• 19.02.2020
      15:00 Uhr
      RESPEKT kompakt Demokratie lernen - was sich an Schulen ändern muss | ARD-alpha
       

      Fake-News und immer aggressivere Parolen von Populisten und Nationalisten zeigen: Demokratische Werte sind keine Selbstverständlichkeit. RESPEKT fragt, wo und wie Demokratie vermittelt wird und warum das viel zu selten geschieht.

      Mittwoch, 19.02.20
      15:00 - 15:15 Uhr (15 Min.)
      15 Min.
      Stereo HD-TV

      Fake-News und immer aggressivere Parolen von Populisten und Nationalisten zeigen: Demokratische Werte sind keine Selbstverständlichkeit. RESPEKT fragt, wo und wie Demokratie vermittelt wird und warum das viel zu selten geschieht.

       

      Die Wahlbeteiligung bei der Europawahl 2019 war so groß wie lange nicht. Ein Sieg der Demokratie. Aber auch demokratie- und europafeindliche und nationalistische Parteien erhalten großen Zuspruch. RESPEKT fragt deshalb nach: Wo werden demokratische Werte wie Toleranz, Zivilcourage und ein friedliches Zusammenleben vermittelt? Wie viele Angebote macht der Lehrplan, was ist außerhalb des Unterrichts an Schulen möglich?
      Zwar lernen bereits Kleinkinder in der Kita ein soziales Miteinander und friedliche Konfliktlösung, danach aber ist erst einmal "Lernpause", wie es Dr. Frank Schiefer nennt. "Der einstündige Politikunterricht geht erst ab der 10. Klasse weiter." Schiefer lehrt Didaktik der Sozialkunde an der Uni Würzburg und ist Mitorganisator des Schülerparlaments in Fürstenfeldbruck. Ein Projekt, bei dem wenige ausgewählte Jugendliche aus mehreren Jahrgangsstufen demokratische Mitbestimmung an ihrer Schule üben. Sie kämpfen zum Beispiel für eine Neugestaltung des Schulhofs und eine bessere Ausstattung der Toiletten – mit Erfolg.
      Voraussetzung dafür aber sind eine interessierte Schulleitung, engagierte Lehrer*innen und Schüler*innen, die dafür ihre Freizeit nutzen. Das Schülerparlament ist ein Vorzeigprojekt, eine Ausnahme. "Schüler*innen verhungern in Sachen Demokratie", so das bittere Fazit von Frank Schiefer.
      In der Kita ist mehr Raum für die Vermittlung demokratischer Grundwerte als im Lehrplan. Erzieher*innen haben den Auftrag, täglich soziale, emotionale und andere Fähigkeiten zu fördern, die wiederum positive Auswirkungen auf ein friedliches Miteinander haben. Sie tun das, indem sie den Kindern in praktischen Situationen zeigen, wie sie etwa Konflikte respektvoll klären können.

      "RESPEKT" will dazu beitragen, Demokratie, Grund- und Menschenrechte nicht nur als abstrakte Begriffe zu verstehen, sondern als Werte des gemeinschaftlichen Lebens.
      Die Online-Videos und TV-Reportagen überprüfen Vorurteile und Klischees wie Fremdenfeindlichkeit, Islamfeindlichkeit, Homophobie oder Sexismus. Die Presenter Sabine Pusch, Rainer Maria Jilg und der aus Syrien stammende Schauspieler Ramo Ali treffen Menschen, die sich für Weltoffenheit und Toleranz einsetzen. Mit Ironie und in lockerem Ton zeigen sie, wie Grundwerte und Menschenrechte im Alltag gelebt werden können - und warum wir alle von einem solidarischen Miteinander profitieren. Umfragen mit Passanten ergänzen den Blick auf das jeweilige Thema. Eine "Zahlen und Fakten"-Rubrik hilft dabei, die unterschiedlichen Standpunkte zu beurteilen und sich eine fundierte Meinung zu bilden.

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