• 11.11.2015
      10:00 Uhr
      Ping Pong - Die Familienreportage ARD-alpha
       

      Was der ehemalige Dachdecker Werner Barz, der heute Sterbehelfer in einem Münchner Hospiz ist, vor 25 Jahren erlebt hat, ist ihm so klar gegenwärtig, als wäre es gestern passiert. Das Leben des erfolgreichen Machers, selbständigen Handwerksmeisters und ehrgeizigen Marathonläufers hatte eine 180-Grad-Wendung genommen, nachdem er bei der Rückfahrt aus seinem Urlaub plötzlich lebensbedrohlich erkrankte und eine Nahtoderfahrung machte. Nicht nur seine Einstellung, sondern sein gesamtes Leben hatte sich daraufhin verändert. Schon seit Tagen kämpfte Werner damals mit 40 Grad Fieber.

      Mittwoch, 11.11.15
      10:00 - 10:15 Uhr (15 Min.)
      15 Min.
      Stereo

      Was der ehemalige Dachdecker Werner Barz, der heute Sterbehelfer in einem Münchner Hospiz ist, vor 25 Jahren erlebt hat, ist ihm so klar gegenwärtig, als wäre es gestern passiert. Das Leben des erfolgreichen Machers, selbständigen Handwerksmeisters und ehrgeizigen Marathonläufers hatte eine 180-Grad-Wendung genommen, nachdem er bei der Rückfahrt aus seinem Urlaub plötzlich lebensbedrohlich erkrankte und eine Nahtoderfahrung machte. Nicht nur seine Einstellung, sondern sein gesamtes Leben hatte sich daraufhin verändert. Schon seit Tagen kämpfte Werner damals mit 40 Grad Fieber.

       

      Stab und Besetzung

      Kontakt Eva Maria Steimle

      Was der ehemalige Dachdecker Werner Barz, der heute Sterbehelfer in einem Münchner Hospiz ist, vor 25 Jahren erlebt hat, ist ihm so klar gegenwärtig, als wäre es gestern passiert. Das Leben des erfolgreichen Machers, selbständigen Handwerksmeisters und ehrgeizigen Marathonläufers hatte eine 180-Grad-Wendung genommen, nachdem er bei der Rückfahrt aus seinem Urlaub plötzlich lebensbedrohlich erkrankte und eine Nahtoderfahrung machte. Nicht nur seine Einstellung, sondern sein gesamtes Leben hatte sich daraufhin verändert. Schon seit Tagen kämpfte Werner damals mit 40 Grad Fieber.

      Die Ärzte konnten nicht helfen. Nachdem es nicht besser wurde, beschloss seine Frau den Urlaub abzubrechen und nach Hause zu fahren. Die Autofahrt wurde zur Horrorfahrt. Stundenlang kämpfte Werner Barz nicht zu ersticken. Sein einziger Gedanke war, er will nach Hause! Doch lähmende Krämpfe schnürten ihm zuletzt die Kehle zu. Seine Frau fuhr auf der Brennerautobahn heraus, um den Notarzt zu rufen, denn sie fürchtete um sein Leben. Aber da war Werner bereits weg. Die Sinne waren entschwunden und er war sich sicher, so wie er es im Nachhinein schildert, dass sein letztes Stündlein geschlagen hatte. Er erinnert sich, dass plötzlich viele Dinge gleichzeitig passierten, Zeit und Raum waren weg und er befand sich wie aus heiterem Himmel, eingebettet in eine licht-durchflutete Grenzenlosigkeit. Er schaute in die Sonne aber sie blendete nicht, sondern war durchscheinend, warm und mild. Sein letzter Gedanke war: "Herrgott, da bin ich".

      Als er wieder zu Bewusstsein kam, befand er sich im Krankenwagen und er wusste, dass sich etwas Unglaubliches vollzogen hatte. Dennoch dauerte es Jahre, bis er sich dessen klar wurde. Er spürte langsam, dass er ein "Anderer" wurde. Vieles ging zu Bruch - seine Ehe scheiterte, die Angestellten und Freunde verstanden ihn nicht mehr, er gab seine Dachdeckerfirma auf und fiel in eine schwere Depression. Und dennoch - ganz am Boden vollzog er langsam eine Kehrtwendung. Er begann als Suchtberater zu arbeiten, später als Sterbehelfer und fand Schritt für Schritt in ein erfülltes und befriedigtes Leben. Wie es zu diesem tiefen Bewusstseinswandel kam, möchte PING PONG Reporter Tobias Henkenhaf erfahren und begleitet Werner Barz durch einen Tag.

      Ob "Vater-Mutter-Kind" oder "Patchwork": In jeder Familie müssen Probleme bewältigt, die großen Themen des Zusammenlebens wie Liebe, Neid, Abneigung, Mitleid und Freude täglich aufs Neue justiert werden. Reporter Tobias Henkenhaf besucht eine Familie, die eine Herausforderung auf ihre eigene Art meistert. Einen Tag lang begleitet er die Familien und führt mit den Mitgliedern Gespräche, in denen Argumente und Aussagen manchmal wie beim Tischtennis hin- und hergehen. In den jeweils 15 Minuten langen Sendungen geht es z. B. um die Krankheit eines Familienmitgliedes oder um die gemeinsame Zusammenarbeit im Familienunternehmen, um das schwierige "über-die-Runden-kommen" in einer teuren Stadt wie München oder um das Zusammenleben in einer SOS-Kinderdorf-Familie.

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      Mittwoch, 11.11.15
      10:00 - 10:15 Uhr (15 Min.)
      15 Min.
      Stereo

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