• 09.11.2015
      16:00 Uhr
      Kulturjournal Moderation: Julia Westlake | ARD-alpha
       

      Themen:

      • Im Spielen zu Haus: ARD-Dokumentation über Moritz Bleibtreu
      • Vorwärts in die Vergangenheit: Droht ein neuer Kalter Krieg?
      • Chronist seiner Zeit: der israelische Fotograf David Rubinger in Rostock
      • NDR Buch des Monats: Hanns-Josef Ortheil schreibt über das Schreiben
      • "Der Norden liest": Doris Gercke, Merle Kröger und Feridun Zaimoglu
      • "Wahr. Schön. Gut." Scharfzüngig durch die Kulturwoche

      Montag, 09.11.15
      16:00 - 16:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Themen:

      • Im Spielen zu Haus: ARD-Dokumentation über Moritz Bleibtreu
      • Vorwärts in die Vergangenheit: Droht ein neuer Kalter Krieg?
      • Chronist seiner Zeit: der israelische Fotograf David Rubinger in Rostock
      • NDR Buch des Monats: Hanns-Josef Ortheil schreibt über das Schreiben
      • "Der Norden liest": Doris Gercke, Merle Kröger und Feridun Zaimoglu
      • "Wahr. Schön. Gut." Scharfzüngig durch die Kulturwoche

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Heike Ernst
      Moderation Julia Westlake
      Redaktionelle Leitung Christoph Bungartz
      • Im Spielen zu Haus: ARD-Dokumentation über Moritz Bleibtreu

      Er stammt aus einer Schauspielerfamilie, ist mehr oder weniger hinter den Kulissen des Hamburger Deutschen SchauSpielHauses groß geworden; doch er selbst kann nur wenig mit dem Theater anfangen. Das Kino ist sein Metier, und er gehört zu den Schauspielern, die dem deutschen Kino ein Gesicht geben: Moritz Bleibtreu. Meistens locker, immer cool und lustig, gilt er mittlerweile als Charakterdarsteller. Auf die Rolle des fiesen oder tumben Typen aus dem Kiez lässt er sich nicht mehr festlegen. Das Erste widmet ihm jetzt im Rahmen von "Deutschland, deine Künstler" ein langes Filmporträt (8. November 2015, 23.35 Uhr). Das "Kulturjournal" zeigt Moritz Bleibtreu in Hamburg, in seinem alten Viertel und spricht mit ihm über seine Kindheit in St. Georg, die Schauspielerei und ob beides zusammenhängt.

      • Vorwärts in die Vergangenheit: Droht ein neuer Kalter Krieg?

      Seit der Annexion der Krim durch Russland droht etwas, was längst überwunden schien: ein neuer Kalter Krieg. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion lösten sich zunächst die alten Ost-West-Konflikte auf, die als Folge des Zweiten Weltkrieges die Weltpolitik bestimmten. Und jetzt ringen Ost und West um Einflussnahme in der Ukraine, es werden gegenseitig Sanktionen erhoben und Vorwürfe immer aggressiver vorgetragen. Spätestens seit Putin in Syrien Bombenangriffe gegen Assads Gegner begonnen hat, scheinen die Positionen wie betoniert. Über diese aktuelle Entwicklung debattiert am 1. November 2015 in Hannover der ARD-Radiosalon, unter anderem mit dem Schriftsteller Ingo Schulze und dem Historiker Jörn Leonhard. Das "Kulturjournal" begleitet die Diskussion und zeigt die Konfliktlinien auf.

      • Chronist seiner Zeit: der israelische Fotograf David Rubinger in Rostock

      "Fotografieren ist Fühlen. Manchmal fotografierst du das, wovon du Zeuge wirst, mit Stolz, ein anderes Mal mit Schmerz." So beschreibt einer der wichtigsten Fotografen Israels seine Profession: David Rubinger. Sein wohl berühmtestes Foto wurde zur Ikone des Sechs-Tage-Krieges: Es zeigt israelische Fallschirmjäger an der Klagemauer kurz nach der Wiedereroberung in Kampfuniform, voller Andacht. Rubinger hat sich das Festhalten der Geschichte des Staates Israel in Kriegs- und Friedenszeiten zur Aufgabe gemacht. Doch er ist mehr als ein bloßer Dokumentarist: Seine fotografischen Äußerungen überzeugen auch als Kunst. Erstmals zeigt die Kunsthalle Rostock seit ihrer Gründung überhaupt Kunst und Fotografie aus Israel. Zu DDR-Zeiten war das nicht möglich: Beide Länder hatten keine diplomatischen Beziehungen. Zur Eröffnung der Ausstellung kommt David Rubinger nach Rostock, führt das "Kulturjournal" durch die Ausstellung und erkundet die Orte jüdischen Lebens in der Hansestadt.

      • NDR Buch des Monats: Hanns-Josef Ortheil schreibt über das Schreiben

      Als Kind war Hanns-Josef Ortheil die ersten Jahre stumm: Er sprach nicht, genau wie seine Mutter, die den Verlust von vier Kindern nicht verwinden konnte. Ortheils Vater entwickelte dann eine ganz eigene Schreibschule für den Jungen und führte ihn behutsam und geduldig an das Schreiben heran: erst nur durch Zeichnungen, dann einzelne Wörter. Dann Sätze über Alltagsdinge wie das Wetter oder das Essen, jeden Tag ein Blatt. Der junge Hanns-Josef wurde nach und nach zum passionierten Schreiber, der fast alles, was er erlebt aufs Papier bringt. In seinem neuen Roman "Der Stift und das Papier" (Luchterhand Verlag) schildert Ortheil, wie er sich durch seinen Vater die Sprache und durch Sprache die Welt aneignete. Das Buch erzählt dabei auch die Geschichte einer ganz ungewöhnlichen Beziehung zwischen einem Kind und seinen Eltern. Das NDR Buch des Monats.

      • "Der Norden liest": Doris Gercke, Merle Kröger und Feridun Zaimoglu

      Kein anderes Thema beschäftigt uns momentan so sehr wie die Situation der Flüchtlinge, die versuchen, sich in Europa in Sicherheit zu bringen. Die beiden Schriftstellerinnen Doris Gercke und Merle Kröger haben sich in ihren Kriminalromanen mit der Problematik beschäftigt: In "Zwischen Nacht und Tag" von Doris Gercke geht es um einen Mann der EU-Grenzschutzagentur Frontex, der spurlos verschwindet. In "Havarie" von Merle Kröger trifft ein Kreuzfahrtschiff auf dem Mittelmeer auf ein Boot mit Flüchtlingen. Die beiden Autorinnen lesen am 3. November 2015 im Flensburger Schifffahrtsmuseum. Außerdem stellt Feridun Zaimoglu am 5. November 2015 in Hannover seinen neuen Roman "Siebentürmeviertel" vor: Er schreibt über das Zusammenleben und die Kämpfe von Menschen ganz unterschiedlicher Kulturen im Istanbul der 1940er-Jahre. Weitere Informationen dazu unter: ndr.de/dernordenliest.

      • "Wahr. Schön. Gut." Scharfzüngig durch die Kulturwoche

      Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit. Besonders für Kunstkritiker. Mit was man sich da alles beschäftigen muss! Auch in dieser Woche kämpft sich der allseits geliebte und gefürchtete Dr. August Mömpel exklusiv für das "Kulturjournal" durch die Kulturereignisse der Woche: "Wahr. Schön. Gut." Da kriegen wieder einige ihr Fett weg.

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