• 20.10.2019
      16:30 Uhr
      Newton Die Macht der Flammen - Mit dem Feuerwehr-Weltmeister durchs Feuer | ARD-alpha
       

      Die explosive Kraft des Feuers ist schwer berechenbar und bringt Feuerwehrleute immer wieder in Lebensgefahr. "Newton" beschäftigt sich mit den extrem gefährlichen Phänomenen einer Feuersbrunst, etwa dem "Flashover", dem sogenannten Feuersprung, oder dem "Backdraft", der gewaltigen Explosion durch überhitzte Rauchgase. Der "härteste Feuerwehrmann der Welt", Herbert Krenn, geht gemeinsam mit dem Chemiker und Sprengstoffexperten Alfred Kappl für "Newton" durchs Feuer.

      Moderation: Matthias Euba

      Sonntag, 20.10.19
      16:30 - 17:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo HD-TV

      Die explosive Kraft des Feuers ist schwer berechenbar und bringt Feuerwehrleute immer wieder in Lebensgefahr. "Newton" beschäftigt sich mit den extrem gefährlichen Phänomenen einer Feuersbrunst, etwa dem "Flashover", dem sogenannten Feuersprung, oder dem "Backdraft", der gewaltigen Explosion durch überhitzte Rauchgase. Der "härteste Feuerwehrmann der Welt", Herbert Krenn, geht gemeinsam mit dem Chemiker und Sprengstoffexperten Alfred Kappl für "Newton" durchs Feuer.

      Moderation: Matthias Euba

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Matthias Euba

      Allein in Wien gibt es täglich alle 15 Minuten Feueralarm. Das sind jährlich über 40.000 Einsätze. Ein gefährlicher Job, denn Feuer ist unberechenbar. Seine chemischen Eigenschaften erzeugen Phänomene, die in Sekundenbruchteilen zum Tod führen, ganze Gebäude mit einem Schlag in Brand setzen oder mit einer gewaltigen Explosion zerstören. Wenn der Alarm schrillt, zählt jede Sekunde.

      Am Freitag, 30. November 2018 gegen 20.25 Uhr steht das Altersheim in Schwaz in Tirol in Flammen. Feuerwehrfrau Patricia Gföllner und Feuerwehrmann Hilmar Baumann helfen die 51 Heimbewohner aus dem brennenden Haus zu evakuieren. Der Einsatz ist gefährlich, da Feuerwehrleute nie genau wissen, wie sich ein Brand entwickeln wird.
      Durch den heißen Rauch der Flammen entstehen Feuer-Phänomene, die eine zerstörerische Kraft entfalten können. Im Feuerwehr-Übungszentrum in Tulln lernen die Einsatzkräfte im Brandcontainer den richtigen Umgang mit den unterschiedlichen Gefahren, wie etwa einem Rollover, umzugehen. Dabei mischen sich in den Rauchschwaden Sauerstoff und brennbaren Gase und werden mehr und mehr erhitzt. Bei einer Temperatur von etwa 600 Grad Celsius entzündet sich die Decke schlagartig. “Tanzende Engel”, eine wabernde lodernde Rauchschicht, kündigen dieses Phänomen an.

      Bei einem Flashover steigt die Temperatur auf über 1000 Grad. Der gesamte Raum entzündet sich blitzartig. Es entsteht ein Feuerball, dessen Hitzeentwicklung selbst die High-Tech-Schutzanzüge der Einsatzkräfte nur wenige Sekunden standhalten können. Der Chemiker und Pyrotechniker, Alfred Kappl beschreibt die Auswirkungen eines Flashovers folgendermaßen: “… der Anblick nach einem Flashover muss für Rettungskräfte schrecklich sein, denn die Menschen, die nicht zur Tür gekommen sind, werden förmlich an den Boden geklebt. Die Hitze ist so groß, dass sie förmlich mit dem Boden verschweißt werden.”

      Ähnlich einer Gasexplosion bringt ein weiteres Feuer-Phänomen, der sogenannte “Backdraft” plötzliche Zerstörung. Der Druckschlag bringt Hauswände zum Einsturz. Es ist derselbe Effekt wie bei einer Atombombe. Die umgebende Luft wird zur Seite geschoben und erzeugt einen enormen Druckschlag. Bei der Gasexplosion erreicht die Detonation Schallgeschwindigkeit. Diese Feuer-Phänomene sind für das menschliche Auge unsichtbar. Sie laufen in Bruchteilen von Sekunden ab. Nur durch die extremen Zeitlupenaufnahmen einer Highspeed-Kamera wird ihre Schönheit und gleichzeitig zerstörerische Kraft sichtbar. Gemeinsam mit Einsatzkräften, dem Chemiker Alfred Kappl und dem Feuerwehr-Weltmeister Herbert Krenn geht “Newton” durchs Feuer.

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