• 18.10.2019
      09:30 Uhr
      RESPEKT - Demokratische Grundwerte für alle! Zuwanderung - Gewinn oder Verlust? | ARD-alpha
       

      Deutschland ist ein Einwanderungsland. In diesem Fakt sehen manche eine große Bedrohung, andere Chancen oder die notwendige Lösung vieler Probleme. Wie realistisch sind die Hoffnungen, wie begründet die Ängste? Und wie gehen wir als Gesellschaft damit um? Danach fragt die RESPEKT-Reportage Unternehmer, die nach mehr ausländischen Fachkräften rufen, Menschen, die Zuwanderung begrenzen wollen und Menschen, die als Zuwanderer nach Deutschland gekommen sind

      Freitag, 18.10.19
      09:30 - 10:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Deutschland ist ein Einwanderungsland. In diesem Fakt sehen manche eine große Bedrohung, andere Chancen oder die notwendige Lösung vieler Probleme. Wie realistisch sind die Hoffnungen, wie begründet die Ängste? Und wie gehen wir als Gesellschaft damit um? Danach fragt die RESPEKT-Reportage Unternehmer, die nach mehr ausländischen Fachkräften rufen, Menschen, die Zuwanderung begrenzen wollen und Menschen, die als Zuwanderer nach Deutschland gekommen sind

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Sebastian Leidecker

      Zig Millionen Menschen kamen allein in den letzten 70 Jahren nach Deutschland: Vertriebene, Gastarbeiter, Spätaussiedler, EU-Ausländer, Kontingent- und Kriegsflüchtlinge. Viele verließen das Land wieder, viele blieben. Deutschland ist ein Einwanderungsland. Zumindest in diesem Punkt herrscht weitgehend Einigkeit. Ansonsten prallen die Ansichten von Zuwanderungsbefürwortern und -gegnern aufeinander wie bei wenigen anderen Themen: Während die einen sich durch Migration eine Lösung für den Fachkräftemangel und andere Probleme unserer schrumpfenden und alternden Bevölkerung erhoffen, befürchten andere Verdrängungseffekte auf dem Arbeitsmarkt, Überlastung der Sozialsysteme oder Verlust von nationaler Identität. Eine Zerreißprobe für unsere Gesellschaft.
      Als Einwanderungsland müssen wir mit Migration umgehen. Aber wie? RESPEKT-Moderator Sebastian Leidecker sucht Antworten bei Unternehmern, die auf ausländische Fachkräfte angewiesen sind. Welche Erfahrungen machen sie, was funktioniert, was fehlt? Er fragt Menschen, die eingewandert sind: nach ihren Gründen zu kommen und ihrem Leben in Deutschland. Von Herbert Brücker, einem Volkswirt, der die wirtschaftlichen Folgen von Migration erforscht, will Leidecker wissen, was Zuwanderung in nackten Zahlen bringt und kostet. Und er fragt Menschen, die Angst vor weiterer Zuwanderung haben, was sie konkret befürchten. Dabei zeigt sich. Beim Thema Zuwanderung geht es in auch stark um Identität: Darum, wer wir als Gesellschaft sind und sein werden, was wir als Gemeinschaft wollen oder nicht, wie Zuwanderung uns verändern wird, und, ob sie das auch darf.
      Wie also gehen wir als Einwanderungsgesellschaft mit solchen Fragen um? Lösungsvorschläge dazu gibt es: ein modernes und flexibles Einwanderungsgesetz etwa, das die Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte und ihre Integration vor allem in den Arbeitsmarkt bedarfsgerecht steuert. Oder auf persönlicher Ebene: bürgerschaftliches Engagement, bei dem Menschen versuchen, eine gemeinsame Identität für Gegenwart und Zukunft aufzubauen.

      "RESPEKT" will dazu beitragen, Demokratie, Grund- und Menschenrechte nicht nur als abstrakte Begriffe zu verstehen, sondern als Werte des gemeinschaftlichen Lebens.
      Die Online-Videos und TV-Reportagen überprüfen Vorurteile und Klischees wie Fremdenfeindlichkeit, Islamfeindlichkeit, Homophobie oder Sexismus. Die Presenter Sabine Pusch, Rainer Maria Jilg und der aus Syrien stammende Schauspieler Ramo Ali treffen Menschen, die sich für Weltoffenheit und Toleranz einsetzen. Mit Ironie und in lockerem Ton zeigen sie, wie Grundwerte und Menschenrechte im Alltag gelebt werden können - und warum wir alle von einem solidarischen Miteinander profitieren. Umfragen mit Passanten ergänzen den Blick auf das jeweilige Thema. Eine "Zahlen und Fakten"-Rubrik hilft dabei, die unterschiedlichen Standpunkte zu beurteilen und sich eine fundierte Meinung zu bilden.

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