• 12.11.2015
      19:30 Uhr
      Faszination Wissen Unser Essen der Zukunft: Welternährung und Verantwortung | ARD-alpha
       

      Algen sind eklig? Abwarten, es kommt noch dicker! Wer sich mit dem Essen der Zukunft beschäftigt, sollte sich mit dem Gedanken anfreunden, später einmal Insekten statt Fleisch zu essen. Warum? Derzeit leben rund sieben Milliarden Menschen auf der Erde. 2050 werden es etwa zehn Milliarden sein. Schon jetzt hungern 900 Millionen Menschen weltweit. Wir müssen uns also etwas einfallen lassen, damit in Zukunft alle etwas zu essen haben. Das klappt nicht, wenn weiterhin jedes Jahr Ackerflächen aufgrund von Monokulturen verloren gehen und immer mehr Fleisch und Fisch gegessen wird.

      Moderation: Max Schmidt

      Donnerstag, 12.11.15
      19:30 - 20:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      VPS 19:29
      Stereo

      Algen sind eklig? Abwarten, es kommt noch dicker! Wer sich mit dem Essen der Zukunft beschäftigt, sollte sich mit dem Gedanken anfreunden, später einmal Insekten statt Fleisch zu essen. Warum? Derzeit leben rund sieben Milliarden Menschen auf der Erde. 2050 werden es etwa zehn Milliarden sein. Schon jetzt hungern 900 Millionen Menschen weltweit. Wir müssen uns also etwas einfallen lassen, damit in Zukunft alle etwas zu essen haben. Das klappt nicht, wenn weiterhin jedes Jahr Ackerflächen aufgrund von Monokulturen verloren gehen und immer mehr Fleisch und Fisch gegessen wird.

      Moderation: Max Schmidt

       

      Algen sind eklig? Abwarten, es kommt noch dicker! Wer sich mit dem Essen der Zukunft beschäftigt, sollte sich mit dem Gedanken anfreunden, später einmal Insekten statt Fleisch zu essen. Warum? Derzeit leben rund sieben Milliarden Menschen auf der Erde. 2050 werden es etwa zehn Milliarden sein. Schon jetzt hungern 900 Millionen Menschen weltweit. Wir müssen uns also etwas einfallen lassen, damit in Zukunft alle etwas zu essen haben. Das klappt nicht, wenn weiterhin jedes Jahr Ackerflächen aufgrund von Monokulturen verloren gehen und immer mehr Fleisch und Fisch gegessen wird. Zwei Milliarden Menschen auf der Welt essen übrigens bereits Insekten.

      Ok, ok, keine Panik! Es gibt auch noch Fleischersatz aus Pflanzen, zum Beispiel aus Soja, Seitan und Lupine. Nicht alle sehen aber so aus oder schmecken so wie Fleisch.

      Unsere Eiweißration könnte zukünftig Fleisch aus Insekten, aus dem Labor oder aus Pflanzen decken. In Asien, Südamerika und Afrika essen Menschen bereits regelmäßig Insekten. Vorteil bei Insektenfleisch: Insekten sind anspruchslos in der Haltung und erzeugen keine Treibhausgase. Aus zehn Kilogramm Futter könnte man acht Kilogramm Insektenfleisch gewinnen und das Fleisch ist genauso hochwertig wie Fleisch vom Rind oder Schwein. Nachteil: Eklig! Wird Insektenfleisch zu Mehl verarbeitet, fällt der Ekel-Faktor aber weg.

      Ein Fensterplatz, Wasser und der gleiche Container für alle und Goldfische für Chilis und Paprika: Das Paradies für Nutzpflanzen steht im englischen Wigan nahe Manchester. Seit September 2013 fahren dort in einem Haus Basilikum, Koriander und Salat zwei Stockwerke auf und ab - eingepflanzt in Container, immer am Fenster entlang, damit alle mal Licht bekommen. Zusätzlich helfen auch ein paar Lampen mit. Wasser gibt's gleichviel für alle, zeitgesteuert und per Lichtschranke. Gegenüber stehen Chilis und Paprika und gedeihen prächtig mithilfe ihrer Untermieter: den Goldfischen. Sie liefern den Dünger für alle Pflanzen. "Vertical Farming" nennt man diese todschicke Anbaumethode aus der Zukunft.

      Hungrig einkaufen gehen ist angeblich eine ganz dumme Idee. Man kauft zu viel und das falsche. Die Erfahrung macht auch der Schmidt Max nach einem Bummel über den Münchner Viktualienmarkt. Aber Hunger ist für 900 Millionen Menschen weltweit quälender Alltag. Wie wird das erst, wenn die Weltbevölkerung im Jahr 2050 wirklich 10 Milliarden sein wird? Kann uns das Essen der Zukunft alle satt machen? Wir machen uns auf die Suche nach Lösungen: Schmeckt ein Hauptgericht, das hauptsächlich aus Heuschrecken besteht? Gibt es dann noch Mais, der ohne Gentechnik auskommt? Und ist Landwirtschaft, die Land braucht, ein Auslaufmodell? Satt werden, gut statt gruslig, das wünschen sich Sterne-Koch Juan Amador und der Schmidt Max auch in Zukunft für uns alle.

      In der fünfteiligen Reihe "Unser Essen der Zukunft" geht es um die zweitschönste Sache der Welt: ein gutes Essen! Aber was liegt in 50 oder 100 Jahren in unseren Supermärkten und auf unseren Tellern? Stimmt es, was uns schon vor Jahrzehnten prophezeit wurde, dass wir uns wie die Astronauten von ein, zwei Pillen pro Tag vollständig ernähren können - oder müssen? Wir gehen auf eine kulinarische Reise zu den Lebensmitteln von heute und morgen. Schließlich sind wir anspruchsvoll, muss Essen doch viel mehr als nur satt machen: Es soll gesund und sicher sein, vielfältig und preiswert und nicht zuletzt umwerfend lecker.

      Faszination Wissen ist die Wissenschaftssendung im Bayerischen Fernsehen mit aktuellen und faszinierenden Beiträgen aus der Welt der Wissenschaft, Forschung und Technik.

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