immer noch so denken werden. Der Film sagt am Ende: Alle Formen von Großfamilie sind Versuche, keiner weiß, ob sie im Jahr 2000 noch bestehen werden. Der Song "Lazy Day" gegen Ende des Films stammt übrigens von der Gruppe The Moody Blues.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 13.04.2021