• 26.01.2020
      19:30 Uhr
      RESPEKT - Demokratische Grundwerte für alle! ... und raus bist du! - Armut und Ausgrenzung | ARD-alpha
       

      In Deutschland, einem der reichsten Länder der Welt, gelten etwa 20 Prozent als arm oder sind von Armut bedroht. Betroffen sind auch viele Kinder und Jugendliche. RESPEKT fragt nach den Ursachen und zeigt die Folgen - für den Einzelnen und die Gesellschaft.

      Sonntag, 26.01.20
      19:30 - 20:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      In Deutschland, einem der reichsten Länder der Welt, gelten etwa 20 Prozent als arm oder sind von Armut bedroht. Betroffen sind auch viele Kinder und Jugendliche. RESPEKT fragt nach den Ursachen und zeigt die Folgen - für den Einzelnen und die Gesellschaft.

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Verena Hampl

      „Kennen Sie jemanden, der arm ist?“, fragt Moderatorin Verena Hampl zu Beginn der RESPEKT-Reportage Passanten in München. „Nein“ ist fast immer die Antwort. Niemand scheint arme Menschen zu kennen, geschweige denn, selbst arm zu sein.
      Wissenschaftler wie den Soziologen Werner Fröhlich überrascht das nicht: Arm zu sein, bedeutet fast immer gesellschaftliche Ausgrenzung. Verkürzt ausgedrückt: Wer arm ist, gehört nicht dazu und kann nicht „mitmachen“.
      In der Reportage „Raus bist du - Armut und Ausgrenzung“ macht sich Moderatorin Verena Hampl auf die Suche nach armen Menschen. Weil sie selbst niemanden kennt, der arm ist, beginnt diese Suche bei der Münchner Tafel. Beim Verteilen kostenloser Lebensmittel an Bedürftige wird klar: Viele Menschen sind arm, quer durch alle Milieus und Gesellschaftsschichten. Etwa jede und jeder Fünfte in Deutschland ist arm oder gilt als von Armut bedroht, darunter viele alte Menschen, Alleinerziehende, Kinder und Jugendliche.
      In der Reportage schildern Ehrenamtliche von der Münchner Tafel, welche Menschen zu ihnen kommen und was Armut mit diesen Menschen macht. Moderatorin Verena Hampl porträtiert einige dieser Schicksale: Eine ältere Frau, deren Rente nicht reicht, um sich das Leben in München zu leisten; eine jungen Mann, der schon seitdem er ein Kind ist zur Tafel kommt und so seine Familie unterstützt und eine alleinerziehende Mutter, die nicht erkannt werden will aus Angst vor Stigmatisierung.
      Auch wenn der Sozialstaat in Deutschland und vor allem viele ehrenamtliche Initiativen wie die Münchner Tafel e.V. dafür sorgen, dass auch arme Menschen nicht ins Elend abrutschen, so zeigt die Reportage eines sehr deutlich: Wer arm ist, lebt am Rande der Gesellschaft. Ausgrenzung und Stigmatisierung sind Alltag für arme Menschen. Und das hat gravierende Auswirkungen auf die Gesellschaft und das friedliche Zusammenleben in Deutschland.

      "RESPEKT" will dazu beitragen, Demokratie, Grund- und Menschenrechte nicht nur als abstrakte Begriffe zu verstehen, sondern als Werte des gemeinschaftlichen Lebens.
      Die Online-Videos und TV-Reportagen überprüfen Vorurteile und Klischees wie Fremdenfeindlichkeit, Islamfeindlichkeit, Homophobie oder Sexismus. Die Presenter Sabine Pusch, Rainer Maria Jilg und der aus Syrien stammende Schauspieler Ramo Ali treffen Menschen, die sich für Weltoffenheit und Toleranz einsetzen. Mit Ironie und in lockerem Ton zeigen sie, wie Grundwerte und Menschenrechte im Alltag gelebt werden können - und warum wir alle von einem solidarischen Miteinander profitieren. Umfragen mit Passanten ergänzen den Blick auf das jeweilige Thema. Eine "Zahlen und Fakten"-Rubrik hilft dabei, die unterschiedlichen Standpunkte zu beurteilen und sich eine fundierte Meinung zu bilden.

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