• 18.10.2019
      18:30 Uhr
      Die Löwen der Kalahari Ein Film von Cornelia Volk und Jürgen Jozefowicz | ARD-alpha
       

      Die Kalahari im Süden Afrikas gilt als eine der vielfältigsten und artenreichsten Wüsten der Welt. Einst war sie Schauplatz riesiger Tierwanderungen. Abertausende Huftiere und in ihrem Gefolge Löwen, Wildhunde und Geparde zogen vom Okavango-Delta durch die Zentralkalahari nach Süden und zurück, wenn der sporadische Regen mal hier, mal dort schmackhafte Gräser und natürliche Tränken in die Landschaft zauberte. Von den Durchzüglern profitierten auch die Buschmänner, die seit über 20.000 Jahren in dieser Wüste leben. In letzter Zeit hat sich die Kalahari stark verändert, ist zu einem Mosaik aus Naturschutzgebieten und Farmen geworden.

      Freitag, 18.10.19
      18:30 - 19:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Die Kalahari im Süden Afrikas gilt als eine der vielfältigsten und artenreichsten Wüsten der Welt. Einst war sie Schauplatz riesiger Tierwanderungen. Abertausende Huftiere und in ihrem Gefolge Löwen, Wildhunde und Geparde zogen vom Okavango-Delta durch die Zentralkalahari nach Süden und zurück, wenn der sporadische Regen mal hier, mal dort schmackhafte Gräser und natürliche Tränken in die Landschaft zauberte. Von den Durchzüglern profitierten auch die Buschmänner, die seit über 20.000 Jahren in dieser Wüste leben. In letzter Zeit hat sich die Kalahari stark verändert, ist zu einem Mosaik aus Naturschutzgebieten und Farmen geworden.

       

      Die Kalahari im Süden Afrikas gilt als eine der vielfältigsten und artenreichsten Wüsten der Welt. Noch vor Sonnenaufgang steckt der Honigdachs seine Nase in den trockenen Sand: zum Frühstück ein Skorpion. Lieber bei Tage macht das wenige Stunden alte Springböckchen die ersten staksigen Gehversuche, unbeachtet von dem kleinen Löwen, der sich in die dunkle Mähne seines schläfrigen Vaters vertieft. Zebras, Spießböcke und Gnus streben in flimmernder Luft dem Wasserloch entgegen. Einige junge Strauße warten mit dem Trinken, bis die Schakale ihre Ordnung gefunden haben.

      Einst war die Kalahari Schauplatz riesiger Tierwanderungen. Abertausende Huftiere und in ihrem Gefolge Löwen, Wildhunde und Geparde zogen vom Okavango-Delta durch die Zentralkalahari nach Süden und zurück, wenn der sporadische Regen mal hier, mal dort schmackhafte Gräser und natürliche Tränken in die Landschaft zauberte. Von den Durchzüglern profitierten auch die Buschmänner, die seit über 20 000 Jahren in dieser Wüste leben. In letzter Zeit hat sich die Kalahari stark verändert. Die riesige zusammenhängende Wildnis ist zu einem Mosaik aus Naturschutzgebieten und Farmen geworden. Kilometerlange Zäune zerschneiden das Ökosystem. Sie sollen den 2,5 Millionen Rindern Botsuanas Wildtierkrankheiten vom Leib halten. Schlupflöcher gibt es überall. Immer häufiger drängen junge Löwenmännchen aus Schutzgebieten hinaus, wenn sie ihre Familien verlassen und sich ein eigenes Territorium suchen müssen.

      Auch Konflikte mit Farmern nehmen zu. Großkatzen, die Rinder gerissen haben, dürfen erschossen werden. Die Betreiber der Ghanzi-Farm konnten 20 solcher Löwen und etliche Wildhunde retten. Vier von ihnen sollen jetzt im Central Kalahari Game Reserve wiederausgewildert werden. Auch für die Löwen ist eine Lösung in Sicht. Die botsuanische Regierung, Naturschutzorganisationen und Vertreter vieler Dörfer planen drei Wildkorridore, die künftig die großen Naturreservate miteinander verbinden.

      alpha-expedition

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