• 12.11.2015
      10:00 Uhr
      Kunstraum Giuliano Pedretti: "Margarita" | ARD-alpha
       

      Giuliano Pedretti lebt und arbeitet in Celerina, einem Dorf in der Nähe von St. Moritz in den Schweizer Alpen. Schon als junger Student kam er zu Alberto Giacometti, der in Maloja, einem Nachbardorf, sein Atelier hatte. Diese Begegnung prägte ihn maßgeblich. Es gelang Pedretti, im Laufe seiner künstlerischen Entwicklung einen eigenen Weg als Bildhauer zu finden. Er hat eine eigene bildhauerische Technik entwickelt, die es ihm ermöglicht, in der Skulptur Licht und Schatten auf einer Fläche darzustellen, das heißt: er arbeitet nicht mit Drahtgerüsten, sondern auf Glas. Im Film wird zum ersten Mal gezeigt, wie so eine Plastik auf Glas entsteht.

      Donnerstag, 12.11.15
      10:00 - 10:15 Uhr (15 Min.)
      15 Min.
      Stereo

      Giuliano Pedretti lebt und arbeitet in Celerina, einem Dorf in der Nähe von St. Moritz in den Schweizer Alpen. Schon als junger Student kam er zu Alberto Giacometti, der in Maloja, einem Nachbardorf, sein Atelier hatte. Diese Begegnung prägte ihn maßgeblich. Es gelang Pedretti, im Laufe seiner künstlerischen Entwicklung einen eigenen Weg als Bildhauer zu finden. Er hat eine eigene bildhauerische Technik entwickelt, die es ihm ermöglicht, in der Skulptur Licht und Schatten auf einer Fläche darzustellen, das heißt: er arbeitet nicht mit Drahtgerüsten, sondern auf Glas. Im Film wird zum ersten Mal gezeigt, wie so eine Plastik auf Glas entsteht.

       

      Giuliano Pedretti lebt und arbeitet in Celerina, einem Dorf in der Nähe von St. Moritz in den Schweizer Alpen. Schon als junger Student kam er zu Alberto Giacometti, der in Maloja, einem Nachbardorf, sein Atelier hatte. Diese Begegnung prägte ihn maßgeblich. Es gelang Pedretti, im Laufe seiner künstlerischen Entwicklung einen eigenen Weg als Bildhauer zu finden. Er hat eine eigene bildhauerische Technik entwickelt, die es ihm ermöglicht, in der Skulptur Licht und Schatten auf einer Fläche darzustellen, das heißt: er arbeitet nicht mit Drahtgerüsten, sondern auf Glas. Im Film wird zum ersten Mal gezeigt, wie so eine Plastik auf Glas entsteht.

      Pedrettis Atelier - ein ehemaliger Hühnerstall - ist mit seinen Arbeiten überfüllt, und auf die Frage, warum er nicht in ein größeres Atelier umziehe, antwortet der 87jährige: "Giacometti hat in einem noch kleineren Atelier als ich gearbeitet, da muss mir mein Hühnerstall auch genügen".

      "In den 40er Jahren kam einmal ein Cadillac ins Dorf. Kühe näherten sich dem eleganten Fahrzeug. Eine davon verharrte erstarrt vor dem Fahrzeug. Ich beobachtete die Kuh lange Zeit und fragte mich: Was sieht die Kuh, was du nicht siehst? Und nach einiger Zeit dachte ich mir: Du musst, wie die Kuh, dein Wissen ausschalten und nur schauen, ohne bewusst zu denken, und dann kommst du zu neuen Formen". So Giuliano Pedretti über seine Arbeit und das Finden von Formen.

      Giuliano Pedretti wurde 1924 als Sohn eines Malers geboren und wuchs im Engadin auf. Er besuchte die Kunstgewerbeschule Zürich und wurde dort Bildhauer. Auf Reisen mit Alberto Giacometti nach Paris lernte er Braque, Miró, Calder und Balthus kennen. Pedretti ist nicht nur als Bildhauer, sondern auch als Sgraffitto-Künstler bekannt und gestaltet Fassaden alter und neuer öffentlicher und privater Gebäude im Engadin.

      Kunstraum Forum der Gegenwartskunst Von der Idee zum Kunstwerk ist es nicht immer ein leichter Weg - Kunstraum macht diesen Weg transparenter. Die Sendereihe vermittelt die Visionen, Emotionen und Gedanken von Künstlern. Wenn Kunst es schafft, den Zuschauer zu berühren, setzt sich ein bewusstseinserweiternder Prozess oft automatisch, unbewusst in Gang. Der Beobachter erahnt Themen, die Intention des Künstlers und  - noch mehr und viel wichtiger - er kann das Kunstwerk in neue Zusammenhänge setzen, individuell und einzigartig aber ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Daneben gibt es allgemeingültige, lehrbare und kognitiv vermittelbare Zugänge zur Kunst und zu einzelnen Kunstwerken. Kunstraum, das Forum der Gegenwartskunst vermittelt Zugänge zu Kunstwerken und Künstlern auf verschiedene Art und Weise: Durch das lautlose Begleiten der Kamera werden nicht nur die jeweiligen Künstler vorgestellt. Auch durch das (nicht kommentierende) Aufzeigen von Entstehungsprozessen einzelner Werke kann der Zuschauer in die Gedanken und Schaffens-Welt des Künstlers abtauchen. Jeder der 15 -minütigen Filme vermittelt Visionen, Emotionen und Gedanken eines Künstlers. Von der Idee zum Kunstwerk ist es nicht immer ein leichter Weg. Kunstraum, das Forum der Gegenwartskunst macht diesen Weg transparenter- immer sonntags um 15.15 Uhr in BR-alpha.

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