• 25.05.2019
      10:30 Uhr
      STATIONEN Typisch Frau!? | ARD-alpha
       

      Frauen können nicht einparken, gehen immer zu zweit aufs Klo, sind emotional und haben keinen Orientierungssinn. Doch was hat es mit diesen Vorurteilen auf sich? Wie prägen Evolution, Erziehung und Religion das Bild von Weiblichkeit?
      "STATIONEN"-Moderator Benedikt Schregle taucht ein in die Welt der Frauen und lernt dabei nicht nur Maniküre, sondern auch starke Frauen kennen, die sich in einer Männerwelt behaupten und manchmal so gar nicht "typisch Frau" sind.
      Beiträge:

      • Die erste deutsche Astronautin
      • Rollentausch: die männliche Pfarrfrau
      • Zickenalarm? Besuch im Mädcheninternat
      • Drei Generationen Frauen einer Familie

      Samstag, 25.05.19
      10:30 - 11:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Frauen können nicht einparken, gehen immer zu zweit aufs Klo, sind emotional und haben keinen Orientierungssinn. Doch was hat es mit diesen Vorurteilen auf sich? Wie prägen Evolution, Erziehung und Religion das Bild von Weiblichkeit?
      "STATIONEN"-Moderator Benedikt Schregle taucht ein in die Welt der Frauen und lernt dabei nicht nur Maniküre, sondern auch starke Frauen kennen, die sich in einer Männerwelt behaupten und manchmal so gar nicht "typisch Frau" sind.
      Beiträge:

      • Die erste deutsche Astronautin
      • Rollentausch: die männliche Pfarrfrau
      • Zickenalarm? Besuch im Mädcheninternat
      • Drei Generationen Frauen einer Familie

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Benedikt Schregle

      Sich wohlfühlen und gut aussehen

      Frauen lieben Schuhe, ratschen gerne und können nicht einparken – Klischees, die sich hartnäckig halten. Doch wie ist es wirklich um die Frau bestellt? Gibt es typisch Frau überhaupt? Oder haben Frauen heute die Freiheit, sich jenseits von Rollenbildern selbst zu definieren?

      Antworten sucht Moderator Benedikt Schregle in einer klassischen Frauendomäne: im Schönheitssalon. Er genießt seine erste Gesichtsbehandlung u.a. mit Maske und Power Needling und findet das sehr angenehm. Die Behandung nutzt Benedikt, um mehr über typisch Frau zu erfahren. Chefin Ivonne Eibl ist seit 14 Jahren Kosmetikerin und kennt die Sorgen und Nöte ihrer Kundinnen. Gesprächsthemen sind Beruf und Familie, Männer, natürlich auch Schönheit und Gesundheit. Yvonne Eibl macht die Erfahrung, dass die Rollen gar nicht mehr so klar verteilt sind, weil Frauen heute auch "ihren Mann" stehen und Männer manchmal klassisch weibliche Rollen annehmen.
      Frauen können bestens einparken

      Längst gehören auch Männer zu den Kunden, allerdings sind sie noch deutlich in der Minderheit. Frauen achten immer noch viel mehr auf ihr Äußeres, nicht nur, um Männern zu gefallen, sondern um sich etwas Gutes zu tun und sich wohlzufühlen in ihrer Haut. Kundin Jenifer freut sich über Komplimente von anderen Frauen, "denn die sind viel kritischer als Männer", erklärt sie. Einparken könne sie übrigens bestens und habe noch nie einen Unfall gehabt, lacht die Pflegedienstleiterin. "Frauen", sagt sie, "sind heute auch in Führungspositionen und stehen Männern in nichts nach".

      Berufs-Musikerin Gabriele kommt jeden Monat in den Schönheitssalon Blickfang, und investiert "für ihr Aufbrezeln" auch viel Geld, gesteht sie lachend. Auch im Alter will Frau gut aussehen und nicht an Attraktivität verlieren, weiß Eibl. Sich schön machen, das ist trotz allem gesellschaftlichen Wandel immer noch typisch Frau.
      In Rollenklischees gefangen

      Doch wie sieht es sonst aus? Sind wir immer noch in alten Rollenbildern gefangen – die Frau als Mutter, fürsorglich, für andere da, der Mann als Ernährer und Versorger, ehrgeizig und potent?

      Die typischen Rollenbilder seien immer noch stark in unseren Köpfen verankert, so Genderforscherin Prof. Paula-Irene Villa Braslavsky von der Ludwig-Maximilians-Universität München. Auch wenn die Realität heute oft eine andere sei. Wir bräuchten diese Schubladen allerdings, um uns im Alltag zu orientieren. Wichtig sei aber, dass uns bewusst ist, dass es sich um konstruierte Rollenbilder handle. Denn wenn man sie als naturgegeben betrachte, könnten diese auch viel Leid verursachen. Manche Männer etwa würden krank, weil es anstrengend ist, dem typischen Bild von Männlichkeit zu entsprechen. Außerdem brächten sie sich damit um viel positive Erfahrungen. Denn was als "typisch weiblich" gilt, für andere zu sorgen, sei doch auch eine Quelle von großem Glück.

      Für Frauen heißt das: Was als typisch Frau gilt, verändert sich zwar nicht. Trotzdem haben Frauen heute die Freiheit, jenseits von Klischees und Rollenbildern selbst zu entscheiden, was und wie sie leben wollen.

      Religion erleben – der Name „stationen“ ist Programm. Ob Stationen einer persönlichen Entwicklung oder Stationen des Kirchenjahrs, die Feste anderer Religionen oder Stationen des Lebens: Die Sendung fragt, wie Menschen denken und glauben und ermöglicht den Zuschauern, Religion (mit) zu erleben und ihre eigene Orientierung in einer komplizierten Welt zu finden.

      Wird geladen...
      Wird geladen...
      Samstag, 25.05.19
      10:30 - 11:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 23.10.2019