• 16.05.2016
      15:30 Uhr
      Schlesische Märchenschlösser (1/2) Geschichten aus dem Oppelner Land | ARD-alpha
       

      Jahrhunderte stritten die polnischen Piasten, preußische und sächsische Könige, die Habsburger und die Schweden erbittert um die Vorherrschaft in Oberschlesien. Das Land war reich an Bodenschätzen und fruchtbarer Erde. Die Folgen dieser Eroberungen sind bis heute zu sehen: es gibt über 100 herrschaftliche Schlösser, die die einstige Macht und den Reichtum des Landstrichs zwischen Breslau und Gleiwitz dokumentieren. Die wechselvolle Historie der Schlösser ist Quelle für Legenden und Geschichten.

      Montag, 16.05.16
      15:30 - 16:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Jahrhunderte stritten die polnischen Piasten, preußische und sächsische Könige, die Habsburger und die Schweden erbittert um die Vorherrschaft in Oberschlesien. Das Land war reich an Bodenschätzen und fruchtbarer Erde. Die Folgen dieser Eroberungen sind bis heute zu sehen: es gibt über 100 herrschaftliche Schlösser, die die einstige Macht und den Reichtum des Landstrichs zwischen Breslau und Gleiwitz dokumentieren. Die wechselvolle Historie der Schlösser ist Quelle für Legenden und Geschichten.

       

      Stab und Besetzung

      Drehbuch Hans-Dieter Rutsch

      Jahrhunderte stritten die polnischen Piasten, preußische und sächsische Könige, die Habsburger und die Schweden erbittert um die Vorherrschaft in Oberschlesien. Das Land war reich an Bodenschätzen und fruchtbarer Erde. Die Folgen dieser wechselnden Eroberungen sind bis heute zu sehen: in Oberschlesien gibt es mehr als einhundert sehr herrschaftlicher Schlösser und repräsentieren eindrucksvoll die Macht und den einstigen Reichtum des Landstrichs zwischen Breslau und Gleiwitz. Die wechselvolle Historie der Schlösser ist Quelle für Legenden und Geschichten, die sich bis heute erhalten haben. Spuk und mittelalterliche Folter kommen in ihnen vor, Märchenhaftes wie etwa die Geschichte vom "Schlesischen Aschenbrödel" in Kopice, vergrabene Schätze und verzauberte Gräfinnen.

      In Moschen erschien der deutsche Kaiser Wilhelm II mit großem Gefolge persönlich zur Jagd und nahm reichlich Beute mit nach Berlin. Die Schlösser in Oberschlesien übten eine magische Anziehungskraft auf die Intellektuellen in Deutschland aus. Im Schloss von Oberglogau schrieb Beethoven seine vierte Sinfonie. Die Dichterfamilie von Eichendorf erwarb im 18. Jahrhundert Schloss und Gut Lubowitz. Die Familiengrüfte der Eichendorfs und das Grabdenkmal des Dichters haben die Zeiten überdauert. Wilhelm von Humboldt bekam 1821 das Schloss von Ottmachau für seine Verdienste um den preußischen Staat als Geschenk, Karl Maria von Weber dirigierte im Schlosstheater von Carlsruhe. Im Belvedere von Slawentzitz lebte die Gräfin Cosel.

      Der heutige Zustand der Schlösser und Parks ist unterschiedlich: er reicht vom völligen Zerfall bis zur exzellenten Restaurierung. Der Aufbau der Schlösser im Oppelner Land wäre ohne eine intensive deutsch-polnische Zusammenarbeit nicht möglich gewesen. Nicht nur ein Nebeneffekt: in mehreren Schlössern widmet man sich intensiv der deutschpolnischen Versöhnungsarbeit.

      Themennachmittag "Schlesien"

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