• 19.11.2019
      07:15 Uhr
      Ich mach's! Pharmakant/-in | ARD-alpha
       

      Pharmakanten arbeiten in der pharmazeutischen Industrie. Sie stellen Medikamente aus Wirkstoffen und Hilfsmitteln her. Der Beruf ist zukunftssicher, denn die medizinische Forschung schreitet weiter voran und die Menschen werden immer älter.

      Dienstag, 19.11.19
      07:15 - 07:30 Uhr (15 Min.)
      15 Min.
      Stereo HD-TV

      Pharmakanten arbeiten in der pharmazeutischen Industrie. Sie stellen Medikamente aus Wirkstoffen und Hilfsmitteln her. Der Beruf ist zukunftssicher, denn die medizinische Forschung schreitet weiter voran und die Menschen werden immer älter.

       

      Stab und Besetzung

      Autor Rüdiger Baumann

      Jedes Mal wenn Pharmakantin Saskia Rettig den Produktionsbereich betritt, muss sie sich komplett umziehen von oben bis unten. Hygiene ist das oberste Gebot, damit keine Keime an die Arzneimittel kommen. Die Tablettenproduktion beginnt mit dem Abwiegen der Rohstoffe. Es zählt jedes Gramm, damit hinterher die Medikamente mit den exakten Wirkstoffkombinationen auf den Markt kommen. Handschuhe und Mundschutz - Saskia darf sich nicht selbst mit Rohstoffen vergiften, kontaminieren heißt das in der Fachsprache. Alles muss genau dokumentiert werden, damit jeder Arbeitsschritt hinterher nachvollzogen werden kann. Die Pharmakanten müssen sehr sorgfältig arbeiten. Beim Wiegen gilt das Vier-Augenprinzip. Das heißt, es arbeiten immer zwei Kollegen zusammen und kontrollieren alles doppelt, damit kein Fehler passiert.

      In vielen Unternehmen arbeiten Pharmakanten im Schichtbetrieb. Azubis meist noch nicht, aber nach der Ausbildung ist das oft die Regel. Saskia Rettig muss auch mal ordentlich hinlangen können. Sie spannt den großen Container in die Mischmaschine ein. Die Mischmaschine wird je nach Rezept mit unterschiedlichen Umdrehungszahlen und Mischdauern eingestellt. Pharmakant ist ein technisch anspruchsvoller Beruf. Pharmakanten stehen im Prinzip den ganzen Tag. Das kann ganz schön anstrengend werden. Pharmakanten verdienen im Vergleich zu anderen Industrieberufen relativ gut. Das liegt auch daran, dass sie oft Zulagen bekommen, etwa Gefahrstoffzulagen oder für den Schichtdienst.

      Auch bei der Montage von Produktionsmaschinen gilt wieder: Handschuhe tragen, auf Sauberkeit achten. Dreieinhalb Jahre dauert die Ausbildung. Die Grundlagen der Pharmazeutik und der Chemie sind wichtiger Ausbildungsbestandteil. Und wer darin gut ist, kann auch weiterkommen. Saskia Rettig hat sich für eine Meisterausbildung entschieden. Immer freitagnachmittags und samstags drückt sie die Schulbank. Nach zweieinhalb Jahren berufsbegleitender Weiterbildung will sie den Titel "Meisterin Pharmazietechnik" führen. Es gibt aber auch Vollzeitmeisterschulen. Ob Meister oder Lehrling, ständiger Begleiter des Pharmakanten sind Reinigungsarbeiten. In der Produktion von halbfesten Formen entstehen Suppositorien. Im normalen Sprachgebrauch sind das Zäpfchen. Umfassend ausgebildet, kann Saskia nämlich nicht nur Tabletten herstellen, sondern auch jede andere Darreichungsform, etwa Salben und Cremes. Feierabend: Saskia muss sich um ihre berufliche Zukunft keine Sorgen machen. Die Medizinische Forschung schreitet weiter voran und die Menschen werden immer älter. Und: ihr Arbeitgeber investiert gerade in neue Produktionsräume. Pharmakant ist ein zukunftssicherer Beruf.

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      07:15 - 07:30 Uhr (15 Min.)
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