• 31.01.2020
      09:30 Uhr
      RESPEKT kompakt Nationalismus - wo der Spaß anfängt und wo er aufhört | ARD-alpha
       

      Stolz zu sein auf sein Land, auf seine Nation - ist das eigentlich ganz normal oder schon politisch anrüchig? Wo die Grenze zwischen Nationalismus und Patriotismus verläuft und wann es gefährlich wird, zeigt die RESPEKT-Reportage.

      Freitag, 31.01.20
      09:30 - 09:45 Uhr (15 Min.)
      15 Min.
      Stereo HD-TV

      Stolz zu sein auf sein Land, auf seine Nation - ist das eigentlich ganz normal oder schon politisch anrüchig? Wo die Grenze zwischen Nationalismus und Patriotismus verläuft und wann es gefährlich wird, zeigt die RESPEKT-Reportage.

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Sabine Pusch

      „Ich bin stolz, Deutscher zu sein“ - an diesem Satz entzünden sich nicht selten lange Diskussionen und empfindliche Streitereien. Darf man stolz auf eine Nation, auf ein Land sein? Oder ist ein solcher Satz - vor dem Hintergrund der deutschen und europäischen Geschichte - schon gefährlicher Nationalismus?
      In der RESPEKT-Reportage „Nationalismus - wo der Spaß anfängt und wo er aufhört“ geht Moderatorin Sabine Pusch dem Begriff des Nationalismus auf den Grund und fragt nach den Unterschieden zwischen Nationalismus und Patriotismus. Beides wird oft durch einander geworfen und als Synonyme benutzt. Dabei gibt es klare Trennlinien und eindeutige Definitionen. So kann sich Patriotismus zwar auf ein Land beziehen, das man liebt und dem man sich verbunden fühlt, aber eben auch auf bestimmte Eigenschaften eines Landes oder einer Gesellschaft, zum Beispiel auf das deutsche Grundgesetz (Verfassungs-Patriotismus). Nationalismus dagegen heißt immer Liebe und Verbundenheit zu einer Nation, das steckt schon im Wort. Zudem heißt Nationalismus immer auch, dass man die eigene Nation über andere Nationen stellt. Und spätestens hier wird es problematisch.
      Sabine Pusch trifft in der RESPEKT-Reportage Menschen, die sich Deutschland sehr verbunden fühlen und vieles an der deutschen Gesellschaft wertschätzen. Gleichzeitig legen sie aber auch Wert auf eine klare Trennung zwischen einerseits der Liebe und dem Stolz-sein auf Menschen und auf Eigenschaften sowie Errungenschaften einer Gesellschaft, und andererseits auf das feindselige Herabschauen auf andere Länder und Nationalitäten.

      "RESPEKT" will dazu beitragen, Demokratie, Grund- und Menschenrechte nicht nur als abstrakte Begriffe zu verstehen, sondern als Werte des gemeinschaftlichen Lebens.
      Die Online-Videos und TV-Reportagen überprüfen Vorurteile und Klischees wie Fremdenfeindlichkeit, Islamfeindlichkeit, Homophobie oder Sexismus. Die Presenter Sabine Pusch, Rainer Maria Jilg und der aus Syrien stammende Schauspieler Ramo Ali treffen Menschen, die sich für Weltoffenheit und Toleranz einsetzen. Mit Ironie und in lockerem Ton zeigen sie, wie Grundwerte und Menschenrechte im Alltag gelebt werden können - und warum wir alle von einem solidarischen Miteinander profitieren. Umfragen mit Passanten ergänzen den Blick auf das jeweilige Thema. Eine "Zahlen und Fakten"-Rubrik hilft dabei, die unterschiedlichen Standpunkte zu beurteilen und sich eine fundierte Meinung zu bilden.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 03.12.2020