• 22.07.2016
      21:00 Uhr
      München in Indien Dokumentarfilm Deutschland / Indien 2012 | ARD-alpha
       

      Der Künstler Hannes Fritz-München (1896 -1981) führte ein außergewöhnliches Leben - und ihm gelang etwas, was keiner seiner Landsleute erreichte: Er wurde in den 1930er-Jahren Hofmaler der indischen Maharadschas. Filmemacher Walter Steffen begleitet Konstantin Fritz, den Enkelsohn Fritz-Münchens, auf den Spuren seines Großvaters. Sein Dokumentarfilm beeindruckt mit zuvor nie gezeigtem historischem Filmmaterial, das Fritz-München in den 1930er-Jahren drehte. "München in Indien" ist ein faszinierendes Künstlerporträt, ein Heimatfilm der besonderen Art und ein außergewöhnliches Roadmovie.

      Freitag, 22.07.16
      21:00 - 22:30 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo

      Der Künstler Hannes Fritz-München (1896 -1981) führte ein außergewöhnliches Leben - und ihm gelang etwas, was keiner seiner Landsleute erreichte: Er wurde in den 1930er-Jahren Hofmaler der indischen Maharadschas. Filmemacher Walter Steffen begleitet Konstantin Fritz, den Enkelsohn Fritz-Münchens, auf den Spuren seines Großvaters. Sein Dokumentarfilm beeindruckt mit zuvor nie gezeigtem historischem Filmmaterial, das Fritz-München in den 1930er-Jahren drehte. "München in Indien" ist ein faszinierendes Künstlerporträt, ein Heimatfilm der besonderen Art und ein außergewöhnliches Roadmovie.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Walter Steffen

      Walter Steffens Dokumentarfilm "München in Indien" zeichnet das abenteuerliche Leben des Künstlers Hannes Fritz-München nach, der aus einfachsten Verhältnissen stammt und in den 1930er-Jahren zum Hofmaler der indischen Maharadschas aufstieg. Bis heute ist er der einzige Deutsche, dem diese Ehre gewährt wurde. In seinem faszinierenden Künstlerporträt verwebt Filmemacher Walter Steffen die deutsche und indische Geschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und verbindet sie unmittelbar mit der Gegenwart. Er begleitet Konstantin Fritz, den Enkelsohn Fritz-Münchens, auf den Spuren seines Großvaters und auf der Suche nach dessen verschollenen Bildern in Indien. Dabei lässt er sich von den Tagebucheinträgen und den historischen 16mm-Filmen leiten, die Fritz-München auf seinen Reisen gedreht hat. Damals wie heute führt die Reise durch ein Indien, das voller Gegensätze ist und zwischen Tradition und Moderne schwankt. So ist "München in Indien" mehr als ein Künstlerporträt: Es ist zugleich ein indisches Roadmovie und ein Heimatfilm der besonderen Art.

      Hannes Fritz studierte Malerei im München der 1920er-Jahre. Nach seinem Abschluss arbeitete er zunächst als "akademischer Kunstmaler" unter dem Künstlernamen Fritz-München. Seine erste Reise nach Indien absolvierte Fritz-München zusammen mit seiner Ehefrau als Hochzeitsreise und bereiste im Anschluss zwischen 1932 und 1937 den Subkontinent. Dabei führte Fritz-München, der in dieser Zeit zum Hofmaler der indischen Maharadschas aufstieg, eine 16-mm-Filmkamera mit sich, mit der er seine Erlebnisse und das Indien der 1930er-Jahre dokumentierte. Diese bislang nie öffentlich zugänglichen Aufnahmen zeigen sowohl das einfache ländliche Leben in der indischen Provinz wie das höfische Prunkleben der Maharadschas, den Luxus der britischen Kolonialherren und die erschütternde Armut vieler Menschen der unteren Kasten. Selbst von Mahatma Gandhi, den Fritz-München 1935 traf und während eines Morgenspaziergangs begleitete, konnte der Künstler Aufnahmen anfertigen.

      Etwa zweieinhalb Stunden von Fritz-Münchens Filmmaterial sind erhalten geblieben und wurden für diesen eindrucksvollen Dokumentarfilm ausgewertet, der als Koproduktion mit dem Bayerischen Rundfunk entstand und an diesem Abend als deutsche Erstausstrahlung zu sehen ist.

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