• 25.05.2019
      19:15 Uhr
      Schätze der Welt - Erbe der Menschheit Monticello (USA) - Die konkrete Utopie | ARD-alpha
       

      Thomas Jefferson, der dritte Präsident der USA und einer der letzten großen Universalgelehrten, der Wissenschaft, Kunst und Politik als Ganzheit, die dem Volk zu nützen habe, betrachtete, errichtete auf seinem Landsitz Monticello im Westen Virginias (Charlottesville) ein Herrenhaus (1784-1809), in dem er auch als Architekt seine Ideale, orientiert an der Aufklärung und am Neoklassizismus, in eine konkrete Utopie umsetzte. Die nahegelegene Universität von Virginia ist ebenfalls sein Werk, in dem sich die Idee der Unabhängigkeitserklärung ebenso wiederfindet wie sein Bildungsideal.

      Samstag, 25.05.19
      19:15 - 19:30 Uhr (15 Min.)
      15 Min.
      Stereo HD-TV

      Thomas Jefferson, der dritte Präsident der USA und einer der letzten großen Universalgelehrten, der Wissenschaft, Kunst und Politik als Ganzheit, die dem Volk zu nützen habe, betrachtete, errichtete auf seinem Landsitz Monticello im Westen Virginias (Charlottesville) ein Herrenhaus (1784-1809), in dem er auch als Architekt seine Ideale, orientiert an der Aufklärung und am Neoklassizismus, in eine konkrete Utopie umsetzte. Die nahegelegene Universität von Virginia ist ebenfalls sein Werk, in dem sich die Idee der Unabhängigkeitserklärung ebenso wiederfindet wie sein Bildungsideal.

       

      Thomas Jefferson war nicht nur engagierter Politiker und dritter Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, er war auch einer der letzten großen Universalgelehrten, der es verstand, all seine Erkenntnisse in den Dienst der Menschheit zu stellen. Wissenschaft, Kunst und Politik betrachtete er als Ganzheit, die einem Volk zu nützen habe. So sah der Politiker Thomas Jefferson die Unabhängigkeitserklärung, in der er allen Menschen das Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung bescheinigte, als ersten Schritt in eine umfassende, geistig-kulturelle Unabhängigkeit vom britischen Mutterland. Deren sichtbares Zeichen sollte für den Architekten Jefferson eine neue, am Neoklassizismus orientierte Architektur sein, die sich stolz von dem, wie er sagte, "missgestalteten Haufen kolonialer Architektur" abhob. Mit seinem Landsitz Monticello, im Westen Virginias gelegen, kreierte der präsidiale Architekt sozusagen den Prototyp dafür. Das Haus, an dem er sein halbes Leben baute, wurde zum Sinnbild seiner politischen und ästhetischen Ideale und somit zu einer konkreten Utopie des überzeugten Aufklärers. Der zweite, große Lebenstraum des Thomas Jefferson nahm zehn Jahre vor seinem Tod ebenfalls neoklassizistische Formen an. Mit dem Bau der Universität von Virginia vollendet der Autodidakt am Ende seines Lebens gewissermaßen die Unabhängigkeitserklärung, die, als Grundrecht eines jeden, das Streben nach Glück festschreibt. Ohne Bildung ist für ihn dieses Streben erfolglos, denn nur sie ermöglicht eine sinnvolle Partizipation am Staat. Mit Monticello und der Universität von Virginia hat Thomas Jefferson zwei herausragende Kunstwerke geschaffen, die seine Ideale der Aufklärung spiegeln und von den gleichen Prinzipien inspiriert sind wie seine Unabhängigkeitserklärung.

      Die wertvollsten Natur- und Kulturdenkmäler der Welt schützt die UNESCO seit 1972 als "Erbe der Menschheit". Die Fernsehreihe "Schätze der Welt" erzählt von diesen Orten in eindrucksvollen Bildern.

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